Apple verklagt Jon Prosser wegen Leaks rund um iOS 26. Prosser widerspricht Darstellungen, wonach er die Klage ignorieren würde – und sagt, er stehe in Kontakt mit Apple.
Jon Prosser, bekannt als Leaker, steht derzeit im Mittelpunkt einer Klage von Apple. Dabei geht es um das unerlaubte Veröffentlichen von Informationen zum noch unveröffentlichten Design von iOS 26. Medienberichten zufolge soll Prosser auf die von Apple eingereichte Klage überhaupt nicht reagiert haben. Prosser bestreitet dies entschieden. Laut ihm habe es regelmäßig Austausch zwischen ihm und Apple gegeben, von Beginn des Falls an. Dies erklärte Prosser gegenüber der Webseite The Verge. Er betont ausdrücklich: „Die Annahme, ich würde den Fall ignorieren, ist falsch. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Trotz dieser Aussagen sprechen die Gerichtsdokumente eine andere Sprache. Laut Apple und dem zuständigen Gericht soll Prosser wichtige Fristen versäumt haben. Am 17. Oktober stellte Apple einen Antrag auf ein Versäumnisurteil gegen Prosser, der auch bewilligt wurde.
Bereits im April tauchte auf Prossers YouTube-Kanal ein Video auf, in dem er mutmaßlich das neue Design von iOS 26 zeigte. Das Design, genannt Liquid Glass, wurde im Video zu sehen gegeben – und das etwa zwei Monate, bevor Apple die neue Oberfläche offiziell ankündigte. Apple fand im Nachgang heraus, dass Michael Ramacciotti, ein Bekannter von Prosser, ein iPhone mit einer Entwicklerversion von iOS 26 verwendet und Prosser den Zugang über FaceTime ermöglicht hatte. Ramacciotti gab diesen Vorgang später direkt gegenüber Apple zu. Apple sieht in Prosser die treibende Kraft hinter dem Leak. Prosser selbst erklärte dazu, dass er nichts von diesen Vorgängen gewusst habe. Im Juli reichte Apple daraufhin juristische Klagen gegen Prosser und Ramacciotti ein und forderte die Unterlassung weiterer Veröffentlichungen. Laut den vorliegenden Gerichtsunterlagen habe Prosser auf diese Klage jedoch nicht geantwortet, was zu dem erwähnten Versäumnisurteil führte.
Trotz der gegensätzlichen Darstellungen von Prosser und Apple, bleibt unklar, wie eng und in welcher Form tatsächlich kommuniziert wurde. Apple führt jedenfalls an, die von Prosser gesetzten Fristen seien rechtlich bindend und nicht eingehalten worden. Die gerichtlichen Schritte richten sich offiziell sowohl gegen Prosser als auch gegen Ramacciotti. Die Debatte um die Verantwortung von Journalist:innen beim Veröffentlichen von geleakten Informationen begleitet diesen Fall ebenso wie die Frage, wie Unternehmen wie Apple mit Leaks umgehen werden. Weitere Details dazu, wie der Fall rechtlich weitergeht, stehen derzeit noch aus. Fest steht jedoch: Beide Seiten bleiben ihrer Position treu.
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