News

iOS 18.7.7 und macOS 15.7.5: Apple schließt zahlreiche Sicherheitslücken

Apple verteilt derzeit mehrere Wartungsupdates für ältere Geräte und schließt damit eine Reihe kritischer Sicherheitslücken. Im Fokus stehen iOS 18.7.7, iPadOS 18.7.7 und macOS 15.7.5.

Sicherheitsupdate für ältere iPhones und iPads

Mit iOS 18.7.7 und iPadOS 18.7.7 versorgt Apple Geräte, die das aktuelle iOS-26-Betriebssystem nicht unterstützen, weiterhin mit Sicherheitskorrekturen. Das Update steht für iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR sowie das iPad der siebten Generation bereit und trägt die Build-Nummer 22H333. Die Aktualisierung erscheint parallel zum breiten öffentlichen Rollout von iOS 26.4.

Ihr könnt iOS 18.7.7 und iPadOS 18.7.7 wie gewohnt über die Softwareaktualisierung in den Einstellungen laden. Wer lieber manuell installiert, findet passende Firmware-Dateien über die von der Quelle genannten Downloadseiten und einen Assistenten zur Auswahl der richtigen IPSW-Datei.

Apple empfiehlt das Update allen berechtigten Benutzer:innen, da über zwei Dutzend Schwachstellen in unterschiedlichen Systembereichen geschlossen werden. Betroffen sind unter anderem Kernel, WebKit, Netzwerkprotokolle und mehrere Systemdienste. Die Korrekturen reichen von Speicherverwaltungsfehlern über Rechteprobleme bis hin zu möglichen Angriffen über manipulierte Dateien und Netzwerkverkehr.

So behebt Apple etwa in 802.1X ein Authentifizierungsproblem, das Angreifenden mit privilegierter Netzwerkposition das Abfangen von Datenverkehr erlaubt hätte (CVE-2026-28865). In AppleKeyStore, Audio und Kernel wurden Use-after-free-Fehler mit verbesserter Speicherverwaltung beseitigt (unter anderem CVE-2026-20637, CVE-2026-28879, CVE-2026-20687). In der Zwischenablage sorgte eine bessere Prüfung von symbolischen Links dafür, dass Apps nicht mehr unberechtigt auf sensible Daten zugreifen können (CVE-2026-28866).

Weitere Korrekturen betreffen CoreMedia (Out-of-Bounds-Zugriff, CVE-2026-20690), CoreUtils (Nullzeiger-Dereferenzierung, CVE-2026-28886) und den Crash Reporter, der nun weniger sensible Daten erfasst, um das Auflisten installierter Apps zu verhindern (CVE-2026-28878). Auch Sicherheitslücken in Open-Source-Komponenten wie curl (CVE-2025-14524) und ImageIO (CVE-2025-64505) wurden geschlossen.

Zusätzlich stopft Apple Lücken in Diensten wie DeviceLink (Pfad-Parsing, CVE-2026-28876), Focus (Protokollierung, CVE-2026-20668), iCloud (Berechtigungen, CVE-2026-28880), iTunes Store (Umgehung der Aktivierungssperre, CVE-2025-43534) und Security, wo Keychain-Zugriffe lokaler Angreifer:innen unterbunden werden (CVE-2026-28864). Auch in UIFoundation (Stacküberlauf, CVE-2026-28852) und Vision (Verarbeitung bösartiger Dateien, CVE-2026-20657) wurden Fehler korrigiert.

Im Netzwerkbereich schließt mDNSResponder ein Leck sensibler Kernelzustände durch verbesserte Authentifizierung (CVE-2026-28867). Mehrere Kernel-Probleme rund um Protokollierung, Datenfreigabe und Speicherzugriffe werden ebenfalls adressiert (unter anderem CVE-2026-28868, CVE-2026-28867, CVE-2026-20687).

WebKit: Schutz vor Cross-Site-Scripting und Datenlecks

Ein Schwerpunkt der Updates liegt auf WebKit, der Browser-Engine von Safari. Apple behebt hier mehrere Logik- und Validierungsprobleme, die Inhalte und Daten beim Surfen gefährden konnten. Eine Schwachstelle bei der Durchsetzung von Content Security Policy wird durch bessere Zustandsverwaltung geschlossen (CVE-2026-20665). Ein Cross-Origin-Problem in der Navigation-API wird mit strengerer Eingabeprüfung behoben (CVE-2026-20643).

Außerdem verhindert Apple durch verbesserte Zustandsverwaltung, dass entfernte Angreifer:innen DNS-Anfragen sehen können, obwohl Privates Relais aktiviert ist (CVE-2025-43376). Weitere WebKit-Korrekturen stellen sicher, dass bösartige Websites keine Skript-Nachrichtenhandler anderer Ursprünge ansprechen können (CVE-2026-28861) und erschweren Cross-Site-Scripting-Angriffe durch zusätzliche Prüfungen (CVE-2026-28871).

macOS 15.7.5 schließt ähnliche Lücken

Parallel zu iOS 18.7.7 verteilt Apple auch macOS 15.7.5. Laut der Quelle stopft das Update unter anderem Kernel-Speicherlecks und behebt ebenfalls Sicherheitsprobleme in WebKit. Wie bei iPhone und iPad richtet sich die Aktualisierung an Nutzer:innen älterer Macs, die nicht auf die neueste Hauptversion von macOS wechseln können.

Wer ein kompatibles iPhone, iPad oder einen älteren Mac nutzt, sollte die jeweiligen Updates zeitnah einspielen, um die geschlossenen Schwachstellen nicht offen zu lassen.

Via: www.iClarified.com · appleinsider.com

Den Beitrag in unserem Forum kommentieren

Michael Reimann

Neueste Artikel

iPhone 18: Gerüchte nennen größeren Akku und höheren Preis

Das Basismodell des iPhone 18 könnte teurer werden als sein Vorgänger. Einem Bericht zufolge soll Apple dafür unter anderem einen…

4. November 2026

iPhone Duo: Einhandbedienung in iOS 27.3 aktivieren

Die Beta von iOS 27.3 bringt die Bedienungshilfe „Einhandmodus“ auf das iPhone Duo. Damit rückt der Bildschirmbereich auf der gegenüberliegenden…

4. November 2026

Russland verlangt von Apple und Microsoft Kommunikationsdaten

Apple und Microsoft müssen in Russland Kommunikationsdaten ihrer Nutzer:innen drei Jahre lang speichern. Russische Behörden können die Herausgabe von Nachrichten,…

4. November 2026

iPad mini im Test: OLED-Display überzeugt, doch 120 Hertz fehlen

Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…

4. November 2026

Wasser über dem Mac verschüttet? Das solltet Ihr jetzt tun

Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…

4. November 2026

iOS 27.3 bringt neue Siri-Funktionen und eine überarbeitete Health-App

Apple hat mit dem Test von iOS 27.3 begonnen. Das Update ergänzt neue Funktionen für Safari, Siri und die Health-App…

4. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen