Apple plant für 2026 eine umfassende Überarbeitung seiner Smart-Home-Plattform. In diesem Artikel erfahrt ihr alle aktuellen Gerüchte und geplanten Neuerungen rund um HomeKit, den Home-Hub, Siri und weitere Geräte.
Neuer Home-Hub: Zentrale für das Smart Home
Apple arbeitet an einem neuen Home-Hub, der als zentrales Steuerungsgerät für alle Smart-Home-Produkte dienen soll. Das Gerät bekommt ein 7-Zoll-Display und ähnelt zwei nebeneinanderliegenden iPhones. Es wird zwei Varianten geben: Eine wird an der Wand montiert und die andere steht mit einem Lautsprecherfuß, ähnlich dem HomePod mini, auf dem Tisch. Der Home-Hub erhält ein eigenes Betriebssystem, aber es wird keinen App Store geben. Stattdessen könnt ihr auf Apple-Apps als Widgets zugreifen. Mithilfe von integrierten Sensoren erkennt das Gerät, wenn sich Personen nähern, und passt seine Anzeige entsprechend an. Bei Abwesenheit zeigt es zum Beispiel Uhrzeit und Temperatur. Sobald ihr euch nähert, wechselt es zu Steuerungsoptionen, etwa zum Regeln der Raumtemperatur.
Mit dieser Anwesenheitserkennung werden Funktionen wie automatisches Einschalten des Lichts möglich. Laut Berichten kann das System sogar zwischen verschiedenen Nutzer:innen unterscheiden. Zudem ist eine Kamera für Videotelefonate integriert und ihr könnt Musik abspielen. Die Bedienung erfolgt per Touch für die Widgets, im Fokus steht jedoch die Sprachsteuerung über Siri. Siri erhält auf dem Hub vermutlich ein eigenes Erscheinungsbild, das an das Mac-Finder-Symbol erinnert. Während Konkurrenzprodukte mit Bildschirm, wie der Echo Show, unter 200 US-Dollar (ca. 185 Euro) kosten, soll der Apple-Home-Hub etwa 350 US-Dollar (ca. 325 Euro) kosten. Die Preise können je nach Variante variieren. Die Einführung ist für März oder April 2026 geplant.
Intelligentere Siri durch LLM
Apple verzögerte die Veröffentlichung des Home-Hubs, weil eine vollkommen neue, auf KI-basierende Version von Siri eingeführt werden soll. Diese Version baut auf große Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) wie ChatGPT auf und kann komplexere Aufgaben übernehmen als bisher. Eigentlich sollte die neue Siri schon mit einem Update von iOS 18 erscheinen, aber Apple verschob den Start, um an der technischen Basis zu arbeiten. Die neue Siri kann persönliche Kontexte verstehen, indem sie Nachrichten, E-Mails, Dateien und Fotos analysiert, um euch gezielte Hilfe anzubieten. Mit der sogenannten Onscreen Awareness erkennt Siri den Bildschirminhalt, um darauf abgestimmte Aktionen auszuführen, etwa Adressen aus Nachrichten ins Adressbuch zu übernehmen oder direkt Fotos an Kontakte zu verschicken.
Zusätzlich wird Siri viel tiefer mit Apps verzahnt sein und Aufgaben zwischen mehreren Apps übernehmen können, die bislang nicht möglich waren. Apple-Chefentwickler Craig Federighi betont, dass der technische Umbau erfolgreich war. Die neue Siri läuft teils auf Basis des Google-Gemini-Modells, das Apple jedoch auf eigenen Servern mit Private Cloud Compute ohne Datenweitergabe an Google betreibt. Die KI-Version soll mit einem Update auf iOS 26.4, geplant ebenfalls für März oder April 2026, erscheinen.
Weitere Geräte und Sicherheitskameras
Auch vom HomePod mini und Apple TV gibt es Aktualisierungen, die bis Anfang 2026 erscheinen sollen. Beide Produkte werden technisch modernisiert, der Apple TV könnte auch neue Apple-Intelligence-Funktionen bekommen. Das Design bleibt voraussichtlich unverändert, hinzu kommen aber neue Netzwerk-Chips. Beide Geräte arbeiten weiterhin als Smart-Home-Hubs und unterstützen Matter, damit mehr Zubehör mit HomeKit kompatibel ist.
Gerüchten zufolge entwickelt Apple außerdem eigene Sicherheitskameras für den Innenbereich, die tief in HomeKit und den neuen Hub integriert werden. Diese Kameras kommen ersten Informationen nach ab Ende 2026, später könnten weitere Produkte wie Türklingeln folgen. Durch Apples Datenschutzrichtlinien profitieren Nutzer:innen vor allem von mehr Privatsphäre im eigenen Smart Home.