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Neues iOS-Feature schränkt exakte Standortdaten für Mobilfunkanbieter ein

Apple führt mit iOS 26.3 eine neue Datenschutzfunktion ein, die die präzise Standortübermittlung an Mobilfunkanbieter begrenzt. Vorerst profitieren nur wenige Geräte mit Apples C‑Series‑Modem davon.

iOS 26.3 bringt Schalter für „Präzisen Standort begrenzen“

Standortdaten gehören zu den sensibelsten Informationen, die Ihr mit einem iPhone erzeugt. Bisher konntet Ihr Apps den Zugriff zwar einschränken, Mobilfunkanbieter erhielten jedoch weiterhin sehr genaue Bewegungsdaten über die Verbindung zu ihren Funkzellen. Mit iOS 26.3 ändert sich das erstmals.

Mobilfunkanbieter sehen im Normalfall, wann sich ein Gerät mit welcher Basisstation verbindet. Diese Daten erlauben eine sehr genaue Nachverfolgung von Nutzer:innen und spielten auch in einem Datenschutzverfahren eine Rolle, das US‑Anbieter im Jahr 2020 verloren. Apple macht diese Informationen nun weniger wertvoll, indem die Genauigkeit der übermittelten Standortdaten reduziert wird.

Das neue Feature „Präzisen Standort begrenzen“ reiht sich in bestehende Schutzmaßnahmen wie App-Tracking-Transparenz und iCloud Private Relay ein. Während diese Funktionen vor Tracking im Web und durch Internetanbieter schützen, zielt die neue Einstellung direkt auf die Datensammlung durch Mobilfunknetzbetreiber.

Apple beschreibt die Funktion in einem eigenen Support-Dokument, sie soll mit iOS 26.3 im Februar für die Öffentlichkeit verfügbar werden. Allerdings müssen Mobilfunkanbieter die Funktion unterstützen, sodass der Rollout je nach Land und Netzbetreiber unterschiedlich schnell verläuft.

Zum Start machen diese Anbieter mit:

  • Deutschland: Telekom
  • Vereinigtes Königreich: EE, BT
  • USA: Boost Mobile
  • Thailand: AIS, True

Nur für Geräte mit C‑Series‑Modem

„Präzisen Standort begrenzen“ funktioniert nur auf Geräten mit Apples eigenem C‑Series‑Modem. Aktuell gehören dazu das iPhone Air, das iPhone 16e sowie das iPad Pro mit M5‑Chip und Mobilfunkmodul. Apple plant, die Funktion im Laufe des Jahres 2026 auf weitere Netzbetreiber und Geräte auszuweiten, die Hardware-Voraussetzung bleibt jedoch bestehen.

Auch aktuelle Modelle gehen damit leer aus: Weder iPhone 17 noch iPhone 17 Pro oder iPhone 17 Pro Max unterstützen die neue Einstellung, obwohl sie technisch auf dem neuesten Stand sind. Dass Apple die Funktion auf die Modem-Varianten C1 und C1X beschränkt, deutet darauf hin, dass diese Baureihe in der gesamten iPhone‑18‑Familie ankommen soll.

Die Einstellung findet Ihr in den Optionen für mobile Daten. Sie wirkt sich ausschließlich auf die Standortdaten aus, die an Mobilfunkanbieter übermittelt werden. Apps, die Navigation in Karten, die „Wo ist?“-Funktionen oder Daten, die an Notdienste gesendet werden, bleiben davon unberührt.

Weniger exakte Daten erschweren Auswertungen

Die neue Option soll Euch mehr Kontrolle über Daten gegenüber Dritten geben und gleichzeitig den Zugriff staatlicher Stellen einschränken. Zwar nutzen viele Anbieter Standortinformationen nicht mehr für Werbung, sie speichern sie aber weiterhin und können zur Herausgabe verpflichtet werden.

Wenn statt einer punktgenauen Position nur noch ein Viertel oder eine Region übermittelt wird, verlieren die Daten für Behörden deutlich an Aussagekraft. Für Netzbetreiber kann die Unterstützung der Funktion zudem ein Wettbewerbsfaktor sein, weil Datenschutz bei der Wahl des Anbieters eine Rolle spielt. Außerdem könnten weniger präzise Daten zu weniger Anfragen von Behörden führen.

Wie bei Verschlüsselung oder Einschränkungen beim Werbetracking ist absehbar, dass auch „Präzisen Standort begrenzen“ juristisch diskutiert wird. Ob Regulierungsbehörden oder Mobilfunkanbieter gegen solche Schutzmechanismen vorgehen, bleibt offen. Apple setzt den Kurs dennoch fort und legt den Schwerpunkt klar darauf, Nutzer:innen mehr Kontrolle über ihre Standortdaten zu geben.

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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