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Microsoft rudert zurück: KI-Funktionen in Teams lassen sich abschalten

Microsoft reagiert auf deutliche Kritik: In Teams könnt Ihr zentrale KI-Funktionen künftig selbst deaktivieren. Betroffen sind Copilot, Facilitator und die intelligente Zusammenfassung.

Schalter für „Besprechungs-KI“ in Teams

Nach einem spürbaren Widerstand der Nutzer:innen nimmt Microsoft seine ursprünglichen Pläne für den flächendeckenden KI-Einsatz in Teams teilweise zurück. In den vergangenen Wochen hatte der Konzern mehrere neue KI-gestützte Funktionen vorgestellt, die Besprechungen produktiver machen sollen, darunter Nachholwerkzeuge, Notizfunktionen und sogar Übersetzungen.

Nun folgt die Kurskorrektur: Laut einem Beitrag im Administrationszentrum führt Microsoft einen einfachen Schalter ein, mit dem Ihr die „Besprechungs-KI“ in laufenden Anrufen ein- oder ausschalten könnt. Konkret heißt es dort, dass Microsoft Teams eine Umschaltfunktion in Besprechungen für lizenzierte Organisator:innen und Präsentator:innen erhält, um Besprechungs-KI (Copilot, Facilitator, Zusammenfassung) während Live-Meetings zu aktivieren oder zu deaktivieren. Die Einführung startet Anfang Juli 2026, bestehende Compliance- und Lizenzanforderungen bleiben unverändert.

Feinsteuerung für Copilot, Facilitator und intelligente Zusammenfassung

Microsoft hat bereits gezeigt, wie diese Steuerung in einer Teams-Besprechung aussehen soll. Ein Screenshot demonstriert eine Option, mit der sich Copilot, Facilitator und intelligente Zusammenfassung jeweils einzeln deaktivieren lassen. Alternativ könnt Ihr alle KI-Werkzeuge mit einem einzigen Schalter gleichzeitig ausschalten.

Das Unternehmen stellt außerdem klar, dass die Besprechungs-KI-Funktionen nur dann sichtbar sind, wenn sie zuvor von Euren Administrator:innen freigegeben wurden. Dadurch sollen unternehmensspezifische Richtlinien weiterhin berücksichtigt werden. Ist Besprechungs-KI per Richtlinie deaktiviert, erscheint der Umschalter in der Oberfläche gar nicht erst.

Neue Funktion „Facilitator“ weckt Datenschutzbedenken

Die Entscheidung fällt kurz nachdem Microsoft „Facilitator“ vorgestellt hat, ein neues KI-Werkzeug zur besseren Steuerung von Teams-Anrufen. Facilitator soll Wissenslücken während eines Meetings erkennen und helfen, diese zu schließen. Genau diese Aufgabe sorgt aber bereits für Diskussionen rund um Datenschutz und Sicherheit.

Microsoft betont, dass Facilitator aktiv eingeschaltet sein muss, um Besprechungen beobachten zu dürfen. Nur dann hört und sieht das System alle Teile eines Meetings und kann eingreifen, wenn es passende Informationen beisteuern soll. Ohne Aktivierung bleibt das Werkzeug passiv.

Der neue Umschalter wird derzeit ausgerollt und soll bis Mitte Juli 2026 für alle Teams-Nutzer:innen verfügbar sein. Er steht plattformübergreifend zur Verfügung, also unter Windows, macOS, auf Mobilgeräten und in der Webversion von Teams.

Via: https://www.techradar.com

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Michael Reimann

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