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Neuer AirTag von Apple: Für wen sich das Upgrade wirklich lohnt

Apple hat seinen AirTag überarbeitet und vor allem die Ortung deutlich verbessert. Dennoch müsst Ihr nicht automatisch zum neuen Modell greifen, wenn Ihr bereits Tracker im Einsatz habt.

Lauterer Lautsprecher, präzisere Ortung – aber keine Pflicht zum Upgrade

Apple hat am Montag den neuen AirTag vorgestellt, einen münzgroßen Gegenstandstracker für häufig verlegte Dinge wie Schlüssel, Taschen oder Gepäck. Das aktualisierte Modell bietet einen lauteren Lautsprecher und eine deutlich verbesserte Ortung, bleibt dabei aber preislich im Einstiegsbereich.

Wer ständig Dinge verlegt oder im Alltag viele Aufgaben parallel jongliert, kann vom neuen AirTag profitieren. Die verbesserte Präzisionssuche hilft dabei, verlorene Gegenstände schneller wiederzufinden, etwa wenn Ihr regelmäßig Zeit damit verbringt, Schlüssel oder Taschen in der Wohnung zu suchen.

Habt Ihr allerdings schon einen AirTag, der zuverlässig arbeitet, besteht kein akuter Grund umzusteigen. Die Kernfunktionen bleiben unverändert: Entscheidend ist weiterhin, dass der Tracker sicher an Euren Gegenständen sitzt und mit dem „Wo ist?“-Netzwerk verbunden ist.

AirTag im Alltag: Reisen, Diebstahl und klare Grenzen

Besonders sinnvoll ist AirTag beim Reisen. Wer häufig mit dem Flugzeug unterwegs ist, kann einen Tracker ins Gepäck legen, in eine Koffertasche stecken oder im Futter des Koffers verstecken. Ein einzelner AirTag kostet 25 US‑Dollar (rund 23 Euro) und hilft Euch, Euer Gepäck schneller wiederzufinden und im Blick zu behalten, während Ihr von Euren Sachen getrennt seid.

Auch hier gilt: Funktionieren Eure bisherigen AirTags zuverlässig, könnt Ihr das Upgrade entspannt aufschieben. Erst wenn Ihr merkt, dass die vorhandenen Tracker langsamer reagieren oder unzuverlässig werden, lohnt sich der Wechsel auf das neue Modell.

Ein weiterer Einsatzbereich ist der Schutz vor Diebstahl, etwa bei E‑Bikes. Der AirTag ist klein genug, um unauffällig unter einem Sattel versteckt zu werden. Es gibt zudem spezielle Halterungen für die Montage unter einem Flaschenhalter oder sogar im Reifeninneren, wenn Ihr tubeless fahrt. Auch in Taschen oder Rucksäcken lässt sich ein AirTag unauffällig platzieren.

Für diesen Zweck bringt das neue Modell jedoch keinen echten Vorteil. Im Diebstahlsfall zählt vor allem, dass der Tracker zuverlässig eine Verbindung zum „Wo ist?“-Netzwerk aufbaut, nicht die besonders präzise Nahbereichssuche. Wichtig ist außerdem, Diebstähle immer der Polizei zu melden und nicht selbst die gestohlenen Gegenstände aufzuspüren.

Ihr solltet außerdem regelmäßig den Batteriestand Eurer AirTags prüfen. Bei Bedarf ersetzt Ihr die Knopfzelle durch eine CR2032‑Batterie, idealerweise ohne Bitterstoffbeschichtung, damit die Kontakte zuverlässig funktionieren.

Keine Lösung für Personen- oder Tiertracking

AirTag ist ausdrücklich als Gegenstandstracker gedacht – nicht zur Ortung von Menschen oder Haustieren. Wer ihn dennoch dafür einsetzen möchte, muss mit Einschränkungen rechnen. Apple arbeitet aktiv daran, den AirTag für unerwünschtes Personentracking unattraktiv zu machen.

Der Tracker wurde in der Vergangenheit missbräuchlich genutzt, um Personen ohne deren Wissen zu verfolgen. Apple hat daher mehrere Schutzmechanismen eingeführt, die den AirTag in solchen Szenarien automatisch enttarnen. Das schmälert gleichzeitig den Nutzen beim Einsatz am Halsband von Hunden oder Katzen.

Befestigt Ihr einen AirTag an einem Kind oder Teenager, erkennt der Tracker nach kurzer Zeit, dass er dauerhaft derselben Person folgt. Daraufhin kann eine Warnung auf deren Gerät oder auf einem Gerät von Begleitpersonen erscheinen. Eine lückenlose Echtzeitverfolgung ist damit ohnehin nicht möglich, da der AirTag nur alle paar Minuten ein Signal sendet und dafür auf Geräte im „Wo ist?“-Netzwerk angewiesen ist.

Für Haustiere ist AirTag ebenfalls kaum geeignet. Die unregelmäßigen Ortungsintervalle sorgen dafür, dass Ihr einem entlaufenen Tier meist hinterherlaufen würdet, vor allem in ländlichen Gegenden ohne viele Apple‑Geräte in der Nähe. Der nun lautere Lautsprecher kann das Tier zusätzlich erschrecken.

Dazu kommen Sicherheitsrisiken: Gelangt ein Tier an den AirTag, kann es ihn beschädigen oder verschlucken, was im Zweifel hohe Tierarztkosten nach sich zieht. Wenn Ihr trotzdem nicht darauf verzichten wollt, sollte der AirTag möglichst flach und fest an Halsband oder Geschirr anliegen und nicht abstehen oder kaubar sein.

Der neue AirTag ist direkt bei Apple erhältlich, einzeln oder im Viererpack für 29 US‑Dollar (rund 27 Euro) beziehungsweise 99 US‑Dollar (rund 92 Euro). Das Vorgängermodell wird parallel bei Amazon mit Rabatten von bis zu 29 Prozent angeboten, mit Preisen von 25,99 US‑Dollar (rund 24 Euro) für ein Stück und 69 US‑Dollar (rund 64 Euro) für vier Stück.

Via: https://appleinsider.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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