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Bericht: Apple stoppt Arbeiten an günstigerem Vision-Pro-Display bei Samsung

Apple legt laut einem Bericht aus Südkorea die Entwicklung eines Displays für eine günstigere und leichtere Version des Vision Pro auf Eis. Damit rückt eine abgespeckte Variante des Headsets in weitere Ferne.

Display-Projekt „G-VR“ bei Samsung läuft aus

Nach Informationen des koreanischen Mediums The Elec hat Apple die Arbeiten an einem neuen Display für ein preiswerteres Vision-Pro-Modell ausgesetzt, das ursprünglich in den nächsten Jahren erscheinen sollte. Betroffen ist ein internes Projekt bei Zulieferer Samsung Display, das in der Branche unter der Bezeichnung „G‑VR“ geführt wird.

Samsung Display soll die Entwicklungsarbeiten an diesen Panels schrittweise zurückfahren und das Projekt bis September offiziell beenden. Damit endet ein Vorhaben, das langfristig eine kostengünstigere Alternative zur aktuellen Display-Technik des Vision Pro schaffen sollte.

Beim G‑VR-Panel handelt es sich um ein Mikro-OLED-Display auf Glas-Substrat. Diese Technik sollte günstiger sein als die siliziumbasierte OLEDoS-Lösung, die im aktuellen Vision Pro zum Einsatz kommt. Geplant war eine Pixeldichte von rund 1.600 bis 1.700 Pixel pro Zoll und damit etwa die Hälfte der 3.386 Pixel pro Zoll des jetzigen Vision Pro.

Laut Bericht war eine Massenproduktion der G‑VR-Panels erst für einen Zeitpunkt nach 2028 vorgesehen. Mit dem Auslaufen des Projekts entfällt diese Perspektive vorerst.

Fokus verschiebt sich von Headsets zu smarten Brillen

Apple soll einen großen Teil seiner Entwicklungsressourcen von Headsets hin zu smarter Brillentechnologie umgelenkt haben. Diese Schwerpunktverlagerung habe dem G‑VR-Projekt erheblich an Dynamik genommen, heißt es in dem Bericht.

Samsung arbeite allerdings weiterhin an OLEDoS-Panels für eigene Geräte mit gemischter Realität. Das Aus für G‑VR betrifft demnach speziell die für Apple geplante Display-Variante, nicht aber Samsungs grundlegende Forschung an entsprechenden Panels.

Bereits im Oktober 2025 berichtete Bloomberg-Journalist Mark Gurman, Apple habe die Arbeiten an einem leichteren und günstigeren Headset mit dem Projektnamen „Vision Air“ angehalten, um smarte Brillen schneller zur Marktreife zu bringen, die mit Metas Ray-Ban-Modellen konkurrieren sollen. Im Mai 2026 legte Gurman nach und schrieb, das günstigere Headset sei vollständig gestrichen worden.

Vision-Pro-Zukunft bleibt offen – Preis steigt

Apple verabschiedet sich laut den Berichten dennoch nicht komplett aus dem Headset-Markt. Gurman zufolge ist ein neues Gerät im Stil des Vision Pro weiterhin möglich, allerdings rechnet er im Mai damit, dass ein solches Produkt frühestens in rund zwei Jahren erscheint.

Hintergrund ist, dass ein Großteil des Fachpersonals für gemischte Realität bei Apple inzwischen an anderen Projekten arbeitet, insbesondere an den smarten Brillen, die dem Vernehmen nach 2027 starten sollen. Das bremst die Entwicklung weiterer Vision-Pro-Modelle.

Apple hatte den Vision Pro im Oktober 2025 mit einem überarbeiteten Modell aktualisiert, das einen M5-Chip enthält. Erst im vergangenen Monat erhöhte das Unternehmen zudem den Einstiegspreis des Vision Pro von 3.499 US‑Dollar (rund 3.250 Euro) auf 3.699 US‑Dollar (rund 3.440 Euro) im Zuge breiterer Preisanpassungen im Produktportfolio.

Wie es mit der Vision-Pro-Reihe weitergeht, bleibt damit offen. Klar ist nur: Eine günstigere Alternative mit G‑VR-Display steht vorerst nicht mehr auf Apples Agenda.

Via: https://www.macrumors.com

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Michael Reimann

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