Die US-Regierung denkt offenbar über eine Teilbeteiligung am US-Chiphersteller Intel nach. Neue Berichte deuten darauf hin, dass Gespräche zwischen Präsident Trump und Intel-CEO Lip-Bu Tan im Gange sind.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass US-Präsident Donald Trump und der neue Intel-CEO Lip-Bu Tan über ein mögliches Investment der amerikanischen Regierung verhandeln. Hintergrund sind Trumps öffentliche Forderungen nach einem Rücktritt von Tan aufgrund angeblicher China-Verbindungen. Trotz dieser Spannungen haben beide Seiten laut Berichten nun Gespräche aufgenommen. Diskutiert werden Investitionen in Form von Beteiligungen, garantierten Abnahmen, Krediten und unterstützenden Finanzierungen. Ein ähnliches Vorgehen gab es bereits beim Pentagon, das zuletzt einen Anteil am Rohstoffunternehmen MP Materials erworben hatte.
Die Intel-Aktie kletterte nach Bekanntwerden der Informationen um sieben Prozent. Das könnte ein Signal für die Hoffnung der Märkte auf eine Stärkung von Intels Position in der US-Halbleiterbranche sein. Im Fokus steht vor allem der Ausbau der Fertigung in Ohio, wo Intel derzeit rund 28 Milliarden US-Dollar in den neuen Campus ‚Ohio One‘ investiert. Diese wichtige Baustelle könnte besonders von einer staatlichen Beteiligung profitieren. Ein endgültiges Ergebnis gibt es aber bislang nicht, eine Vereinbarung wurde noch nicht getroffen.
Intel hatte in den vergangenen Quartalen mit sinkenden Umsätzen und schwierigen Marktbedingungen zu kämpfen. Dennoch konnte Lip-Bu Tan als neuer CEO das Unternehmen zuletzt stabilisieren und das Umsatzniveau im letzten Quartal zumindest halten. Tan betonte, Intel fokussiere sich aktuell klar darauf, das Kerngeschäft sowie die KI-Roadmap zu stärken. Ziel sei es außerdem, die Foundry-Sparte finanziell disziplinierter aufzustellen und wettbewerbsfähiger zu machen.
Die US-Regierung sieht in der Unterstützung von Intel eine Chance, die heimische Chipproduktion zu sichern und technologische Abhängigkeiten zu verringern. Dennoch bleibt die offizielle Bestätigung aus: Das Weiße Haus nannte die laufenden Gespräche bislang „spekulativ“ und verwies darauf, dass keine Entscheidung bekanntgegeben wurde. Intel setzt auch auf Partnerschaften mit Unternehmen wie Amazon AWS, mit denen die Fertigung in Ohio weiter wachsen soll. Im Herbst 2024 kündigte AWS an, fast acht Milliarden US-Dollar in den Ausbau der eigenen Rechenzentren in Central Ohio zu investieren.
Nach aktuellen Planungen möchte Intel die Produktion in Ohio schrittweise starten. Der Start der ersten der beiden neuen Fabriken („Fabs“) ist nicht vor 2030 zu erwarten. Der Bau des zweiten Werks soll rund ein Jahr später fertig werden. Intel plant mit diesen Investitionen eine langfristige Stärkung des Standorts und will so im Wettbewerb mit anderen Chipkonzernen wie Nvidia und AMD bestehen.
Trotz der Unsicherheiten um einen möglichen Einstieg der US-Regierung zeigen die jüngsten Entwicklungen, dass das Thema Halbleiterfertigung für die US-Industrie weiterhin höchste Bedeutung hat. Klar ist aber auch, dass ein möglicher Deal direkte Auswirkungen auf die Zukunft von Intel und große Teile des Chipmarkts haben könnte.
Via: https://www.techradar.com
Titelbild: KI
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Apple dürfte seine MacBook-Pro-Oberklasse künftig auf Modelle mit Touchscreen ausrichten. Das berichtet Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter „Power On“.…
Google hat Google Maps für die Displays des faltbaren iPhone Duo angepasst. Die App füllt nun sowohl den inneren als…
Das Basismodell des iPhone 18 könnte teurer werden als sein Vorgänger. Einem Bericht zufolge soll Apple dafür unter anderem einen…
Die Beta von iOS 27.3 bringt die Bedienungshilfe „Einhandmodus“ auf das iPhone Duo. Damit rückt der Bildschirmbereich auf der gegenüberliegenden…
Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…
Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen