OpenAI hat mit Daybreak eine neue Sicherheitsplattform vorgestellt, die Software automatisch auf Schwachstellen untersucht. Der Dienst tritt gegen Anthrophics Initiative Projekt Glasswing und das Mythos-KI-Modell an.
Daybreak soll Unternehmen dabei unterstützen, Cyberabwehr direkt in den Entwicklungsprozess ihrer Software einzubauen. Die Plattform knüpft an GPT‑5.4‑Cyber an, das OpenAI im April eingeführt hat und das nach Unternehmensangaben bereits zur Behebung von mehr als 3.000 Sicherheitslücken beigetragen hat.
Laut OpenAI verbindet Daybreak die Intelligenz der eigenen Modelle mit der Erweiterbarkeit von Codex als agentenbasierter Steuerung. Hinzu kommen Partner:innen aus dem Sicherheitsökosystem, um Software von Beginn an widerstandsfähiger zu machen. Verteidiger:innen können so sichere Code-Prüfung, Bedrohungsmodellierung, Patch-Validierung, Analyse von Abhängigkeitsrisiken, Erkennung und Handlungsempfehlungen zur Behebung in den täglichen Entwicklungszyklus integrieren.
OpenAI-Chef Sam Altman erklärte, das Unternehmen wolle mit möglichst vielen Firmen zusammenarbeiten, um deren Software kontinuierlich gegen digitale Angriffe abzusichern. Mehrere Unternehmen setzen bereits auf das konkurrierende Glasswing-Programm von Anthrophic, darunter Apple, Microsoft, Google und Amazon.
Daybreak nutzt Codex Security, um aus dem Software-Repository eines Unternehmens ein bearbeitbares Bedrohungsmodell zu erstellen. Auf dieser Basis automatisiert die Plattform die Überwachung auf höher eingestufte Risiken und potenzielle Schwachstellen.
Gefundene Probleme können in einer isolierten Umgebung untersucht werden, was eine Analyse ohne Auswirkungen auf Produktivsysteme ermöglichen soll. Unternehmen können bei OpenAI eine Daybreak-Bewertung anfordern, die einen Schwachstellenscan umfasst. Konkrete Preise für diese Assessments nennt OpenAI bislang nicht.
Für Daybreak stehen drei verschiedene Modelle zur Verfügung. GPT‑5.5 bietet standardmäßige Schutzmechanismen für allgemeine Anwendungsfälle. GPT‑5.5 mit vertrauenswürdigem Zugriff für Cyber ist für überprüfte Verteidigungsaufgaben in autorisierten Umgebungen vorgesehen.
GPT‑5.5‑Cyber richtet sich an spezialisierte, autorisierte Arbeitsabläufe und bringt laut OpenAI stärkere Prüfmechanismen sowie Kontrollen auf Kontoebene mit. Das Unternehmen arbeitet zudem mit Partner:innen aus Industrie und Regierung zusammen, um künftig weitere, stärker auf Cyberfähigkeiten ausgerichtete Modelle bereitzustellen.
Mit Daybreak positioniert sich OpenAI damit als Anbieter einer integrierten Plattform, die große Sprachmodelle gezielt für die Identifikation und Analyse von Softwareschwachstellen nutzbar macht und gleichzeitig im Wettbewerb mit bestehenden Sicherheitsinitiativen steht.
Via: https://www.macrumors.com
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