Apple arbeitet an einer neuen Safari-Funktion, die offene Tabs automatisch per KI nach Themen sortiert. Die Neuerung entsteht derzeit für iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27.
Die geplante Funktion soll Nutzer:innen helfen, große Mengen geöffneter Tabs strukturierter zu verwalten. Grundlage sind die Tab-Gruppen, die Apple vor einigen Jahren eingeführt hat, um Browsersitzungen manuell nach Arbeit, Reiseplanung, Recherche oder privaten Themen zu trennen.
Bislang mussten Nutzer:innen ihre Tabs jedoch weiterhin selbst sortieren. Laut Mark Gurman testet Apple nun ein System, das diese Aufgabe automatisch übernimmt und Tabs selbstständig in Gruppen einsortiert. In aktuellen internen Testversionen von iOS 27 erscheint beim Tippen auf die mittige Schaltfläche am oberen Bildschirmrand, mit der Ihr bisher zwischen Tab-Sammlungen wechselt, eine neue Option „Tabs organisieren“.
Aktiviert Ihr die automatische Gruppierung, sortiert Safari die geöffneten Seiten selbst in themenbasierte Sammlungen ein. Die Benutzeroberfläche weist darauf hin, dass Tabs nach dem Inhalt der jeweils angezeigten Webseiten gruppiert werden. So soll die Verwaltung vieler parallel geöffneter Seiten effizienter werden, ohne dass Ihr jede Seite manuell verschieben müsst.
Apple kennzeichnet die neue Funktion in den aktuellen Testversionen nicht ausdrücklich als Teil von „Apple Intelligence“. Dennoch deutet alles darauf hin, dass die automatische Tab-Organisation auf maschinellem Lernen basiert. Safari analysiert demnach die Inhalte der Seiten in Echtzeit, um Tabs passenden Kategorien zuzuordnen.
Andere Browser wie Google Chrome bieten seit einigen Jahren vergleichbare Werkzeuge zur Tab-Verwaltung. Die Erweiterung von Safari reiht sich in Apples breitere Strategie ein, KI-Funktionen in den kommenden Betriebssystemgenerationen stärker zu verankern. Ziel ist es offenbar, produktive Alltagsaufgaben innerhalb der Apple-Plattform weiter zu automatisieren.
Neben der Safari-Neuerung arbeitet Apple laut Bericht an weiteren Anpassungen für macOS 27. So soll die Liquid-Glass-Oberfläche überarbeitet werden, nachdem es im Zusammenhang mit dem sogenannten Tahoe-Redesign Kritik gegeben hatte. Apple plant demnach Feinschliff an der Darstellung, ohne dabei grundlegende Fakten zum bestehenden Design zu verändern.
Parallel entwickelt Apple eine deutlich konversationsorientiertere Variante von Siri. Diese soll sich natürlicher bedienen lassen und besser in komplexe Abläufe eingebunden werden können. Außerdem entsteht ein Erweiterungs-Framework, das iOS 27 für KI-Assistent:innen von Drittanbietern öffnet.
Über dieses Framework sollen Nutzer:innen bestimmte Anfragen direkt aus Systemfunktionen heraus an andere Dienste weiterleiten können, darunter etwa Google Gemini oder Claude von Anthropic. Auf diese Weise könnten sich unterschiedliche KI-Angebote stärker in den Apple-Kosmos integrieren lassen, ohne dass Ihr ständig zwischen Apps wechseln müsst.
Apple wird iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 voraussichtlich auf der WWDC26 vorstellen. Die Entwicklerkonferenz findet vom 8. bis 12. Juni statt und dürfte einen ersten Blick auf die neuen KI-Funktionen in den Betriebssystemen ermöglichen.
Via: https://www.iClarified.com
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