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OpenAI baut London-Standort zum größten Forschungszentrum in Europa aus

OpenAI plant, sein Büro in London zum größten Forschungsstandort außerhalb der USA auszubauen. Damit rückt der britische Standort stärker in den Fokus der weltweiten KI-Strategie des Unternehmens.

London wird zentraler Forschungsstandort für OpenAI

OpenAI betreibt seit 2023 ein Büro im Vereinigten Königreich und will das dortige Forschungsteam nun deutlich erweitern. Das Unternehmen will dabei gezielt Talente aus führenden britischen Universitäten gewinnen, nennt aber keine konkrete Zahl geplanter Neueinstellungen. Der Ausbau soll London zu einem zentralen Entwicklungsstandort für das Unternehmen machen.

Mark Chen, Forschungsleiter bei OpenAI, begründet den Schritt mit der besonderen Stellung des Vereinigten Königreichs. Das Land vereine Spitzenkräfte sowie führende wissenschaftliche Einrichtungen und Universitäten und sei daher ein idealer Ort für die wichtige Forschung, die KI sicher, nützlich und für alle Menschen vorteilhaft machen solle. Diese Ausrichtung unterstreicht, dass OpenAI in London nicht nur an Produkten, sondern auch an grundlegenden Fragen zur sicheren Nutzung von KI arbeitet.

Direkte Konkurrenz zu Google DeepMind in London

Mit den Plänen tritt OpenAI in London in den direkten Wettbewerb um die besten Forschungstalente mit Google DeepMind. Das von dem britischen Forscher Demis Hassabis geleitete KI-Labor hat seinen Hauptsitz ebenfalls in London. DeepMind kooperiert seit Langem mit der Universität Oxford und der Universität Cambridge, sponsert dort Professuren, finanziert Forschungsprojekte und arbeitet eng mit Wissenschaftler:innen zusammen.

Wie gefragt KI-Jobs inzwischen sind, zeigt ein aktuelles Beispiel von der Universität Oxford. Beim jüngsten Karriereforum drängten sich zahlreiche Studierende auf der Suche nach technischen Tätigkeiten und Stellen im Bereich Künstliche Intelligenz. Laut Jonathan Black, Leiter des Career Service der Universität Oxford, steigen Angebot und Nachfrage auf beiden Seiten bereits innerhalb eines Jahres deutlich an. Vor diesem Hintergrund bewertet er die Ankündigung von OpenAI als sehr positives Signal für Studierende und Hochschulen.

Fokus auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Infrastruktur

Das Londoner Team von OpenAI soll weiterhin an Produkten wie Codex und GPT‑5.2 mitarbeiten. Gleichzeitig wird der Standort künftig bestimmte Bereiche der Modellentwicklung eigenverantwortlich übernehmen. Laut Unternehmen geht es dabei insbesondere um Fragen der Sicherheit, Zuverlässigkeit und Leistungsbewertung der KI-Modelle. London entwickelt sich damit zu einem wichtigen Knotenpunkt für die Qualitäts- und Sicherheitsprüfung der OpenAI-Technologie.

Auch die britische Politik reagiert auf die Pläne. Die britische Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Liz Kendall, bezeichnete die Ankündigung in einer Stellungnahme als großen Vertrauensbeweis in die führende Rolle des Vereinigten Königreichs bei der KI-Forschung. Der Ausbau des Standorts falle in eine Phase, in der das Land seine Rechenzentrums- und Energieinfrastruktur deutlich hochfährt. Ziel ist es, den stark steigenden Bedarf an Rechenleistung von KI-Unternehmen wie OpenAI abzufangen und die Rahmenbedingungen für weitere Investitionen zu verbessern.

Via: https://www.wired.com
Foto: Michael Reimann

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Michael Reimann

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