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Apples neue Hirnsteuerung für iPhone und iPad: Erste Live-Demo veröffentlicht

Apple hat im Frühjahr 2025 erstmals seine Pläne für eine neuartige Schnittstelle vorgestellt. Das Unternehmen möchte Hirnsteuerung für iPhone, iPad und andere Geräte unterstützen. Inzwischen zeigt ein veröffentlichtes Video die Technologie erstmals live in Aktion.

Wie Apple Hirn-Computer-Schnittstellen integriert

Apple entwickelt aktuell Lösungen, um Signale aus dem Gehirn auszulesen und in Steuerungsbefehle für Geräte zu übersetzen. Dafür kooperiert der Konzern unter anderem mit dem Unternehmen Synchron. Deren Brain-Computer-Interface (BCI) befindet sich auf der Oberfläche eines Blutgefäßes im motorischen Cortex des Gehirns. Das Einsetzen erfolgt minimalinvasiv per Katheter durch die Jugularvene.

Das BCI wird von speziell dafür entwickelten Protokollen unterstützt. Ab iOS 26 sowie iPadOS 26 können Nutzer:innen mit entsprechenden Implantaten ihr Gerät mittels Gedanken steuern. Die Technologie richtet sich primär an Menschen mit schweren Einschränkungen, beispielsweise bei ALS.

Erste Live-Demo: Ein Nutzer steuert sein iPad mit Gedanken

Im Frühjahr war erstmals über geplante Tests der Schnittstelle berichtet worden. Nun hat Synchron ein Video veröffentlicht, in dem Proband Mark Jackson sein iPad ausschließlich per Gedanken steuert. Jackson lebt mit ALS und nimmt an einer behördlich genehmigten Studie teil. Im Video sieht man, wie er Apps öffnet, den Homescreen bedient und Nachrichten verfasst. Als Schnittstelle dient das sogenannte Stentrode-System, das Hirnsignale in digitale Steuerungsbefehle umwandelt.

Die Steuerung funktioniert nativ. Von Apple stammt das neue Human Interface Device (HID) Protokoll, das für die Kommunikation zwischen BCI und Apple-Gerät entwickelt wurde. Zur Zeit sind weltweit zehn Patient:innen mit einem solchen System ausgestattet. Die Technologie ermöglicht diesen Personen digitale Geräte autonom zu bedienen.

Potenzial der Hirnsteuerung: Technologie und Herausforderungen

Die Kombination aus Synchron-Implantat und Apple-Software markiert einen wichtigen Schritt in der Mensch-Maschine-Interaktion. Das System liest elektrische Impulse im Gehirn aus und gibt sie an das Apple-Gerät weiter. Die praktische Umsetzung befindet sich noch in der Testphase. Aktuell profitieren insbesondere Menschen mit schweren motorischen Einschränkungen.

Wichtige technische Herausforderungen betreffen die Signalinterpretation, Latenzzeiten und Kompatibilität mit verschiedenen Apple-Plattformen. Datenschutz und Sicherheit nehmen eine zentrale Rolle in der weiteren Entwicklung ein. Apple und Synchron arbeiten an Lösungen, um den Standard für barrierefreie Technologie zu setzen. Die Auswirkungen dieser Innovation auf den Alltag sind noch nicht abschließend bewertet.

Via: https://9to5mac.com
Titelbild: KI

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Michael Reimann

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