News

Bloomberg: Apple Pay fasst endlich Fuß

Bloomberg beschäftigt sich in einem neuen Bericht ausführlich mit dem Status Quo von Apple Pay und zeichnet zu Beginn ein wenig schmeichelhaftes Bild. Apple Pay habe auch Jahre nach seiner Einführung damit zu kämpfen, die an den Dienst gestellten Erwartungen zu erfüllen und wachse langsamer als vergleichbare Dienste. Nun scheint Apple Pay allerdings Fuß zu fassen. Bloomberg führt dies auf zwei Gründe zurück: Einerseits sei die Akzeptanz kontaktloser Zahlungsmittel in den USA enorm angewachsen, zudem gibt es nun Apple Pay Cash.

Apple Pay Cash startete im Dezember 2017

Im Dezember 2017 ist der Peer-to-Peer-Bezahldienst Apple Pay Cash an den Start gegangen. Über den Service ist es möglich, Zahlungen direkt an andere Nutzer vorzunehmen – ein Geschäftsfeld, in dem sich in den USA einige Anbieter tummeln.  „Über das letzte Jahr haben sie dank Peer-to-Peer-Zahlungen viel Boden wett machen können, das war ein großes fehlendes Stück“, analysiert Gene Munster. Apple Pay Cash werde inzwischen von Millionen Kunden verwendet und verleite Nutzer auch dazu, andere Apple-Pay-Funktionen zu verwenden.

US-Akzeptanzstellen: Von 3 auf 60 Prozent

Nun noch einmal zurück zur Akzeptanz kontaktloser Zahlungsmittel. „[Apple Pay] wächst in anderen Regionen schneller, weil Händler bereits kontaktlose Bezahlungen akzeptieren und bereits zuvor kontaktlose Karten verwendet haben“, erklärt Richard Crone von Crone Consulting. Händler in den USA scheinen aber massiv aufgerüstet zu haben. Bis Jahresende sollen 60 Prozent der US-Händler kontaktlose Zahlungsterminals besitzen. Vor vier Jahren, als Apple Pay in den USA an den Start ging, waren es gerade einmal drei Prozent.

32 Millionen Apple-Pay-Kunden in den USA

Der Vorteil von Apple Pay liege darin, dass es sich um den einzigen Dienst handle, der Zahlungen in Geschäften, in Apps, auf Webseiten und Peer-to-Peer erlaube, so Gene Munster. 31 Prozent der weltweiten iPhone-Kunden sollen seiner Einschätzung nach im vergangenen Jahr bereits Apple Pay verwendet haben. Ein Jahr zuvor lag der Wert noch bei 25 Prozent. In den USA soll Apple Pay 32 Millionen Kunden haben, die den Dienst zumindest zweimal pro Monat verwenden. Klarer Marktführer ist allerdings PayPal, das auf 250 Millionen aktive Kunden kommt.

Als die von manchen erwartete „disprutive“ Technologie habe sich Apple Pay nicht erwiesen, so Munster. Der Analyst bleibt trotzdem optimistisch und sieht in Apple Pay auch einen möglichen Kaufgrund für iPhone und Apple Watch. Für Deutschland wurde ein Apple-Pay-Start noch in diesem Jahr angekündigt. Wann es genau losgehen soll, ist allerdings weiterhin unklar.

Via Bloomberg

Martin Wendel

Neueste Artikel

Apple startet erste Betas für iOS 27.3 und weitere Systeme

Apple hat die ersten Entwickler-Betas für iOS 27.3, iPadOS 27.3, macOS Golden Gate 27.3, watchOS 27.3, tvOS 27.3 und visionOS…

3. November 2026

iOS 27.3: Apple führt überarbeitete Health-App wieder ein

Mit der Beta von iOS 27.3 kehrt Apples neu gestaltete Health-App zurück, nachdem Apple sie zuvor aus einer Testversion entfernt…

3. November 2026

Apfeltalk der Tag vom Dienstag, 3. November 2026

Apple legt starke Quartalszahlen vor, deutet aber zugleich steigende Preise und Engpässe bei Hardware an. Parallel konkretisieren sich Pläne für…

3. November 2026

iPhone 18 soll größeren Akku und möglicherweise einen höheren Preis erhalten

Der Leaker Digital Chat Station erwartet beim iPhone 18 einen größeren Akku und hält auch einen höheren Preis für möglich.…

3. November 2026

John Ternus: Apple plant keine Fusion von iPadOS und macOS

Apple hält an getrennten Betriebssystemen für iPad und Mac fest. CEO John Ternus sagte bei einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen,…

3. November 2026

OLED-iPad mini im Test: Mehr Display, weniger Gewicht

Das neue iPad mini verbindet ein OLED-Display mit einem dünneren Gehäuse, mehr Leistung und Schutz vor Wasser und Staub. Erste…

3. November 2026

Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.

Mehr lesen