Apple hat das MacBook Air für 2026 behutsam überarbeitet und den M5-Chip eingeführt. Gleichzeitig rücken MacBook Pro und das neue, günstigere MacBook Neo das Air in eine neue Position im Line-up.
Am grundlegenden Konzept des MacBook Air hat Apple nichts verändert. Das aktuelle Modell setzt auf den M5-Chip, bietet nun WLAN 7 und startet mit einer schnelleren 512‑GB‑SSD statt zuvor 256 GB. Diese SSD erreicht laut Tests mehr als doppelt so hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten wie beim M4‑Air und liegt damit auf Augenhöhe mit dem M5‑MacBook‑Pro. Das macht Dateiübertragungen spürbar flotter und hilft, wenn das System bei hoher Auslastung intensiv Auslagerungsspeicher nutzt.
Im Alltag bleibt das Air dem bekannten Profil treu: Das Display ist hell, farbkräftig und ausreichend präzise für einige farbkritische Aufgaben. Die Tastatur gilt als solide, das Trackpad als sehr präzise und angenehm groß. Die 12‑Megapixel‑Kamera mit „Center Stage“ bietet eine der besten eingebauten Webcams in aktuellen Laptops, inklusive automatischer Bildausschnitt-Anpassung und optionaler Schreibtischansicht. Die Lautsprecher – vor allem beim 15‑Zoll‑Modell mit Sechs‑Lautsprecher‑System – liefern für ein so dünnes Gerät überraschend kräftigen und ausgewogenen Klang.
Leistungstechnisch ordnet sich der M5 im Air knapp unter dem MacBook Pro mit M5 ein, was in erster Linie an der aktiven Kühlung des Pro liegt. Gegenüber dem M4‑Air bietet der M5 bessere GPU‑Performance und Zuwächse in Multicore‑Tests. In Benchmarks wie Geekbench 6 zeigte sich ein Plus bei Single- und Multicore-Leistung sowie besonders deutliche Gewinne bei der Grafik. In praxisnahen Belastungstests mit gleichzeitiger RAW‑Bildbearbeitung, 4K‑Videorendering, Spiele-Download und vielen offenen Browser-Tabs geriet das Air zwar an seine Grenzen, blieb aber stabil. Für solche Dauerlast-Szenarien empfiehlt sich dennoch eher ein MacBook Pro.
Das Gehäuse des MacBook Air M5 entspricht der seit 2022 bekannten Form ohne Keilprofil. Mit 13,6 oder 15,3 Zoll bleibt es ein dünnes, relativ leichtes und robustes Notebook aus Aluminium. Das Gewicht ist nicht das niedrigste am Markt, liegt aber in einem Bereich, den viele Nutzer:innen angesichts der Stabilität akzeptieren. Die Eingabegeräte gelten weiterhin als sehr komfortabel, sodass externe Tastaturen oder Mäuse für viele nicht zwingend nötig sind.
Das Display arbeitet weiterhin mit 60 Hz Bildwiederholrate. Während konkurrierende Windows‑Notebooks teils schnellere Panels einsetzen, wird dies für die Zielgruppe des Air nicht als entscheidendes Manko bewertet. Kleinere Kritikpunkte sind die fehlende USB‑C‑Buchse auf der rechten Seite und der Display‑Ausschnitt, der manchen Nutzer:innen optisch stört. Die Akkulaufzeit bleibt eine Stärke: In typischen Büro‑ und Schul-Szenarien mit Web, Messaging und etwas Streaming hält das Air deutlich länger als einen Arbeitstag durch. Apple nennt bis zu 18 Stunden, in Tests waren rund 13 bis 14 Stunden bei gemischter Nutzung erreichbar.
Beim Vergleich mit dem MacBook Pro zeigen sich klare Unterschiede: Das Air nutzt ausschließlich den M5, während das Pro je nach Modell mit M5, M5 Pro oder M5 Max ausgestattet werden kann. Das Pro setzt auf aktive Kühlung und eignet sich besser für langanhaltende, rechenintensive Aufgaben wie 3D‑Rendering oder umfangreiche Videoprojekte. Zudem bietet es ein Liquid‑Retina‑XDR‑Display mit bis zu 1.600 Nits HDR‑Helligkeit und ProMotion‑Technik, während das Air auf ein 500‑Nits‑Display mit 60 Hz setzt.
Auch bei der Anschlussvielfalt liegt das MacBook Pro vorn: Neben zusätzlichen Thunderbolt‑Ports gibt es HDMI und einen SDXC‑Kartenslot, während das Air mit zwei Thunderbolt‑Anschlüssen auskommen muss. Die Akkulaufzeit des Pro kann je nach Konfiguration bis zu 24 Stunden erreichen und liegt damit über dem Air. Preislich startet das MacBook Air M5 bei 1.199 Euro, das MacBook Pro beginnt bei 1.899 Euro. Gleichzeitig positioniert Apple das neue MacBook Neo unterhalb des Air: Es kostet etwa 560 Euro weniger als das 13‑Zoll‑Air und nutzt einen A18‑Pro‑Chip. Das Neo macht das Air nicht überflüssig, verändert aber seine Rolle: Das Air wird zur klaren Aufstufung gegenüber dem Neo, bleibt aber unterhalb der deutlich leistungsstärkeren Pro‑Modelle.
Wer bereits ein MacBook Air mit M4 besitzt, findet in den aktuellen Tests wenig Gründe für ein Upgrade. Nutzer:innen mit älteren Chips wie M1 oder M2 sowie allen, die bislang kein Apple‑Silicon‑Notebook verwenden, bietet das MacBook Air M5 dagegen ein ausgereiftes Paket aus Mobilität, Leistung und Laufzeit – sofern kein Bedarf für die zusätzlichen Pro‑Funktionen besteht.
Via: www.iClarified.com · www.theverge.com · www.engadget.com
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