Netflix hat angekündigt, im Juli über 20 Spiele aus seiner Bibliothek zu entfernen. Unter den gestrichenen Titeln befinden sich populäre Spiele wie Hades und die Monument Valley-Reihe. Diese Entwicklung wirft Fragen zur Nachhaltigkeit von Netflix‘ Gaming-Sparte auf, die bereits im Oktober mit der Schließung eines AAA-Spiele-Studios konfrontiert war.
Beliebte Spiele verlassen die Plattform
Netflix hatte mit seinen Gaming-Titeln versucht, zusätzliche Abonnent:innen zu gewinnen. Die bevorstehende Entfernung zahlreicher Spiele deutet jedoch darauf hin, dass sich die Gaming-Strategie des Unternehmens im Umbruch befindet. Zu den betroffenen Spielen gehören:
- Hades (nur auf iOS verfügbar, verfügbar bis 1. Juli)
- Monument Valley, Monument Valley 2 und Monument Valley 3
- Braid: Anniversary Edition
- Death’s Door (verfügbar bis 14. Juli)
- Katana ZERO, Carmen Sandiego
- Raji: An Ancient Epic
- Weitere Titel wie SpongeBob: Bubble Pop F.U.N. und Battleship
Die genauen Enddaten variieren je nach Spiel. Nutzer:innen können in der Netflix-App überprüfen, bis wann jedes Spiel gespielt werden kann.
Herausforderungen für Netflix‘ Spieleabteilung
Die Entscheidung, mehrere Spiele zu entfernen, ist das jüngste Zeichen für die Schwierigkeiten bei Netflix‘ Gaming-Vorstoß. Im Oktober 2024 schloss Netflix ein erst kürzlich eröffnetes AAA-Spiele-Studio. Auch die interaktiven Inhalte des Streaminganbieters wurden stark reduziert. Ende 2024 schrumpfte das Angebot interaktiver Serien von 24 auf nur vier Titel.
Netflix hatte ursprünglich gehofft, mit den zusätzlichen Gaming-Angeboten mehr Nutzer:innen zu gewinnen und die Markenbindung zu stärken. Doch die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass diese Strategie nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat.
Ungewisse Zukunft für Netflix Gaming
Das Entfernen von AAA- und anderen beliebten Titeln wirft Fragen zur langfristigen Strategie von Netflix im Gaming-Bereich auf. Es bleibt abzuwarten, ob das Unternehmen in der Lage sein wird, eine nachhaltigere Spielebibliothek zu entwickeln, die sowohl qualitativ als auch strategisch Bestand hat.
Via Engadget
