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Meta führt Bezahlstufen für Facebook, Instagram und WhatsApp ein

Meta führt neue, kostenpflichtige Premium-Abos für Facebook, Instagram und WhatsApp ein. Nutzer:innen sollen damit zusätzliche Werkzeuge, mehr Daten zu ihren Beiträgen und mehr Kontrolle über Werbung erhalten.

Neue Plus-Abos und Meta-One-Pläne

Nach begrenzten Tests im Frühjahr hat Meta angekündigt, weltweit kostenpflichtige Premium-Abos für Facebook Plus, Instagram Plus und WhatsApp Plus zu starten. Die neuen Stufen schalten zusätzliche Funktionen in den Apps frei, liefern erweiterte Metriken zu eigenen Beiträgen und bieten mehr Einfluss darauf, wie Werbeanzeigen Nutzer:innen ansprechen.

Die monatlichen Abopreise starten bei 4 US‑Dollar (rund 3,70 Euro) für Facebook Plus und Instagram Plus sowie 3 US‑Dollar (rund 2,80 Euro) für WhatsApp Plus. Parallel führt Meta Meta-One-Tarife ein, die erweiterte Funktionen rund um Meta KI bieten sollen. Die neuen kostenpflichtigen Abos ersetzen dabei vorerst nicht das bestehende Programm Meta Verifiziert, ein separates Abo für Kreative und Unternehmen mit Vorteilen wie verbessertem Support und Schutz vor Identitätsdiebstahl. Die Preise für Meta Verifiziert liegen je nach Stufe zwischen 15 US‑Dollar (rund 14 Euro) und 500 US‑Dollar (rund 460 Euro) im Monat.

Meta bewegt sich damit hin zu einem mehrstufigen Ökosystem mit unterschiedlichen Abo-Levels und plattformspezifischen Zusatzfunktionen. Für den Konzern entstehen neue Einnahmequellen, während er massiv in KI-Rechenzentren investiert und im Online-Werbemarkt vor allem mit Google konkurriert.

Optionale Bezahlmodelle statt Pflichtabo

Die Bezahlstufen bleiben vorerst freiwillig, ein Abo ist nicht nötig, um die Apps zu nutzen. Plus- und Meta-One-Abos richten sich überwiegend an Nutzer:innen, die mehr Kontrolle und erweiterte Funktionen wollen, insbesondere an Influencer:innen und Unternehmen.

Zahlende Plus-Abonnent:innen können Funktionen nutzen, die an frühere Werbeoptionen von Meta erinnern. Dazu gehört etwa, eine Story für zusätzliche Aufrufe hervorzuheben, Stories um weitere 24 Stunden zu verlängern, eigene Reaktionen wie Superherzen zu verwenden oder mehr Chats in WhatsApp anzuheften.

Weitere Plus-Funktionen sind stärker datengetrieben. Nutzer:innen können sehen, wie viele Personen eine Story oder ein Reel erneut angesehen haben, unbegrenzt Zielgruppenlisten für bestimmte Posts erstellen und Viewer-Listen durchsuchen. Außerdem lassen sich Beiträge auf Wunsch diskreter veröffentlichen, ohne automatisch im Feed aller Follower:innen aufzutauchen.

Meta One: Höhere Sichtbarkeit und mehr KI-Leistung

Meta-One-Tarife werden selektiver angeboten als Plus-Abos und starten in Ländern wie Singapur, Saudi-Arabien, Marokko und Thailand. Sie sind in mehreren Stufen verfügbar: Meta One Plus für 8 US‑Dollar (rund 7,40 Euro) pro Monat, Meta One Essential für 15 US‑Dollar (rund 14 Euro), Meta One Premium für 20 US‑Dollar (rund 18,50 Euro) und Meta One Advanced für 50 US‑Dollar (rund 46 Euro) monatlich.

Meta One soll zusätzliche Rechenleistung bereitstellen und in den oberen Stufen eine bessere Platzierung in sozialen Suchergebnissen ermöglichen. Außerdem können Profile eine größere „Folgen“-Schaltfläche erhalten und ein Verifizierungssymbol nutzen, ähnlich dem blauen Häkchen bei X. Diese Abos scheinen über alle Meta-Apps hinweg zu funktionieren; Meta kündigt zudem an, in den kommenden Wochen weitere Funktionen für Nutzer:innen der Meta-Brillen zu ergänzen.

Die Einführung der neuen Bezahlmodelle stößt in sozialen Netzwerken auf gemischte Reaktionen. Einige Nutzer:innen kritisieren, dass Meta weitere Produkte auf Basis von Nutzungsdaten verkaufen wolle, statt diese zu vergüten. Andere verweisen auf den finanziellen Druck der Nutzer:innen und stellen die neuen Gebühren infrage. Das Unternehmen hat auf Nachfragen bislang nicht reagiert.

Via: https://www.cnet.com

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Michael Reimann

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