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Hackerangriff auf Politiker:innen: Wildberger bestätigt Apple-Warnung

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bestätigt einen Bericht über mögliche Spyware-Angriffe auf mobile Geräte von Bundestagsabgeordneten und Regierungsmitgliedern. Wer betroffen ist und ob die Angriffe erfolgreich waren, bleibt bislang unklar.

Apple warnte vor möglicher Spyware

Im ARD-Format „Bericht aus Berlin“ bestätigte Wildberger Informationen des ARD-Hauptstadtstudios. Demnach hatte Apple gemeldet, dass bestimmte Geräte möglicherweise mit Spyware kompromittiert worden seien. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe schnell reagiert und alle Betroffenen schriftlich informiert, sagte der Minister.

Welche Politiker:innen eine Warnung erhalten haben könnten, ist öffentlich nicht bekannt. Das ARD-Hauptstadtstudio konnte nach eigenen Angaben ein Schreiben des BSI einsehen. Darin heißt es, iPhones hätten seit dem 29. Oktober eine Bedrohungsbenachrichtigung von Apple erhalten. Diese habe auf einen erkannten Angriff mit sogenannter Söldner-Spyware hingewiesen.

Die Warnung beziehe sich auf einen Angriff, der darauf abziele, das iPhone zu kompromittieren. Zu Anlass und Hintergründen der Benachrichtigungen lägen dem BSI derzeit keine näheren Informationen vor. Auch die Mitteilung selbst zeige nicht, ob ein Angriff erfolgreich gewesen sei.

BSI rät zu vorsichtiger Einschätzung

Das BSI empfahl den Empfänger:innen, vorsorglich davon auszugehen, dass ihr Gerät kompromittiert sein könnte. Apple bezeichnet seine Bedrohungsbenachrichtigungen laut dem Bericht als sehr zuverlässige Hinweise darauf, dass eine Person gezielt angegriffen wurde.

Apple legt grundsätzlich nicht offen, wodurch eine solche Benachrichtigung ausgelöst wurde. Das Unternehmen ordnet Angriffe außerdem keinen bestimmten Angreifer:innen zu. Wildberger nannte im „Bericht aus Berlin“ ebenfalls keine weiteren Einzelheiten. Er zeigte sich jedoch besorgt über die Berichte.

Was Spyware auf einem Gerät tun kann

Spyware bezeichnet Spähsoftware, die ohne Wissen und Zustimmung der Nutzer:innen Daten an Dritte übermittelt. Ein bekanntes Beispiel ist Pegasus der NSO Group. Solche Programme können sich laut dem Bericht selbstständig installieren, ohne dass Nutzer:innen etwas dafür tun.

Nach Angaben des BSI könnten Angreifer:innen dadurch auf Nachrichten zugreifen, auch auf Inhalte verschlüsselter Messenger. Ebenso könnten Anrufe, Kontakte, Kalender und Standortdaten betroffen sein. Unter Umständen ließen sich zudem Mikrofon und Kamera eines Geräts einschalten.

Welche Geräte konkret betroffen sind und wer hinter dem möglichen Angriff steckt, ist weiterhin offen. Auch gibt es bislang keine Angaben dazu, ob Daten abgeflossen sind oder welche Folgen die Warnungen für die Empfänger:innen haben.

Via: https://www.tagesschau.de Titelbild: ARD / Screenshot

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Michael Reimann

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