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GPT-5 ab sofort für alle ChatGPT-Nutzer:innen verfügbar

OpenAI stellt das neue KI-Modell GPT-5 allen Nutzer:innen von ChatGPT zur Verfügung. Das Update bringt zahlreiche Verbesserungen bei Geschwindigkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit.

Offizieller Start von GPT-5 für ChatGPT

OpenAI hat sein neues Flaggschiff-Modell GPT-5 veröffentlicht. Ab sofort steht es allen ChatGPT-Nutzer:innen sowie Entwickler:innen bereit. Laut CEO Sam Altman handelt es sich um einen deutlichen Fortschritt gegenüber den Vorgängern. Er vergleicht den Entwicklungsschritt mit der Einführung des ersten iPhones mit Retina-Display. GPT-5 gilt als intelligenter, schneller und zuverlässiger als frühere Modelle. Altman meint, die Verbesserungen seien so gravierend, dass er nicht darauf verzichten möchte.

Im Vergleich zu früheren Generationen beschreibt Altman GPT-3 als „Gespräch auf Schulniveau“, GPT-4 als „Studierenden-Niveau“ und GPT-5 erstmals als „Experten-Niveau auf PhD-Level“. Die Nutzer:innen von ChatGPT begegnen GPT-5 jetzt direkt, ohne zwischen mehreren Modellvarianten auszuwählen. Im Hintergrund arbeitet ein von OpenAI entwickeltes Routing-System. Dieses leitet komplexe Anfragen automatisch an eine erweiterte Reasoning-Version weiter oder aktiviert diese, wenn ihr explizit die Anweisung gebt, „gründlich nachzudenken“.

Neue Personalisierungsoptionen und Versionen für Entwickler:innen

GPT-5 ist für alle ChatGPT-Nutzer:innen sofort freigeschaltet, mit einer Begrenzung der Anfrageanzahl für die kostenlose Nutzung. Nach Erreichen des Limits wird auf eine abgespeckte, „Mini“-Version umgestellt. Für Entwickler:innen über die OpenAI-API erscheint GPT-5 in drei Varianten: GPT-5, GPT-5 Mini und GPT-5 Nano – jeweils mit unterschiedlichen Preisen.

Die Anwendung erhält vier neue Persönlichkeitseinstellungen: „Zyniker:in“, „Roboter“, „Zuhörer:in“ und „Nerd“. Ihr könnt außerdem jetzt die Farbgestaltung einzelner Chat-Threads ändern. Altman prognostiziert, dass GPT-5 besonders im Bereich Programmieren einen Wandel einleiten wird. In firmeninternen Tests erreichte GPT-5 Bestnoten auf den Benchmarks SWE-Bench, SWE-Lancer und Aider Polyglot.

In einer Präsentation demonstrierte Yann Dubois von OpenAI, wie GPT-5 innerhalb weniger Sekunden eine komplette Webseite samt Lernspiel in Französisch programmierte. Der generierte Code funktionierte auf Anhieb. Das unterstreicht das große Potenzial des neuen Modells im Bereich Softwareentwicklung.

Fokus auf Sicherheit und Leistung

Laut Sicherheitsforschung von OpenAI wurde GPT-5 mehr als 5.000 Stunden auf Risikofaktoren getestet. Ein wichtiger Schwerpunkt lag darauf, „Halluzinationen“ und falsche Antworten weiter zu verringern. GPT-5 antwortet nach Unternehmensangaben zuverlässiger und gibt eher zu, eine Aufgabe nicht lösen zu können. Vor allem bei Aufgaben mit mehreren Schritten arbeitet das Modell präziser. Dennoch bleibt das Risiko, dass KI-Modelle auf bestimmte Anfragen inadäquate oder zu riskante Antworten liefern.

Neu sind sogenannte „Safe Completions“. Bei sensiblen oder potenziell missbrauchsanfälligen Fragen gibt GPT-5 hilfreiche, aber auf sicherheitsrelevante Informationen begrenzte Antworten. Dieses System soll die Nutzer:innen schützen, ohne nützliche wissenschaftliche Informationen vorzuenthalten. OpenAI betont, dass GPT-5 eine größere Ehrlichkeit über eigene Grenzen zeigt. Das Unternehmen gibt allerdings keine Details über die Trainingsdaten preis.

CEO Altman sieht GPT-5 als wichtigen Schritt in Richtung AGI (Artificial General Intelligence), betont aber, dass es sich noch nicht um ein vollständig lernfähiges System handelt. GPT-5 lernt nicht kontinuierlich aus neuen Daten, solange es eingesetzt wird. Für OpenAI bedeutet dies einen Fortschritt auf dem Weg zu allgemein intelligenter KI, aber bis zur vollständigen AGI fehlen noch entscheidende Fähigkeiten.

Via: https://www.theverge.com
Titelbild: Screenshot

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Michael Reimann

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