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Ein Monat mit Siri AI: Öffentliche Beta von iOS 27 im Alltagstest

Die erste öffentliche Beta von iOS 27 ist verfügbar und bringt mit Siri AI eine deutlich erweiterte Version von Apples Sprachassistent auf unterstützte iPhones. Ein Erfahrungsbericht nach rund einem Monat täglicher Nutzung zeigt, wo Siri AI überzeugt – und wo noch Grenzen und Bugs zu spüren sind.

Von „Siri classic“ zu Siri AI: Langer Anlauf mit Umweg über Google

Mit der öffentlichen Beta von iOS 27 erhalten alle Nutzer:innen mit kompatiblem iPhone Zugriff auf Siri AI, bevor die finale Version im Herbst erscheinen soll. Die Public Beta entspricht der dritten Developer-Beta, weitere Entwickler-Versionen sollen im Sommer folgen. Nach den bisherigen Eindrücken ist der Funktionsumfang aber bereits nah an dem, was zum offiziellen Start zu erwarten ist.

Die neue Siri-Version hat eine Vorgeschichte: Bereits auf der WWDC 2024 kündigte Apple eine umfassende Überarbeitung des Assistenten an. Kern des Konzepts war „personal context“ – also die Fähigkeit, kontextbezogene Informationen aus verschiedenen Apps zu verknüpfen. Siri sollte etwa Flugdetails aus der Mail-App finden oder „Lunch-Pläne“ aus einer Chat-Konversation herausfiltern können und zusätzlich verstehen, was gerade auf dem Display zu sehen ist.

Diese Funktionen waren ursprünglich Teil von „Apple Intelligence“, dem KI-Paket für iPhone, iPad und Mac. Während andere Funktionen wie Writing Tools und Benachrichtigungszusammenfassungen damals veröffentlicht wurden, blieb die neue Siri aus. 2025 verging ohne Start des Assistenten. Auf der WWDC 2025 räumte Apple ein, dass Siri die eigenen Qualitätsansprüche nicht erfüllt habe. Softwarechef Craig Federighi sprach davon, dass die Entwicklung „qualitativ nicht konvergiert“ sei. Statt einer halb fertigen Version entschied sich Apple für eine grundlegende Neuentwicklung – inklusive Partnerschaft mit Google, um Gemini-Modelle als technisches Fundament für Siri zu nutzen.

Auf der WWDC 2026 folgte schließlich die Präsentation von „Siri AI“. In der 1,5-stündigen Keynote zeigte Apple ausführlich, dass die neue Version tatsächlich funktioniert und nicht länger nur ein Konzept ist.

Im Alltag: Starke Kontexte, Multistep-Aktionen – aber auch Grenzen

Im Test lief iOS 27 seit der ersten Developer-Beta auf einem iPhone Air, Siri AI kam dabei täglich zum Einsatz. Nach einer mehrtägigen Indexierung des Geräts – abhängig von der Datenmenge – kann der Assistent Inhalte aus Apple-Apps auswerten. Die ersten Wochen waren von Ausprobieren geprägt: Welche Aufgaben Siri AI übernimmt und wo sie scheitert, muss man zunächst lernen.

Beeindruckend ist vor allem der Umgang mit persönlichem Kontext. Ohne explizite Vorkonfiguration war Siri AI in der Lage, Vorlieben der Partnerin aus Notizen und Nachrichten abzuleiten – inklusive der Information, dass sie keinen Salat mag. Antworten erscheinen im Dynamic Island, danach lässt sich die Unterhaltung per Sprache oder Texteingabe in der „Ask Siri“-Leiste fortsetzen. Über ein Plus-Symbol können Fotos, Bilder aus der Fotos-App oder Dateien hinzugefügt werden. Die Interaktion ähnelt bekannten Chatbot-Apps wie ChatGPT oder Perplexity.

Auch beim Abruf konkreter Informationen zeigt sich der Nutzen: Flugdetails für eine London-Reise zu Samsung Unpacked etwa lieferte Siri AI korrekt aus der Mail-App, ohne dass dafür das Postfach manuell durchsucht werden musste. Multistep-Aktionen funktionieren teilweise ebenfalls: Auf die Bitte, Interessen des Vaters zu finden und daraus eine Geschenkidee samt E-Mail-Entwurf für den Muttertag zu generieren, durchsuchte Siri AI das iPhone, identifizierte „AirPods 4“ als Geschenkidee und erstellte einen Entwurf – vergaß aber, die Mail an die Mutter zu adressieren.

In anderen Fällen bleiben Lücken: Die offiziell gelistete Aktion „Foto nach links drehen“ führte im Test nur dazu, dass Siri AI das Zuschneidewerkzeug öffnete und auf manuelle Drehung verwies. Auch einfache Geräteeinstellungen sind nicht immer automatisiert; bei der Frage nach freiem Speicher zeigte Siri AI lediglich den Weg durch die Einstellungen, statt direkt die entsprechende Ansicht zu öffnen.

Neue Siri-App, Bugs und Datenschutzmodell

Alle Unterhaltungen mit Siri AI landen in einer neuen Siri-App, was die spätere Nachverfolgung erleichtert. Standardmäßig werden Chats nach 30 Tagen gelöscht, optional lassen sie sich für ein Jahr oder dauerhaft speichern. Das Löschen macht Siri AI nicht grundsätzlich „dümmer“, kann aber dazu führen, dass bei wiederholten Anfragen Daten erneut gescannt werden müssen.

Die Beta-Version zeigt weiterhin typische Fehler und Abstürze. Bei der Suche nach „Fotos von mir und meinen Schwestern“ wurden im Test zwar entsprechende Namen angezeigt, aber keine Bilder geladen. Falsche Zuordnungen – etwa die Partnerin als Schwester zu erkennen – und fragwürdige Fakten aus weniger vertrauenswürdigen Webquellen kommen vor. Gleichzeitig fällt auf, dass Siri AI bei der Nutzung persönlicher Daten weniger zu Halluzinationen neigt als manche andere LLM-basierten Chatbots.

Technisch setzt Apple auf eine Kombination aus On-Device-Verarbeitung und Cloud-Anfragen. Alles, was auf persönlichen Kontext aus Apps wie Mail, Messages oder Notes zugreift, bleibt laut Apple auf dem Gerät. Für „Weltwissen“ und Webrecherchen nutzt Siri AI Apple Private Cloud Compute, das persönliche Daten laut Apple nicht mit anderen Unternehmen teilt.

Aktuell ist Siri AI nur in den USA und auf Englisch verfügbar. Wegen Vorgaben der Digital Markets Act hat Apple bislang keine Pläne für einen Start in Europa angekündigt, auch der Launch in China ist aufgrund regulatorischer Rahmenbedingungen offen.

Nach einem Monat Einsatz zeigt sich: Siri AI wird im Alltag immer präsenter, weil sich viele Aufgaben ohne Umweg über separate KI-Apps erledigen lassen. Der große Umbruch bleibt zwar aus, doch wenn Apple den Assistenten konsequent weiterentwickelt, könnte sich die iPhone-Nutzung spürbar in Richtung Sprachsteuerung verschieben.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: gizmodo.com

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Apfeltalk Redaktion

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