Apple nimmt aktuell Konfigurationen aus dem Programm. Grund sind Engpässe bei Chips und Speicher, die Preise steigen lassen und Lieferketten belasten.
Der Mac mini in der kleinsten Ausführung mit 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB SSD ist ersatzlos gestrichen. Stattdessen erhaltet ihr nur noch die nächsthöhere Stufe. Der frühere Einstieg bei 699 Euro liegt jetzt faktisch bei 949 Euro. Auch andere Händler können die Lücke nicht füllen. Beim Mac Studio ist das große Modell mit M3 Ultra und 512 GB Arbeitsspeicher bereits seit Längerem nicht mehr verfügbar. Der M3 Ultra wird derzeit nur noch mit 96 GB angeboten. Die Lage ist dynamisch und kann sich kurzfristig ändern.
Der Mac mini war als günstiger Weg ins Apple-Ökosystem beliebt. Viele von euch nutzten ihn zudem für lokale KI-Modelle und Setups wie Open Claw. Die hohe Nachfrage nach genau dieser kleinsten Variante hat mit dazu geführt, dass sie vollständig ausverkauft war und nun verschwindet. Beim großen Mac Studio schlägt die Speicherknappheit besonders durch, weil Konfigurationen mit viel RAM und großer SSD die knappen Ressourcen binden.
Rechenzentren für generative KI – etwa von OpenAI, Anthropic, Google Gemini und Apple mit Private Cloud Compute – saugen enorme Mengen an Speicher auf. Hersteller wie SK hynix und Samsung liefern bevorzugt an diese Kundschaft, weil dort höhere Margen locken und spezialisierte Module gefragt sind. Für Privatkund:innen bleibt weniger übrig, die Preise steigen. DDR5-Arbeitsspeicher hat zuletzt deutlich angezogen. Externe SSDs, NVMe-Module und 2,5‑Zoll-SSDs sind ebenfalls spürbar teurer. Eine NVMe mit 1 TB kostete vor Kurzem oft 80 bis 150 Euro, jetzt teils 300 bis 400 Euro – abhängig von Hersteller und Geschwindigkeit. Apple reagiert offenbar, ohne Bestätigung, indem sehr teure und sehr günstige Mac-Varianten gestrichen werden, um die verbleibenden Chips auf breitere Serien zu verteilen.
Beim MacBook Neo war Apple zwischenzeitlich ausverkauft, große Händler lieferten teils noch kleinere Modelle. Berichten zufolge hat Apple 10 Millionen Stück nachgeordert. Darin steckt der A18‑Chip aus dem iPhone-Umfeld, der in hohen Stückzahlen verfügbar ist, was die Preise stabil hält. Für einen möglichen Nachfolger mit A19 Pro könnte die Chip- und RAM-Krise jedoch bereits durchschlagen – mit entsprechend höheren Preisen.
Die WWDC startet am 8. Juni in Cupertino. Rechnet dort nicht mit neuer Mac-Hardware. Es dürfte eine reine Software-Veranstaltung werden. Gerüchte zu einem MacBook mit OLED‑Display und M6 für den Herbst stehen unter dem Vorbehalt der aktuellen Preislage. Apple könnte liefern, aber zu höheren Preisen – oder später. Gleichzeitig besteht Druck, neue Produkte zu bringen.
Unsere Empfehlung: Wenn euer Mac jetzt ausfällt oder nicht mehr ausreicht, kauft, was verfügbar ist. Wenn ihr warten könnt und nur „nice to have“ plant, wartet. Wie lange die Knappheit anhält, ist offen. Sie könnte bis Jahresende abklingen – oder länger dauern, manche sprechen vom „Ramageddon“.
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