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MacBooks mit Nvidia RTX GPU nutzen: TinyCorp macht’s möglich

Bisher galt es als undenkbar: Apple MacBooks mit Nvidia RTX Grafikkarten. TinyCorp zeigt nun, wie MacBooks mit externer Nvidia-GPU funktionieren – und das mit einer unkomplizierten Methode.

Seitdem Apple mit den M‑Prozessoren auf ARM umstieg, verzichtete das Unternehmen auf offizielle Nvidia- und AMD-Treiber. Die integrierten Grafikeinheiten in den M‑Chips machten externe GPUs für macOS zunächst überflüssig. Entwickler:innen und Technikbegeisterte versuchten dennoch, eigene Treiber zu entwickeln, scheiterten aber meist an Zuverlässigkeit und Funktion. TinyCorp ist nun der erste Anbieter, der eine funktionale Lösung präsentiert. Das Start-up gelang es bereits, externe AMD-GPUs via USB3 unter Apple Silicon zum Laufen zu bringen. Nun betreiben sie erstmals Nvidia-Grafikkarten an MacBooks mit M‑Chips über USB4- und Thunderbolt 4-Anschlüsse.

USB4 und Thunderbolt 4 als Schlüssel

Der genaue technische Ablauf bleibt aktuell ungenau, aber TinyCorp setzt vermutlich auf die bessere PCIe-Unterstützung und den höheren Datendurchsatz von USB4 und Thunderbolt 4. Diese Standards ermöglichen den Anschluss schneller Peripheriegeräte wie externe GPU-Docks und bieten damit deutliche Vorteile gegenüber älteren USB3-Lösungen. In einem Beitrag auf X (ehemals Twitter) zeigte TinyCorp ein MacBook Pro M3 Max, das mithilfe der Open-Source-Software Tinygrad und einer externen Nvidia-GPU über ein USB4-Dock rechenintensive Aufgaben erledigte. Es gibt aber Einschränkungen: Die eigens entwickelten Treiber sind für Künstliche-Intelligenz-Aufgaben gedacht und unterstützen kein Gaming oder Grafikbeschleunigung für macOS-Oberflächen. Das bedeutet, ihr könnt den Monitor nicht direkt über die externe Grafikkarte ansteuern oder die Grafikleistung für Systemanwendungen nutzen. TinyCorp fokussiert gezielt auf AI-Berechnungen, was Entwickler:innen zugutekommt, die auf lokale Hardware angewiesen sind.

KI-Projekte profitieren von neuer Flexibilität

Die Lösung von TinyCorp eröffnet neue Möglichkeiten für Benutzer:innen, die mit Large Language Models (LLMs) oder KI-Tools arbeiten, welche eine starke GPU benötigen. Durch die Kopplung von Nvidia-RTX-Grafikkarten der 30er, 40er oder 50er Serie an MacBooks, lassen sich größere Datensätze lokal verarbeiten oder Modelle lokal trainieren, statt komplett auf Cloudlösungen oder Rechenzentren angewiesen zu sein. Dies gibt Entwickler:innen mehr Flexibilität und Kontrolle. Dennoch bleibt die Nutzergruppe aktuell klein und vor allem im Bereich KI-Forschung und -Experimenten angesiedelt. Ob sich diese Hardware-Kombination langfristig und massentauglich einsetzen lässt, ist offen – insbesondere, weil sie auf Custom-Treibern und externen Docks basiert. Die meisten MacBook-Benutzer:innen werden dadurch keine Vorteile ausserhalb von KI-Projekten haben. Trotzdem zeigt TinyCorp, was technisch auf Apple Hardware inzwischen möglich ist.

Via: Techradar

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Gast-Autor

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