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Günstige SSDs vor dem Aus? Samsung soll Produktion von SATA-Modellen einstellen

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Wer noch eine günstige SSD plant, sollte sich wohl nicht mehr allzu viel Zeit lassen. Berichten zufolge könnte Samsung bald aus dem Markt für Budget-SSDs aussteigen.

Berichte: Samsung stoppt SATA-SSDs

Im SSD-Markt deutet sich die nächste unerfreuliche Entwicklung an, parallel zu bereits bekannten Problemen bei Arbeitsspeicher. In beiden Fällen geht es um knapper werdende Liefermengen und steigende Preise für PC-Komponenten. Auslöser der aktuellen Diskussion ist ein neues Video des YouTube-Kanals „Moore’s Law is Dead“ (MLID), auf das unter anderem TweakTown aufmerksam gemacht hat.

Einer der laut MLID vertrauenswürdigen Kontakte aus dem Vertrieb berichtet, Samsung stehe kurz davor, die Produktion von SATA-SSDs zu beenden. Eine entsprechende Ankündigung solle im Januar folgen. Bei diesen Laufwerken handelt es sich um günstigere Modelle mit dem älteren und langsameren SATA-Interface. Moderne NVMe-SSDs nutzen dagegen PCIe-Lanes, stecken meist direkt im M.2-Slot des Mainboards und bieten deutlich höhere Transferraten.

Eine weitere Quelle aus dem Einzelhandel stützt diese Darstellung und geht davon aus, dass SATA-SSDs bis zur Mitte des Jahres 2026 spürbar schwerer zu bekommen sein werden. Noch ist das nicht offiziell bestätigt, aber die Hinweise aus unterschiedlichen Bereichen der Lieferkette deuten in dieselbe Richtung.

Engpässe bei RAM bis mindestens 2028 erwartet

Parallel dazu meldet VideoCardz eine weitere schlechte Nachricht vom Speichermarkt. Der große Speicherhersteller SK Hynix rechnet demnach damit, dass das Angebot an Arbeitsspeicher für Endkund:innen bis 2028 knapp bleiben wird. Grundlage ist eine offenbar geleakte Präsentationsfolie von SK Hynix, die von BullsLab Jay auf X veröffentlicht wurde. Ähnliche Prognosen zu langfristig angespannten RAM-Liefermengen kursieren bereits seit einiger Zeit.

Beide Entwicklungen zusammengenommen weisen auf ein Umfeld hin, in dem sowohl SSDs als auch RAM tendenziell teurer werden könnten. Das betrifft nicht nur Einzelkomponenten für Selbstbau-PCs, sondern ebenso Komplettsysteme und Notebooks.

Folgen für Budget-SSDs und mögliche Preissprünge

Auch wenn Samsung seine SATA-Produktion nicht von heute auf morgen einstellen dürfte, müssen bestehende Verträge erfüllt und Lagerbestände abverkauft werden. Trotzdem sehen die Quellen von MLID SATA-SSDs insgesamt auf dem Rückzug. Viele von euch mögen SATA-Laufwerke als veraltete, langsame Technik abhaken, dennoch gibt es weiterhin Käufer:innen, die aus Kostengründen gezielt zu diesen Modellen greifen.

MLID schätzt den Anteil von SATA-SSDs auf rund 20 Prozent des Gesamtmarkts für Flash-Laufwerke und verweist darauf, dass einige der meistverkauften Modelle bei Amazon weiterhin SATA-Drives sind. Samsung soll ungefähr die Hälfte dieser Verkäufe ausmachen. Wenn diese Laufwerke schrittweise aus den Regalen verschwinden, könnte das Angebot an günstigen SSDs ab 2026 deutlich schrumpfen. Das würde indirekt auch Druck auf die Preise günstiger NVMe-Modelle ausüben.

Der Hintergrund für Samsungs mutmaßliche Neuaufstellung liegt in der höheren Profitabilität moderner Produkte. NVMe-SSDs lassen sich teurer verkaufen und einfacher herstellen, da sie meist nur als nackte Platine ohne Gehäuse gefertigt werden. Zudem will sich Samsung stärker auf HBM4-Speicher, GDDR7-Grafikspeicher und NVMe-SSDs konzentrieren, die im Zuge des aktuellen KI-Booms besonders gefragt und margenstark sind.

Für euch bedeutet das: Wer mit dem Kauf einer SSD liebäugelt, sollte eher früher als später zuschlagen, idealerweise im Rahmen von Rabattaktionen. MLID rechnet damit, dass die Preissituation frühestens Ende 2026, möglicherweise erst bis Mitte 2027, wieder etwas ruhiger wird. Bis dahin könnten insbesondere Budget-SSDs und RAM deutliche Preisaufschläge sehen, was sich auch auf Fertig-PCs und Laptops auswirkt.

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Via: https://www.techradar.com
Titelbild: Screenshot

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Tags: Samsung, SSD, Arbeitsspeicher, SATA, NVMe, Speicherpreise, SK Hynix, PC-Hardware

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