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John Ternus rückt als möglicher neuer Apple-Chef in den Vordergrund

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Apple sortiert seine Führungsetage neu – und alles deutet darauf hin, dass John Ternus als erster Kandidat für die Nachfolge von Tim Cook aufgebaut wird. Neue Zuständigkeiten sollen zeigen, ob er für den Chefposten geeignet ist.

Erweiterte Rolle: Hardware und Design aus einer Hand

Nach Informationen von Bloomberg wird die Rolle von John Ternus, bislang Leiter der Hardware-Entwicklung bei Apple, deutlich ausgeweitet. Er soll künftig auch für Designaufgaben innerhalb seiner Einheit verantwortlich sein. Damit wächst sein Einfluss auf zentrale Produktentscheidungen spürbar.

Laut dem Bericht hat Ternus den Auftrag, sich um die Hardware-Gestaltung bereits Ende vergangenen Jahres übernommen. Damit verantwortet er nun sowohl die Hardware als auch den Designbereich in seinem Bereich. Das verschafft Apple die Möglichkeit zu testen, in welche Richtung Ternus das Unternehmen strategisch und gestalterisch führen würde – und wie Öffentlichkeit und Kund:innen darauf reagieren.

Der kontroverse „Flüssigglas“-Effekt bei Apples Benutzeroberfläche, der zuletzt viel Kritik ausgelöst hat, soll jedoch nicht auf seinem Konto stehen. Sollte es Ternus gelingen, diese Neuerung zu überarbeiten oder zu entschärfen, könnte ihm das intern und extern zusätzliche Sympathien einbringen.

Langjährige Apple-Karriere und pragmatischer Ansatz

Ternus gilt nicht erst seit Kurzem als wahrscheinlicher Cook-Nachfolger. Die New York Times hat ihn Anfang des Monats ausführlich porträtiert und dabei seine lange Zeit im Unternehmen beleuchtet. Er kam 2001 zu Apple und arbeitet seitdem an zentralen Hardware-Produkten mit.

Besonders hervorgehoben wurde eine Entscheidung im Kamera-Bereich: Ternus soll vorgeschlagen haben, einen kleinen, fotoverbessernden Laser nur in teureren iPhone-Modellen zu verbauen. Seine Begründung: Enthusiast:innen wären bereit, dafür zu zahlen, während der Durchschnittsnutzende den Unterschied kaum wahrnimmt. Dieses Beispiel wird als Hinweis auf seinen eher pragmatischen, marktorientierten Ansatz gewertet.

Ehemalige Kolleg:innen sehen in Ternus jemanden, der die Linie von Tim Cook eher fortsetzen würde, anstatt eine sehr visionsgetriebene Rolle wie einst Steve Jobs einzunehmen. Ein früherer Apple-Mitarbeitender formulierte es gegenüber der New York Times so: „Wenn du jedes Jahr ein iPhone auf den Markt bringen willst, ist Ternus dein Mann.“

Für alle, die Apples Designstrategie seit Jahren als stagnierend empfinden und die kreative Strahlkraft der Jobs-Ära vermissen, klingt das womöglich nicht besonders verheißungsvoll. Die Erwartungen an einen möglichen neuen CEO sind entsprechend unterschiedlich.

Kein Automatismus für den Chefposten

Bloomberg betont, dass die neue Rolle von Ternus zwar wie ein Sprungbrett an die Unternehmensspitze wirkt, aber keine Garantie für das CEO-Amt ist. Die Position als oberste Design-Instanz hat bei Apple eine eigene Geschichte.

Jony Ive prägte sie über Jahre, bevor er 2019 das Unternehmen verließ. Berichten zufolge war er frustriert darüber, dass Apple Innovationen weniger stark priorisierte und sich stärker auf wiederverwendbare, profitstarke Designs konzentrierte. Zuletzt hatte Jeff Williams die übergreifende Verantwortung inne, bevor er im vergangenen Jahr in den Ruhestand ging. Williams war fast im gleichen Alter wie Tim Cook und galt daher nicht als realistische Option für dessen Nachfolge.

Ob John Ternus am Ende tatsächlich Cooks Platz einnimmt, bleibt offen. Aktuell sieht aber vieles danach aus, dass er als erste Wahl getestet wird – mit voller Verantwortung für zentrale Hardware- und Designentscheidungen.

Via: https://gizmodo.com
Titelbild: Screenshot / Mac mini Event

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Tags: John Ternus, Nachfolge, Apple, Hardware, Tim Cook, Design, Bloomberg, CEO, New York Times

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