Apple plant für Herbst 2026 deutlich mehr als nur neue iPhones. In September und Oktober stehen mehrere Hardware-Starts und die nächste Betriebssystem-Generation an.
Der Herbst ist traditionell Apples wichtigste Launch-Phase, meist mit einem großen September-Event rund ums iPhone. Der Zeitpunkt liegt strategisch günstig vor dem lukrativen Weihnachtsgeschäft und spiegelt sich direkt in den Quartalszahlen wider. Neben den iPhones kommen in dieser Zeit häufig weitere Geräte und Zubehör auf den Markt.
Neben dem bekannten September-Termin hat Apple in der Vergangenheit auch zusätzliche Herbst-Events abgehalten. 2020 waren es gleich drei Veranstaltungen im September, Oktober und November. In den letzten zehn Jahren gab es in fünf Jahren ein Oktober-Event, oft mit Fokus auf den Mac als Ergänzung zum September-Auftritt. Das letzte Oktober-Event fand 2023 statt, 2024 und 2025 blieb es bei einem September-Termin. Für 2026 ist ein Oktober-Event nicht sicher, aber gut möglich.
Der September bleibt die Bühne für das iPhone, diesmal allerdings ausschließlich für die Pro-Modelle. Weil Apple die Einführung der Standardmodelle auf Anfang 2028 verschoben hat, werden im Herbst nur das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max erwartet. Optisch soll das iPhone 18 Pro Max dem iPhone 17 Pro Max sehr ähnlich bleiben, im Inneren handelt es sich vor allem um ein Leistungs-Update. Beide Modelle sollen auf den 2-Nanometer-Chip A20 Pro wechseln, der dank überarbeiteter Verpackungstechnik kühler laufen und so länger mehr Leistung liefern soll. Dazu kommen voraussichtlich das C2-Mobilfunkmodem und Hinweise auf Face ID unter dem Display. Beim iPhone 18 Pro Max soll mindestens ein Kamerasensor auf eine variable Blende wechseln, um den Bokeh-Effekt besser steuern zu können. Außerdem kursieren Gerüchte über eine dunkelkirschrote Farbvariante sowie über Preiserhöhungen von bis zu 300 US‑Dollar (rund 280 Euro) gegenüber dem iPhone 17 Pro.
Parallel zu den Pro-Modellen soll auch ein klappbares iPhone vorgestellt werden, häufig als iPhone Fold oder iPhone Ultra bezeichnet. Es soll zwei Displays besitzen: innen ein faltbares 7,8‑Zoll-Panel mit möglicher Kamera unter dem Display, außen ein 5,3‑Zoll-Bildschirm mit Lochkamera. Auf der Rückseite werden zwei 48‑Megapixel-Kameras erwartet. Im Inneren sollen ein A20‑Pro-Chip und 12 GB Arbeitsspeicher zum Einsatz kommen. Der Preis wird im oberen Segment erwartet, frühere Gerüchte lagen zwischen 2.000 US‑Dollar (rund 1.860 Euro) und 2.500 US‑Dollar (rund 2.330 Euro). Wegen der anhaltenden Speicherkrise könnte der endgültige Preis darüber liegen.
Begleitet werden die iPhones wie üblich von neuen Apple‑Watch-Modellen. Die Apple Watch Series 12 soll ohne grundlegendes Redesign auskommen, aber einzelne Neuerungen bringen. Diskutiert wird ein neuer Gesundheitssensor in einem Band, der die Herzüberwachung im Tagesverlauf verändern könnte, inklusive möglicher neuer Befestigungsmethode für Armbänder. Zudem gibt es Spekulationen über die Rückkehr von Keramikvarianten, eventuell sogar in zwei Farbvarianten. Größere Änderungen bei der Standard-Apple‑Watch sind darüber hinaus nicht zu erwarten. Die Apple Watch Ultra 4 soll ebenfalls 2026 erscheinen, konkrete Details zu den Neuerungen sind bisher allerdings nicht bekannt.
Auch bei den AirPods steht im September ein Update an. Die AirPods 5 sollen in einer Standard-Variante und in einer Version mit aktiver Geräuschunterdrückung erscheinen. Für beide werden Verbesserungen gegenüber den aktuellen Modellen erwartet. Stark diskutierte AirPods Pro mit integrierten Kameras sollen hingegen frühestens 2027 auf den Markt kommen und sind für diesen Herbst nicht vorgesehen.
Parallel zur neuen Hardware laufen die Tests für die Betriebssysteme der Generation 27. Zusammen mit den Geräten werden iOS 27, iPadOS 27, macOS 27 „Golden Gate“, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 erwartet. Der genaue Zeitpunkt richtet sich wie üblich nach den Hardware-Starts, meist erscheinen die Systeme zeitgleich mit den Geräten oder wenige Tage zuvor.
Für das iPad mini ist 2026 ein größeres Update vorgesehen. Das iPad mini 8 gilt als überfällig und wird für den Herbst erwartet. Laut aktuellem Stand vom 30. August soll es im Oktober und nicht im September erscheinen. Neben einem Chip-Upgrade, wahrscheinlich auf den A20, ist vor allem der Wechsel auf ein OLED-Display geplant. Das neue Panel soll 8,4 Zoll groß sein, auf LTPS-Technik setzen und eine hybride OLED-Ausführung nutzen. ProMotion ist nicht vorgesehen, die Bildwiederholrate bleibt bei 60 Hertz, das Display soll dafür heller und farbkräftiger ausfallen.
Beim Thema Smart Home hat Apple für 2026 umfangreiche Neuerungen in der Pipeline, möglicherweise verteilt auf September und Oktober. HomePod mini und Apple TV sollen ein Leistungsupdate erhalten, um Siri-KI-Funktionen zu unterstützen. Für den HomePod mini ist ein Preis um 129 US‑Dollar (rund 120 Euro) im Gespräch. Beim Apple TV ist neben einem neuen Chip ebenfalls Siri‑KI-Unterstützung geplant, zudem steht eine neue Siri‑Fernbedienung als Option im Raum. Im Mittelpunkt der Smart‑Home-Offensive steht ein neues Gerät namens Home Hub. Es soll mit einem sieben Zoll großen Display auf einem halbkugelförmigen Sockel als zentrale Steuereinheit für das Smart Home dienen, Benachrichtigungen und Kalender verwalten und über eine integrierte Kamera auch als Intercom und für FaceTime nutzbar sein. Eine zweite Variante mit Magnethalterung wird zusätzlich erwartet.
Im Mac-Bereich rückt der Oktober in den Fokus. Üblicherweise nutzt Apple diesen Termin für Mac- und MacBook-Updates. Durch vorgezogene Aktualisierungen von Mac mini und Mac Studio ist die Auswahl an Modellen für Herbst 2026 kleiner. Größter Kandidat ist das 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M6‑Chip. Abseits des Chipwechsels sollen Display und übrige Ausstattung unverändert bleiben, inklusive miniLED und ProMotion. Ein MacBook Pro mit OLED‑Display gilt trotz wiederkehrender Gerüchte als eher unwahrscheinlich, selbst wenn ein Start Ende 2026 oder Anfang 2027 diskutiert wird. Apple bringt in der Regel zuerst das Basismodell einer neuen Chipgeneration, bevor höherwertige Varianten mit sehr hochwertigen Displays folgen.
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