Apple Japan startet eine neue Werbekampagne für den App Store und holt sich dafür bekannte Künstler:innen und Animator:innen ins Boot. Das Logo des App Store steht dabei im Zentrum kreativer Kurzfilme.
In Japan hat Apple eine Reihe von TV‑ und Social‑Media-Videos veröffentlicht, in denen lokale Kreative das App‑Store‑Logo neu interpretieren. Insgesamt gibt es 16 Kunstwerke von 13 Künstler:innen, die zu drei Videos zusammengeschnitten wurden.
Die Kampagne soll kreative Apps im App Store hervorheben und greift erstmals sichtbar in das sonst streng geschützte Apple‑Icon-Set ein. Zuvor hatte Apple bereits mit der Figur „Kleiner Finder-Typ“ auf Instagram und einer eigens gestalteten Mac-Geburtstagstorte experimentiert.
Auf die neue App‑Store‑Aktion wurde zunächst vom Fachmagazin „Creative Blog“ aufmerksam gemacht. Apple setzt dabei auf bekannte japanische Kreative wie Chika Umino, Chalkboy, Hikaru Ichijo, POOL und Haruko Hayakawa, die jeweils eigene stilistische Interpretationen des Logos beisteuern.
Alle drei Clips folgen demselben Rahmen: Am Anfang und am Ende ist jeweils zu sehen, wie ein:e Nutzer:in das App‑Store‑Symbol antippt und so in eine animierte Welt eintaucht. Dazwischen wechseln sich die unterschiedlichen Kunstwerke in schneller Folge ab.
Auch akustisch bleibt die Kampagne einheitlich. Alle Versionen sind mit demselben Song unterlegt, einem Track mit dem Titel „Fashion“ der K‑Pop‑Band IVE. Das Lied erscheint als Vorabveröffentlichung und gehört zu einer kommenden EP, die am 27. Mai 2026 bei Apple Musik starten soll.
Apple nennt weder die in den Spots gezeigten Apps noch die Werkzeuge, mit denen die Kunstwerke entstanden sind. Wer genau hinschaut, kann jedoch Hinweise entdecken. Aufmerksame Spieler:innen erkennen etwa Figuren aus Battle Cats oder aus Pokémon Sleep.
In Japan werden sich Nutzer:innen den neuen App‑Store‑Clips kaum entziehen können. Die Videos laufen auf YouTube, auf allen relevanten sozialen Netzwerken und im japanischen Fernsehen. Zusätzlich sollen sie auf Großbildschirmen in mindestens den größeren Städten des Landes zu sehen sein.
Im Rückblick wirken frühere Kampagnen wie die „Ich bin ein Mac“-Spots daneben fast nostalgisch. Dieses Werbekonzept wird auch 20 Jahre später noch aufgegriffen oder zitiert, und Ähnliches ist nun auch für Apples japanische App‑Store‑Kampagne vorstellbar.
Der Artikel schließt mit einem augenzwinkernden Vergleich zur Konkurrenz: Wer versuchen wolle, den Microsoft Store ähnlich lebendig wirken zu lassen, habe eine schwere Aufgabe vor sich. Als fiktive Figur wird ein „Kleiner Bluescreen‑Typ“ ins Spiel gebracht.
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