Das Apple iPad mini midnight ist vorne mit einem leuchtenden Hintergrundbild zu sehen.
Das neue iPad mini erhält zwar ein OLED-Display, bleibt aber bei einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. Ein Apple-Manager erklärt, warum die Anzeige trotzdem weniger Bewegungsunschärfe zeigen soll.
Im Gespräch mit Christopher Lawley wurde Apples Vizepräsident für Hardwareentwicklung, Dave Pakula, auf das fehlende ProMotion angesprochen. Die Displayqualität lasse sich nicht an einem einzigen Wert festmachen, sagte Pakula. OLED-Pixel reagierten mehr als zehnmal schneller als Pixel eines LCD-Bildschirms. Das könne Bewegungsunschärfe verringern.
Die Pixelreaktionszeit ist jedoch nicht dasselbe wie die Bildwiederholrate. Das neue iPad mini unterstützt weiterhin keine 120 Hertz und bietet damit auch kein ProMotion. Apple setzt stattdessen auf die Eigenschaften des OLED-Displays, das zudem Kontrast, Helligkeit und Farben verbessern soll.
Der Bildschirm wächst beim überarbeiteten Modell von 8,3 auf 8,5 Zoll. Das iPad mini behält dabei seine bisherige Grundfläche. Das Display erreicht laut Apple eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.200 Nits und lässt sich auf ein Nit dimmen. Als Option ist eine Glasoberfläche mit Nanotextur erhältlich.
Der Wechsel zu OLED hat auch den Aufbau des Bildschirms verändert. Weil das Display aus weniger Schichten besteht, konnte Apple das Gehäuse um fast einen Millimeter verschlanken. Die geringe Größe und gute Transportierbarkeit hätten bei der Überarbeitung eine wichtige Rolle gespielt, erklärte Pakula. Das neue Modell ist 5,4 Millimeter dick.
Im Interview ging es außerdem um das Lautsprechersystem, das Apple „Acoustic Display“ nennt. Es kommt ohne herkömmliche Lautsprechergitter aus. Die Entwickler:innen wollten die Öffnungen im Gehäuse mit Blick auf den Wasserwiderstand reduzieren. Dabei stellten sie fest, dass die Resonanzfrequenz des Displays im hörbaren Bereich liegt – ähnlich wie bei einem Tieftöner.
Speziell angepasste Treiber versetzen das Display in Schwingung und geben mittlere sowie tiefe Frequenzen wieder. Für hohe Frequenzen sorgen zwei Hochtöner, die jeweils an einem Ende des Tablets sitzen. Ihre Töne gelangen durch verdeckte Öffnungen zwischen Glas und Aluminium nach außen.
Das iPad mini ist nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt, aber nicht vollständig versiegelt. Das neue Modell startet bei 699 US-Dollar (etwa 650 Euro), enthält einen A20-Pro-Chip und unterstützt den Apple Pencil Pro sowie den Apple Pencil mit USB-C-Anschluss. Vorbestellungen sind bei Amazon möglich; die Auslieferung beginnt am 6. November.
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