Zum 50. Geburtstag von Apple erscheint mit „Apple: Die ersten 50 Jahre“ ein umfangreiches Geschichtsbuch von David Pogue. Mehrere Beiträge beleuchten Inhalt, Entstehung und einen aktuellen Preisnachlass.
David Pogue arbeitet seit Jahrzehnten als Technikjournalist und begleitet Apple seit über 40 Jahren. Für das Buch „Apple: Die ersten 50 Jahre“ hat er nach eigenen Angaben zwei Jahre lang speziell auf diesen Jubiläumstermin hingearbeitet. Das Werk ist knapp 600 beziehungsweise 608 Seiten stark, enthält einen umfassenden Index und wird als sehr gründlich recherchierte, zugleich gut lesbare Referenz beschrieben.
Pogue führte für das Buch über 150 neue Interviews mit wichtigen Personen aus der Apple-Geschichte. Darunter sind Mitgründer Steve Wozniak, der frühere Designchef Jony Ive, Ex‑CEO John Sculley sowie zahlreiche aktuelle Ingenieur:innen und Führungskräfte. Ziel des Buches ist es, die Entwicklung des Unternehmens von der Gründung am 1. April 1976 bis zur Gegenwart nachzuzeichnen und verbreitete Mythen zu korrigieren.
Laut den vorliegenden Berichten räumt Pogue unter anderem damit auf, dass Apple im sprichwörtlichen Garagen-Setting gestartet sei. Außerdem stellt er klar, dass Steve Jobs nicht der erste Geschäftsführer des Unternehmens war und dass John Sculley Jobs nicht „gefeuert“ hat. Das Buch beschreibt auch, wie der Newton letztlich dazu beitrug, Apple zu retten, und analysiert Hintergründe großer Erfolge wie iPod und iPhone ebenso wie lehrreiche Fehlentscheidungen rund um Produkte wie Lisa und MobileMe.
John Gruber hebt in seiner Besprechung hervor, wie detailreich und gleichzeitig unterhaltsam das Buch geraten ist. Pogue greife sowohl bekannte Stationen der Apple-Historie auf als auch zahlreiche bisher unveröffentlichte Anekdoten und Details. Als Beispiel zitiert Gruber eine Episode rund um Steve Jobs’ anfängliche Ablehnung eines App Stores für das iPhone.
Jobs wollte demnach zunächst alle Anwendungen für das iPhone intern entwickeln lassen und schlug Scott Forstall vor, eine Liste aller denkbaren Apps zu erstellen und dafür ein riesiges Entwickler:innenteam aufzubauen. Forstall ließ parallel jedoch „gegen Jobs’ Wissen und Willen“ Sicherheitsgrundlagen für einen späteren App Store in die iPhone-Software einbauen. Nachdem erste Jailbreaks aufgetaucht waren und immer mehr inoffizielle Apps entstanden, stimmte Jobs schließlich einem App-Store-Konzept zu. Diese Episode wird im Buch als Beispiel für interne Konflikte und Richtungsentscheidungen geschildert.
Pogue selbst hält sich in der erzählten Geschichte bewusst im Hintergrund. In einem eigenen Text erklärt er, dass er seine Rolle in Apples Geschichte weitgehend herausgestrichen hat, um nicht von den eigentlichen Vorgängen abzulenken. Er räumt ein, sich im Buch sogar an einigen Stellen anonym selbst zu zitieren, etwa bei einer früheren Kritik zum MacBook Air, ohne seine Identität offenzulegen.
Die gedruckte Ausgabe von „Apple: Die ersten 50 Jahre“ wird in den Besprechungen als besonders gelungen beschrieben. Das Hardcover ist vollständig vierfarbig gestaltet, mit zahlreichen Fotos und Bildschirmfotos, und wird als optisch ansprechendes Nachschlagewerk charakterisiert. Veröffentlicht wurde die Ausgabe beim Verlag Simon & Schuster, passend zum 50‑jährigen Firmenjubiläum Apples.
Aktuell ist das 608‑seitige gebundene Buch bei Amazon deutlich reduziert. Statt der unverbindlichen Preisempfehlung von 49,99 Euro kostet die Hardcover-Ausgabe dort 39,91 Euro, was einem Rabatt von 20 Prozent entspricht. Neben der gebundenen Version sind auch E‑Book‑Ausgaben, etwa für Kindle und Apple Bücher, verfügbar; verschiedene Händler werden in den Beiträgen aufgeführt.
Gruber bezeichnet das Werk als enzyklopädische Darstellung der Firmengeschichte und als einzigartige Referenz für kommende Jahrzehnte. Leser:innen, die sich für Apple und seine Entwicklung interessieren, finden darin laut den vorliegenden Einschätzungen eine detaillierte, farbig bebilderte und historisch einordnende Darstellung der ersten 50 Jahre.
Via: daringfireball.net · pogueman.substack.com · www.iClarified.com
Bild Amazon
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