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Die unscheinbare Erfindung, die das Personal Computing veränderte

ESR MagMouse Patent Computermaus

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Im November 1970 erhielt ein Gerät mit dem Namen „X-Y-Positionsanzeiger für ein Anzeigesystem“ ein Patent. Kaum jemand ahnte damals, wie stark dies unsere Interaktion mit Computern revolutionieren würde.

Die Geburtsstunde der Computermaus

Die Entwicklung des sogenannten „Maus“-Geräts begann mit Forschenden um Douglas Engelbart am Stanford Research Institute. Bereits 1964 entwarf Bill English, ein Ingenieur im Team, das erste Exemplar aus Redwood-Holz. Obwohl dieses Modell noch sehr primitiv wirkte, erfüllte es seinen Zweck als Eingabegerät.

Später wechselte English zu Xerox’ Palo Alto Research Center (PARC), wo er die Kugelmaus entwickelte. Diese Weiterentwicklung sollte sich wenige Jahre später als besonders bedeutend für die Geschichte des Personal Computers erweisen, als ein ambitionierter Unternehmer auf das Projekt aufmerksam wurde.

Die „Mutter aller Demos“

Engelbarts Patent und die Entwicklung der Computermaus fanden ihren ersten großen Auftritt bei einer Demonstration im Jahr 1968. In einem noch heute bei YouTube verfügbaren Video zeigte das Team der Fachwelt, wie sich der „X-Y-Positionsanzeiger“ nutzen ließ.

Während das Gerät optisch klobig und wenig ergonomisch wirkte, demonstrierte es eindrucksvoll, wie stark die menschliche Interaktion mit Computern hiervon profitieren konnte. Bereits die täglichen Arbeitsabläufe der Forschenden gewannen durch die Maus deutlich an Zugänglichkeit und Benutzerfreundlichkeit, wie Engelbart betonte.

Der Siegeszug der Maus

Mit dem Einzug der Personal Computer in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren entwickelte sich die Computermaus rasch zum Standard-Zubehör. Apple übernahm eine Vorreiterrolle und Steve Jobs wollte unbedingt, dass der Macintosh mit diesem Eingabegerät ausgestattet wird.

Jobs’ Interesse wurde durch eine Demonstration bei Xerox geweckt. Dort trieb Bill English weiterhin die Entwicklung der Maus voran. Wie Walter Isaacson in seiner Jobs-Biografie beschreibt, sah Jobs Verbesserungspotenzial: Die Xerox-Maus besaß drei Tasten, war kompliziert, kostete 300 US-Dollar (rund 280 Euro) pro Stück und ließ sich nicht flüssig bewegen. Der Apple-Gründer beauftragte das Designbüro IDEO, unter Leitung von Dean Hovey, eine einfache Ein-Tasten-Maus zu entwickeln, die nur 15 US-Dollar (etwa 14 Euro) kosten sollte.

Mit der Markteinführung des Apple Lisa 1983 kam erstmals ein Computer mit serienmäßiger Maus auf den Markt. Zwar blieb der kommerzielle Erfolg aus – unter anderem wegen des hohen Preises –, jedoch setzte Apple damit einen Standard für künftige Geräte. Die Computermaus wurde so zum unverzichtbaren Element der Computerbedienung.

Via: https://www.techradar.com

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Tags: Computermaus, Douglas Engelbart, Bill English, Personal Computer, Apple, Steve Jobs, Patent, Xerox

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