Apple will offenbar mehrere iPads und Macs in den kommenden drei Jahren auf OLED‑Displays umstellen. Das geht aus einem neuen Bericht von DigiTimes hervor.
Diese fünf Apple‑Geräte stehen auf der OLED‑Liste
In dem Bericht beruft sich das taiwanische Magazin auf Informationen aus Industriekreisen. Demnach sollen fünf konkrete Apple‑Geräte zwischen 2026 und 2029 ein OLED‑Display erhalten.
Geplant ist demnach zunächst ein iPad mini mit OLED‑Bildschirm im Jahr 2026. Kurz darauf soll ein MacBook Pro folgen, dessen Umstieg auf OLED für Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet wird. Für das iPad Air ist laut Bericht das Jahr 2027 als Termin für den Wechsel auf OLED vorgesehen. Anschließend sollen iMac und MacBook Air an die Reihe kommen, voraussichtlich 2028 oder 2029.
OLED‑Displays bieten gegenüber LCD‑Bildschirmen eine insgesamt bessere Bildqualität. Sie ermöglichen sattere Farben und ein höheres Kontrastverhältnis mit echten Schwarztönen, da einzelne Pixel komplett deaktiviert werden können. Aus diesem Grund setzt Apple in einigen Produktreihen bereits auf diese Technologie.
OLED bei iPhone, Apple Watch und iPad Pro schon Standard
Aktuell sind alle iPhone‑Modelle, alle Apple‑Watch‑Modelle und auch das iPad Pro bereits mit OLED‑Displays ausgestattet. Bei den Pro‑Tablets nutzt Apple sogenannte „Tandem‑OLED“‑Technik. Dabei kommen zwei übereinanderliegende OLED‑Paneele zum Einsatz, um die maximale Helligkeit zu steigern.
Zusätzlich verfügen die iPad‑Pro‑Displays über ProMotion und unterstützen Bildwiederholraten von bis zu 120 Hertz. Dadurch wirken Animationen und Scrollbewegungen besonders flüssig. Beim geplanten iPad Air mit OLED soll Apple laut DigiTimes hingegen einen anderen Weg gehen, um es deutlich vom iPad Pro abzugrenzen.
Dem Bericht zufolge wird das iPad Air ein einfach aufgebautes OLED‑Panel („Single‑Stack“) mit LTPS‑Backplane verwenden. Diese Kombination soll für eine niedrigere maximale Helligkeit sorgen und auf eine Bildwiederholrate von 60 Hertz begrenzt sein. Die geringeren technischen Spezifikationen würden entsprechend zum niedrigeren Preis des iPad Air im Vergleich zum iPad Pro passen, das in der Regel mehrere Hundert US‑Dollar (rund mehrere Hundert Euro) teurer ist.
Unklare Zukunft für Studio Display und Einsteigergeräte
Noch offen bleibt, ob Apple sein Studio Display Pro XDR künftig ebenfalls mit einem OLED‑Panel anbieten wird. Das aktuelle Modell setzt weiterhin auf eine Hintergrundbeleuchtung mit Mini‑LEDs, kombiniert mit einer speziellen Ansteuerung für hohe Kontraste.
Laut DigiTimes sollen das günstige Einstiegs‑iPad sowie das erwartete MacBook Neo vorerst bei LCD‑Displays bleiben. Für diese Geräteklasse scheint Apple weiterhin auf die etablierte LCD‑Technik zu setzen, während OLED nach und nach in höher positionierten Modellen Einzug hält.
