Apple frischt das iPad Air 2026 erneut auf und setzt dabei vor allem auf mehr Leistung und bessere Konnektivität. Design und Display bleiben weitgehend unverändert – mit Vor- und Nachteilen für Euch.
Der zentrale Unterschied der aktuellen iPad‑Air‑Generation steckt im Inneren: Statt des M3 kommt nun der M4 zum Einsatz, begleitet von 12 GB gemeinsamem Speicher, zuvor waren es 8 GB. In Benchmarks liegt das M4‑Modell CPU‑seitig je nach Test rund 20 bis 25 Prozent über dem Vorgänger, beim Grafikteil gibt es zwischen 15 und knapp 40 Prozent mehr Leistung. Gegenüber älteren iPads mit A14‑Chip fällt der Sprung deutlich größer aus, vor allem bei grafikintensiven Aufgaben und Spielen.
Auch bei der Konnektivität legt Apple nach. Ein neuer N1‑Chip bringt WLAN 7 und Bluetooth 6, dazu kommt beim Cellular‑Modell ein C1X‑Modem mit 5G‑Unterstützung, inklusive Sub‑6‑GHz und Gigabit‑LTE. Damit ist das iPad Air als mobiler Begleiter gut gerüstet, egal ob Ihr per 5G spielt, Videokonferenzen nutzt oder Daten in der Cloud haltet.
Das Gerät startet weiterhin bei 599 US‑Dollar (ca. 552 Euro) für das 11‑Zoll‑Modell mit 128 GB Speicher und WLAN, das 13‑Zoll‑Pendant beginnt bei 799 US‑Dollar (ca. 736 Euro). Beide Varianten lassen sich bis 1 TB Speicher konfigurieren. Im Alltag berichten Tester:innen von einem sehr flüssigen Arbeiten – vom Wechsel zwischen vielen Apps über Bild‑ und Videobearbeitung bis hin zu aktuellen Games wie Resident Evil 2 oder Control Ultimate Edition.
Beim Gehäuse setzt Apple auf Kontinuität. Das iPad Air bleibt 6,1 Millimeter dünn und wiegt beim 11‑Zoll‑Modell rund 460 Gramm, beim 13‑Zoll‑Modell etwa 617 Gramm. Es gibt weiterhin ein Aluminiumgehäuse in Blau, Violett, Polarstern und Space Grau. Der Fingerabdrucksensor Touch ID bleibt im Power‑Button, Face ID bleibt teuren Pro‑Modellen vorbehalten.
Auch das Display bleibt ein Liquid‑Retina‑Panel auf LCD‑Basis mit 60 Hertz. Im 11‑Zoll‑Modell löst es mit 2.360 × 1.640 Pixeln auf, im 13‑Zoll‑Gerät mit 2.732 × 2.048 Pixeln. Tester:innen loben Schärfe, Farbdarstellung und Helligkeit, kritisieren aber, dass Apple weder OLED noch die 120‑Hertz‑ProMotion‑Technik der iPad‑Pro‑Reihe übernimmt. Gerade im Vergleich zu anderen aktuellen Apple‑Geräten wirkt das Panel damit technisch etwas ausgereizt.
Größere Änderungen bringt iPadOS 26. Statt starrer Funktionen wie Split View und Stage Manager erlaubt das System frei skalierbare Fenster, die Ihr ähnlich wie unter macOS anordnen und an den Bildschirmrändern einrasten lassen könnt. Selbst auf 11 Zoll sind so mehrere Apps sinnvoll nebeneinander nutzbar, etwa Slack neben Tabellen oder Browser. Manche Apps lassen sich sehr klein ziehen, andere beanspruchen weiterhin einen Großteil des Bildschirms, was die Flexibilität etwas einschränkt.
Apple hält zwar den Einstiegspreis stabil, bleibt aber beim Zubehör und den Aufrüstoptionen kostspielig. Für 256 GB Speicher werden zusätzlich 130 Euro fällig, 5G‑Modelle kosten 170 Euro mehr. Die Apple Pencil Pro schlägt mit 149 Euro zu Buche.
Wer das iPad Air als Laptop‑Ersatz nutzen will, muss für das Magic Keyboard tief in die Tasche greifen: Rund 329Euro für das 11‑Zoll‑Keyboard und 349 Euro für die 13‑Zoll‑Variante kommen oben drauf. Ein 11‑Zoll‑iPad‑Air‑Paket mit 256 GB, 5G und Magic Keyboard nähert sich damit 1.200-Euro‑Marke, während das 13‑Zoll‑Modell mit ähnlicher Ausstattung noch teurer wird.
Im Vergleich dazu bietet das MacBook Neo für 699 Euro bereits Tastatur, Trackpad und doppelt so viel Speicherplatz. Dennoch zeigen die Tests, dass das iPad Air durch Touchscreen, Pencil‑Support und die flexible Form als Zweitgerät neben einem Mac besonders punktet. Es eignet sich als zusätzlicher Bildschirm, mobiles Kreativ‑Werkzeug und leistungsfähiges Tablet für viele Jahre, bleibt aber für einige Nutzer:innen als alleiniges Arbeitsgerät eingeschränkt – etwa durch Apps, die sich anders verhalten als ihre Mac‑Versionen.
Unterm Strich sehen die meisten Reviews das iPad Air mit M4 weiterhin als das ausgewogenste iPad für die meisten Anwender:innen, insbesondere als Upgrade von älteren Modellen vor 2024. Wer bereits ein M2‑ oder M3‑Air besitzt oder ein besseres Display braucht, sollte dagegen genauer abwägen.
Via: gizmodo.com · www.engadget.com · www.techradar.com · www.theverge.com
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