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macOS: Wie Apps dem Squircle-Zwang im Dock entkommen

Mit macOS Tahoe zwingt Apple Entwickler:innen zu einheitlich abgerundeten App-Symbolen im Dock. Eine Mac-App zeigt jetzt, wie sich dieser „Squircle-Knast“ umgehen lässt – zumindest außerhalb des Mac App Store.

Squircle-Zwang in macOS und ein Umweg über NSDockTilePlugIn

Ausgangspunkt war eine E-Mail eines Iris-Benutzers, der sich eine alternative App-Grafik wünschte. Die Blume des Icons sollte aus dem abgerundeten Quadrat, dem Squircle, befreit werden. Der Hinweis: Apple schreibt diese Form seit macOS Tahoe vor, aber viele setzen noch auf macOS Sequoia, wo andere Symbole möglich sind. Der Nutzer verwies auf Apps wie Nova und Sketch, die „Legacy“-Symbole anbieten und sich so besser in ältere Docks einfügen.

Vor diesem Hintergrund griff der Entwickler den Vorschlag auf. Er verweist darauf, dass die strengen Vorgaben von macOS Tahoe für Drittanbieter-Apps wie ein Gefängnis für Icons wirken. Wer seine Mac-App jedoch außerhalb des Mac App Store vertreibt, kann sich mit einem technischen Trick behelfen: der Programmierschnittstelle NSDockTilePlugIn.

Diese API ist dafür gedacht, das Dock-Symbol dynamisch zu aktualisieren. Laut Entwickler lässt sich darüber aber auch ein alternatives, nicht quadratisch abgerundetes Icon im Dock platzieren. Es handelt sich dabei nicht um den eigentlichen, von Apple vorgesehenen Anwendungsfall. Außerdem ist diese Methode im Mac App Store nicht erlaubt, weshalb der Ansatz nur für direkt vertriebene Apps infrage kommt.

Iris mit neuen Symbolen und dauerhaften Dock-Icons

In der aktuellen Version von Iris tauchen nun drei zusätzliche App-Symbole in den „Besonderen Einstellungen“ der App auf. Benutzer:innen können dort unter verschiedenen Alternativen wählen, um Iris optisch besser an das eigene Dock anzupassen. Die Umsetzung erfolgt über NSDockTilePlugIn, sodass das angepasste Symbol im Dock bleibt, selbst wenn die App beendet wird.

Dieser Lösungsweg soll also einen Ausweg aus dem strikten Squircle-Look bieten, ohne Apples Vorgaben direkt zu verletzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die App nicht ausschließlich über den Mac App Store verteilt wird. Nur so kann der Entwickler die Beschränkungen der Plattform umgehen und mehr Gestaltungsspielraum für das App-Symbol anbieten.

Gesichter im Dock: Wenn Software bewusst verspielt sein darf

Der Entwickler belässt es jedoch nicht bei funktionalen Zusatz-Icons. Er wollte den Ansatz bewusst weiterdenken – ganz im Sinne einer spielerischen Softwaregestaltung. Iris folgt dem Grundsatz, dass das Pflegen der eigenen Foto- und Videosammlung nur dann sinnvoll ist, wenn das Anschauen der Erinnerungen auch Freude bereitet.

Aus dieser Idee entstand eine weitere Option in den Einstellungen von Iris mit dem Namen „Gesichter im Dock anzeigen“. Wenn Ihr diese Funktion aktiviert, könnt Ihr eine Person aus Eurer Mediathek auswählen und deren Gesicht ins Dock setzen. So erscheinen Eure Lieblingsmenschen direkt neben Euren bevorzugten Apps und werden damit Teil der täglichen Nutzung des Macs.

Der Entwickler beantwortet die Frage nach dem „Warum?“ dieser Funktion sehr direkt: Software solle genauso freudig und spielerisch sein wie nützlich. Für ihn gehören Spaß und Nutzen untrennbar zusammen.

Iris gibt es sowohl direkt über die Website der App als auch im Mac App Store. Die beschriebenen Extras wie alternative App-Symbole und Gesichter im Dock sind jedoch nur in der direkt vertriebenen Version enthalten.

Via: https://tyler.io

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Michael Reimann

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