Meta bereitet Medienberichten zufolge erneut umfangreiche Entlassungen vor, die rund ein Fünftel der Belegschaft betreffen könnten. Offiziell bestätigt ist dies nicht, der Konzern spricht von Spekulationen.
Laut übereinstimmenden Berichten unter Berufung auf Quellen von Reuters erwägt Meta, etwa 20 Prozent oder mehr der Beschäftigten zu entlassen. Ein konkretes Datum und die genaue Zahl der betroffenen Stellen sollen demnach noch nicht feststehen. In einem aktuellen Finanzbericht gibt Meta die weltweite Mitarbeiterzahl zum 31. Dezember 2025 mit 78.865 an, andere Unterlagen nennen „nahezu 79.000“ Beschäftigte.
Reuters berichtet weiter, dass die Unternehmensspitze andere Führungskräfte angewiesen habe, zu planen, wie sich die Organisation „verschlanken“ lässt. Auf Anfrage bezeichnete ein Meta-Sprecher den Bericht als „spekulative Berichterstattung über theoretische Ansätze“ und bestätigte keine konkreten Pläne.
Im gleichen Zeitraum erzielte Meta nach eigenen Angaben im vierten Quartal 2025 knapp 60 Milliarden US‑Dollar (rund 55 Milliarden Euro) Umsatz und über das gesamte Jahr mehr als 200 Milliarden US‑Dollar (rund 185 Milliarden Euro). Trotz dieser Zahlen scheint der Konzern seine Kostenstruktur erneut deutlich anpassen zu wollen.
Die möglichen Entlassungen sollen Meta dabei helfen, hohe Ausgaben für Infrastruktur rund um Künstliche Intelligenz auszugleichen. Dazu gehören Investitionen in Rechenzentren und Hardware ebenso wie Übernahmen und Neueinstellungen im KI‑Bereich. Das Unternehmen hat zuletzt verstärkt KI‑Start-ups übernommen, darunter Moltbook, ein soziales Netzwerk für KI‑Agenten, sowie Manus, ein auf KI‑Agenten zur Aufgabenautomatisierung spezialisiertes Start-up.
In der Techbranche verweisen mehrere Konzerne derzeit auf Automatisierung durch KI, wenn sie Stellen abbauen. Zugleich gibt es Stimmen, die von „KI‑Wäsche“ sprechen und kritisieren, dass Unternehmen Künstliche Intelligenz als Begründung für Einschnitte nutzen, die eher auf frühere Überbesetzungen zurückgehen. In den vorliegenden Berichten werden diese Einschätzungen erwähnt, ohne dass Meta sie kommentiert.
Meta ist mit größeren Personalmaßnahmen vertraut. Im November 2022 strich der Konzern 11.000 Stellen, im März 2023 folgten weitere 10.000 Jobs. Anfang 2025 traf es rund 1.000 Beschäftigte, vor allem in der Reality‑Labs‑Sparte, die für virtuelle Realität und Metaversum zuständig ist. Früh im gleichen Jahr baute Meta zusätzlich etwa fünf Prozent der Belegschaft ab, nach einer kleineren Entlassungsrunde im selben Monat.
Die nun gemeldeten Pläne würden zu den größten Stellenstreichungen in der Unternehmensgeschichte zählen. Sollten tatsächlich rund 20 Prozent der aktuell knapp 79.000 Stellen betroffen sein, hätte das weitreichende Folgen für die interne Struktur und laufende Projekte. Noch gibt es jedoch keine offiziellen Details zu Umfang, Zeitplan oder betroffenen Bereichen. Medien wie Reuters und TechCrunch betonen, dass es sich um derzeit diskutierte Szenarien handelt, die Meta bislang weder bestätigt noch konkretisiert hat.
Via: techcrunch.com · www.engadget.com
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