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Remote work und große Datenpannen – Ursache oder Ausrede?

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Im Jahr 2025 bestimmen große Datenpannen erneut die Schlagzeilen. Schnell wird Remote work als Hauptgrund genannt – doch das Bild ist differenzierter.

Wiederkehrende Muster bei Sicherheitsvorfällen

Analysiert man die großen Sicherheitsvorfälle des Jahres, kristallisieren sich bekannte Schwachstellen als Auslöser heraus. Branchenberichte belegen, dass Angreifer:innen häufig gestohlene Zugangsdaten, ungepatchte Schnittstellen oder falsch konfigurierte Fernzugänge wie VPNs ausnutzten. Schwächen in Lieferketten und Kompromittierungen durch Dritte führten zu weitreichenden Ausfällen. Phishing-Angriffe bleiben weiterhin eine der häufigsten Einstiegsmethoden.

Diese Angriffspunkte sind nicht neu, ihre Folgen werden jedoch durch die disverseren Arbeitsweisen verstärkt. Die Liste der bedeutenden Datenpannen 2025 zeigt unterschiedliche Ursachen – meist nutzten Angreifer:innen mehrere Schwachstellen gleichzeitig, um tiefer in Systeme einzudringen.

Wie Remote work die Risikolandschaft veränderte

Die Arbeit außerhalb der klassischen Büroräume hat die Angriffsfläche von Unternehmen erweitert. Heimrouter, private Geräte und Schatten-IT vergrößern die Zahl der zu schützenden Endpunkte. Gleichzeitig beschleunigten viele Unternehmen während und nach der Pandemie die Migration in die Cloud und die Einführung von SaaS-Anwendungen, oft ohne ausreichende Kontrolle und Steuerung.

Dadurch entstehen unübersichtliche IT-Landschaften. Cloud-Services, die ursprünglich als Pilotprojekte gestartet wurden, werden produktiv genutzt, Zugangsdaten verbreiten sich und immer weniger Mitarbeiter:innen behalten den Überblick über alle Angriffsflächen. Fehlkonfigurationen und unklare Identitäts- und Berechtigungsstrukturen begünstigen Datendiebstahl und das seitliche Voranschreiten von Angriffen. Die Branchenanalysen 2025 betonen diese Faktoren als maßgebliche Ursachen.

Remote work macht Beschäftigte aber nicht pauschal zur Schwachstelle. In mehreren Fällen nutzten Angreifer:innen auch Schwachstellen bei Dienstleistern oder industrielle Steuerschnittstellen, unabhängig vom Arbeitsort der Mitarbeitenden. Remote work erhöht das Risiko, ist aber nicht der alleinige Auslöser. Wer die Ursache allein dort sucht, riskiert Fehlinvestitionen in kurzfristige Lösungen statt nachhaltiger Sicherheit.

Unternehmen, die konsequent auf Identitätsmanagement, Zugangsbeschränkungen, Nachvollziehbarkeit und Kontrolle der Lieferantenrisiken setzten, konnten auch bei verteilten Teams das Ausmaß von Angriffen begrenzen.

Prioritäten für Entscheidende – Was jetzt zu tun ist

Um Risiken durch Remote work effektiv zu mindern und die allgemeine Sicherheit zu erhöhen, sind vier Maßnahmen entscheidend:

  1. Identität zur Kontrolle nutzen: Behandelt jeden Zugang als potenziell unsicher. Stellt strikte Zugriffsrechte sicher, setzt obligatorische Mehr-Faktor-Authentifizierung ein, überwacht Sitzungen und sorgt für rasche Sperrung von Zugangsdaten.
  2. Lieferantenrisiken absichern: Bezieht Partner- und Zulieferfirmen in die eigenen Sicherheitsstandards ein. Verlangt Nachweise wie Protokolle, Notfallpläne und überprüft kontinuierlich deren Einhaltung. Viele große Pannen 2025 waren auf Schwachstellen bei Dritten zurückzuführen.
  3. Fehlkonfigurationen automatisiert erkennen: Nutzt Automatisierung, um Einstellungen in Cloud- und Fernzugriffslösungen regelmäßig zu kontrollieren. Kleine Fehler können in Verbindung mit gestohlenen Zugangsdaten zu weitreichenden Angriffen führen.
  4. Relevante Kennzahlen messen: Schaut über reine Statistik hinaus. Entscheidende Metriken sind z. B. Reaktionszeit bei Zugriffsentzug, Anteil der Systeme mit Mehr-Faktor-Schutz, Compliance-Score bei Dienstleistenden und durchschnittliche Entdeckungsdauer. Klare Kennzahlen fördern treffsichere Investitionen und schnelles Handeln im Ernstfall.

Fasst gegenüber Entscheidungsgremien die Ursachen für erfolgreiche Angriffe nicht ausschließlich unter dem Schlagwort Remote work zusammen. Die Resilienz eines Unternehmens hängt vom ganzheitlichen Risikomanagement ab – von Prozessen über Mitarbeitendenschulungen bis zu systemischer Kontrolle und Technik. Entscheidend bleibt der Blick aufs Gesamtsystem, nicht das Stigmatisieren einzelner Faktoren.

Via: https://www.techradar.com

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Tags: Cloud, IT-Sicherheit, Sicherheitsvorfall, Identitätsmanagement, Remote work, Lieferantenkontrolle

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