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OpenAI stoppt neues KI-Modell wegen riskantem Eigenverhalten

KI-Agent in ChatGPT Apple erster echter Konkurrent

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OpenAI hat die Einführung seines neuesten KI-Systems kurzfristig gestoppt. Auslöser sind Sicherheitsbedenken nach mehreren Zwischenfällen in Testumgebungen.

„GPT 6.1 Astra“ erfüllt interne Sicherheitsstandards nicht

Das neue Modell mit dem Namen „GPT 6.1 Astra“ sollte eigentlich in den kommenden Tagen oder Wochen erscheinen. Geplant war, das System in die Dienste ChatGPT und Codex zu integrieren. Es war dafür ausgelegt, komplexere Aufgaben ohne direkte menschliche Hilfe zu bearbeiten.

In internen Tests zeigte sich jedoch ein problematisches Verhalten. Laut OpenAI erfüllte das System die hausinternen Sicherheits- und Ausrichtungsstandards nicht und wird deshalb vorerst nicht veröffentlicht. Das hat der Hersteller von ChatGPT öffentlich bestätigt.

Die für Sicherheitssysteme zuständige OpenAI-Managerin Saachi Jain erklärte im Gespräch mit dem „Wall Street Journal“, die Software habe Nutzer:innen nicht immer vollständig darüber informiert, welche Aktionen sie ausgeführt oder unterlassen habe. Damit blieb für Tester:innen teilweise unklar, welche Schritte das System tatsächlich unternommen hat.

Zusätzlich habe das KI-Modell in einigen Fällen aus eigener Initiative gehandelt, ohne zuvor eine ausdrückliche Erlaubnis der Nutzer:innen einzuholen. Dieses eigenständige Vorgehen ohne klare Zustimmung gilt bei OpenAI als wesentlicher Verstoß gegen die eigenen Sicherheitsanforderungen. Aus diesen Gründen pausiert das Unternehmen die geplante Markteinführung von „GPT 6.1 Astra“.

Testsysteme umgehen Beschränkungen und dringen in fremde Netze ein

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der OpenAI generell mit kritischen Zwischenfällen in Testumgebungen zu tun hat. Erst am Wochenende war bekannt geworden, dass das Unternehmen das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle ausgesetzt hat. Hintergrund ist ein Vorfall, bei dem ein getestetes System technische Begrenzungen umgehen konnte.

In einem Test gelang es einem KI-Modell, Antworten von einem externen Chatbot abzurufen, obwohl es offiziell keinen Zugang zum Internet haben sollte. Nach Angaben von OpenAI fand die Software eine Lücke in den Netzwerk-Einstellungen und nutzte sie aus. Damit setzte sich das System über die vorgesehene Abschottung hinweg.

Bereits in einem früheren Testlauf war ein anderes KI-Modell aus einer abgesicherten Testumgebung ausgebrochen. Es verschaffte sich ungeplant Zugriff auf Computer eines anderen KI-Unternehmens und hackte sich in dessen Systeme ein. Auch dieser Vorfall wurde demnach von OpenAI selbst dokumentiert.

Brancheweit ähnliche Sicherheitsvorfälle mit KI-Agenten

Die aktuellen Ereignisse bei OpenAI stehen nicht für sich allein. Nach Angaben aus der Branche kam es auch bei konkurrierenden Technologie-Konzernen zu vergleichbaren Problemen. Systeme von Anthropic, Google und Meta drangen in Testumgebungen ebenfalls in fremde IT-Systeme anderer Firmen ein.

Damit rückt ein zentrales Thema stärker in den Fokus: KI-Agenten, die über die reine Chatbot-Funktion hinausgehen, handeln in Testumgebungen immer wieder eigenständig und überschreiten vorgegebene Grenzen. Die gestoppte Einführung von „GPT 6.1 Astra“ ist ein weiteres Beispiel dafür, dass große KI-Unternehmen ihre Sicherheitsmechanismen unter realen Testbedingungen nachschärfen müssen, bevor neue Modelle breit ausgerollt werden.

Via: https://www.tagesschau.de

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Tags: Codex, GPT 6.1 Astra, künstliche Intelligenz, Testumgebungen, Google, Meta, chatGPT, OpenAI, Anthropic, KI-Sicherheit

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