Mit der Lupe bringt Apple eine bekannte iPhone-Funktion auf den Mac. So vergrößert Ihr entfernte Texte oder Dokumente mit Eurem MacBook.
Die Lupe ist eine Bedienungshilfe, die ursprünglich fürs iPhone entwickelt wurde. Sie nutzt die Kamera, um Objekte in der Umgebung zu vergrößern und zu erkennen. Seit dem Global Accessibility Awareness Day im Mai dieses Jahres steht die Lupe auch auf dem Mac zur Verfügung und lässt sich damit in noch mehr Situationen einsetzen, etwa im Unterricht oder im Büro, wenn Ihr ohnehin schon ein MacBook geöffnet habt.
Voraussetzung ist macOS 26 Tahoe. Die Lupe funktioniert mit der integrierten Webcam, mit angeschlossenen Kameras von Drittanbietern oder mit einem verbundenen iPhone über Apples Kontinuitätsfunktion. Wenn Euer MacBook das aktuelle macOS-Update unterstützt, eignet sich die Lupe unter anderem, um eine entfernte Tafel in einem großen Hörsaal heranzuzoomen oder Dokumente auf dem Schreibtisch genauer zu betrachten.
Ihr könnt mit der App entweder ein einzelnes Bild aufnehmen, das Ihr später noch einmal ansehen möchtet, oder Text in einem laufenden Videostream analysieren lassen. Die folgenden Schritte zeigen, wie Ihr die Lupe auf dem Mac einrichtet und verwendet.
Die stärkste Funktion der Lupe nutzt die Lernfunktionen des MacBooks, um Text im Kamerabild zu erkennen, anzuzeigen und zu formatieren. Das funktioniert mit allem, was die Kamera im Raum vor Euch erfasst, und mit Inhalten, die über die Schreibtisch-Ansicht von macOS aufgenommen werden.
Um zum Beispiel Dokumente auf Eurem Schreibtisch zu betrachten, geht Ihr so vor:
Apple bietet hier Optionen, um Farbe, Schriftart und Hintergrund des erkannten Textes anzupassen, zusammen mit weiteren Einstellmöglichkeiten. Möchtet Ihr weit entfernten Text erfassen, richtet Ihr eine Webcam oder iPhone-Kamera von Euch weg aus und wechselt über den Kamerabereich in der Menüleiste der Lupe auf diese Ansicht.
Erkannten Text könnt Ihr Euch auch vorlesen lassen. Klickt dazu im Lesemodus der Lupe oben rechts auf die Wiedergabetaste. Mit der Pausentaste stoppt Ihr die Sprachausgabe, mit den Tasten zum Vor- und Zurückspringen springt Ihr zeilenweise durch den Text. Über die Taste „1x“ öffnet Ihr eine Auswahlliste, in der Ihr die Wiedergabegeschwindigkeit anpassen könnt.
Standardmäßig verwendet die Lupe die integrierte Webcam des MacBook. Ihr seht also Euch selbst und den Hintergrund, solange Ihr keine andere Kamera auswählt. Das eignet sich weniger für weit entfernten Text, ist aber praktisch, wenn Ihr etwa Make-up auftragt, Kontaktlinsen einsetzt oder eine besonders detailreiche Ansicht Eures Gesichts benötigt.
In Tests funktionierte die Lupe am besten mit der eingebauten MacBook-Kamera oder einem iPhone. Bei einer Logitech-Webcam von Drittanbietern lief das Live-Bild spürbar verzögert. Eure Erfahrungen können abweichen, aber wenn Ihr Probleme mit einer externen Kamera habt, lohnt es sich, die integrierte Webcam auszuprobieren. Den Kamerasprung und den Zoom steuert Ihr direkt in der Lupen-App:
Öffnet die Lupe.
Wählt in der oberen Menüleiste „Kamera“ und klickt in der Auswahlliste auf die gewünschte Kamera.
Verwendet den Schieberegler oben in der Mitte des Lupenfensters, um in Euer Kamerabild hineinzuzoomen.
Die vergrößerte Live-Ansicht seht Ihr im Hauptfenster der Lupe. Klickt Ihr unten links in der App auf die Kamerataste, könnt Ihr ein Foto aufnehmen, das Ihr später erneut ansehen könnt. Aufgenommene Fotos erscheinen in der linken Seitenleiste der Lupe. Durch Anklicken öffnet Ihr sie, könnt weiter hineinzoomen und ihr Erscheinungsbild verändern. Über den Bildbereich in der Menüleiste stehen Euch dafür Einstellungen wie Helligkeit, Kontrast und weitere Optionen zur Verfügung.
Via: https://www.engadget.com
Titelbild: Apfeltalk (Fake Telefonnummern!)
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