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Klappbare Smartphones: Für wen sich Foldables wirklich lohnen

Klappbare Smartphones gelten als nächste große Geräteklasse – doch der Markt entwickelt sich anders als viele erwartet hatten. Neue Zahlen zeigen eine klare Trennlinie zwischen teuren High-End-Foldables und günstigeren Modellen.

Foldable-Markt: Zwei Preisklassen, ein klarer Trend

Aktuelle Daten von Counterpoint Research, zitiert von Electronics Weekly, zeichnen ein deutliches Bild: Ein Drittel aller im vergangenen Jahr verkauften klappbaren Smartphones kostete mehr als 1.600 US‑Dollar (rund 1.480 Euro). In diesem Jahr soll dieser Anteil sogar auf 60 Prozent steigen. Gleichzeitig geht der Marktanteil günstigerer Geräte zurück. Nur noch 30 Prozent der Foldables werden voraussichtlich unter 1.200 US‑Dollar (rund 1.110 Euro) kosten, nach 50 Prozent im Vorjahr.

Damit entsteht eine Preis-Hierarchie: Ein wachsender Teil der Käufer:innen greift zu sehr teuren Premium-Modellen, während die Einstiegspreisklasse schrumpft. Für Euch heißt das: Wer ein Foldable möchte, landet immer häufiger automatisch in einem hochpreisigen Segment, das bislang eher klassischen Top-Flaggschiffen vorbehalten war.

Buchformat dominiert, Klapp-Handys verlieren an Bedeutung

Neben dem Preis trennt sich der Markt auch bei den Bauformen. Laut Electronics Weekly werden sogenannte Buch-Modelle, also Geräte, die sich wie ein kleines Tablet aufklappen lassen, rund 76 Prozent des Marktes ausmachen. Diese Bauform setzt sich damit klar gegen die sogenannten Klapp- oder Flip-Modelle durch, die eher an frühere Klapp-Handys erinnern.

Die Zahlen deuten darauf hin, dass sich Hersteller und Käufer:innen vor allem auf das größere, aufgeklappte Display konzentrieren. Diese Geräteklasse positioniert sich eher als Ersatz oder Ergänzung für ein kleines Tablet, weniger als reines Kompakt-Smartphone. Klapp-Formfaktoren verlieren dagegen an Boden, obwohl sie geschlossen besonders handlich sind. Für Euch als Nutzer:innen bedeutet das: Wer ein Foldable kauft, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Buchformat, während Flip-Varianten zur Nische werden.

Für wen sich Foldables lohnen – und was Apple daraus machen könnte

Die beobachtete Preis-Hierarchie legt nahe, dass Foldables zunehmend als Premium-Produkt verstanden werden. Wer heute zu einem klappbaren Gerät greift, entscheidet sich eher bewusst für ein teures Smartphone mit Spezialformfaktor. Für klassische Flagship-Käufer:innen ohne konkretes Interesse am großen, faltbaren Display bleibt ein herkömmliches Topmodell damit oft die naheliegendere Wahl.

Die Marktdaten sind auch für mögliche Apple-Foldables interessant. Sollte Apple in diesen Markt einsteigen, spricht die aktuelle Entwicklung dafür, dass ein solches Gerät eher im oberen Preisbereich angesiedelt wäre. Ein Apple-Foldable könnte sich damit vor allem an Nutzer:innen richten, die bereits bereit sind, hohe Summen für ein High-End-Smartphone auszugeben und besonderen Wert auf den erweiterten Bildschirm legen.

Für Euch stellt sich damit die Frage nach dem eigenen Nutzungsprofil: Wenn Ihr Euer Gerät vor allem für klassische Smartphone-Aufgaben nutzt und selten von einem größeren Display profitieren würdet, ist ein konventionelles Spitzenmodell vermutlich die rationalere Wahl. Wer hingegen häufig Inhalte auf einem größeren Bildschirm konsumiert oder produktiv arbeitet, gehört zu der Zielgruppe, für die die aktuelle Foldable-Generation – und ein mögliches Apple-Foldable – interessant werden könnte.

Via: www.electronicsweekly.com

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Michael Reimann

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