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Apple Watch ohne Touch ID: Warum mehr Akku wichtiger ist

Apple soll Pläne für Touch ID in der Apple Watch vorerst stoppen. Stattdessen rücken größere Akkus und bessere Gesundheits-Sensoren in den Fokus – ein deutlicher Strategiewechsel.

Warum Touch ID in der Apple Watch zurücksteht

Seit Jahren kursieren Gerüchte, Apple könnte eine Apple Watch mit Touch ID anbieten, etwa über die digitale Krone. Laut einem Bericht von Techradar, der sich auf den Leaker „Instant Digital“ bezieht, wurden diese Pläne nun auf Eis gelegt. Statt zusätzlicher Hardware zur Authentifizierung will Apple den knappen Raum im Gehäuse offenbar für größere Batterien nutzen.

Die Entscheidung hängt mit den engen Platzverhältnissen in der Apple Watch zusammen. Jede neue Komponente hat Auswirkungen auf Design, Dicke, Akkulaufzeit und letztlich den Preis. Ein integrierter Fingerabdrucksensor würde zusätzlichen Platz benötigen, der dann für Akku oder Sensorik fehlen würde. Nutzer:innen müssten wahrscheinlich eine dickere Uhr mit kürzerer Laufzeit oder einen höheren Preis in Kauf nehmen.

Im Alltag setzen viele von Euch bereits auf das bestehende Sicherheitskonzept mit Code, Entsperren über das iPhone und biometrischer Sicherung direkt am Smartphone. Der konkrete Mehrwert von Touch ID direkt an der Uhr wäre daher begrenzt, während eine spürbar längere Laufzeit und zuverlässigere Gesundheitsdaten jeden Tag Vorteile bringen.

Akkulaufzeit vs. Smart-Funktionen: Apple Watch und die Konkurrenz

Während Apple den Fokus auf Smart-Funktionen, enge iOS-Integration und Gesundheits-Features legt, positionieren sich Hersteller wie Garmin anders. Viele Sportuhren bieten deutlich längere Laufzeiten, teils über mehrere Tage hinweg, und richten sich stark an sportorientierte Nutzer:innen. Techradar hebt hervor, dass Garmin schon länger mit großen Akkus und ausdauernden Uhren punktet.

Das zeigt einen grundlegenden Zielkonflikt: Eine kompakte Smartwatch mit hellem Display, schnellen Chips und zahlreichen Funkverbindungen verbraucht viel Energie. Jede zusätzliche Funktion, die Hardware erfordert, belastet das Platzbudget und kann die Akkulaufzeit einschränken. Apple reagiert darauf offenbar, indem das Unternehmen Prioritäten neu ordnet und mehr Raum für die Batterie und verbesserte Sensoren einplant.

Für Euch heißt das: Wer vor allem ein vielseitiges Handgelenk-Display für Benachrichtigungen, Apps und Alltagsfunktionen sucht, profitiert von der bisherigen Ausrichtung der Apple Watch. Wer dagegen möglichst selten laden und detaillierte Fitness- und Outdoor-Daten über viele Tage hinweg erfassen möchte, findet bei spezialisierten Sportuhren wie denen von Garmin passende Alternativen.

Kaufberatung: Welche Uhr passt zu welchem Nutzungstyp?

Wenn Ihr im Apple-Ökosystem unterwegs seid, Nachrichten direkt am Handgelenk beantworten wollt und Wert auf enge Verzahnung mit iPhone und Diensten legt, spricht vieles für die Apple Watch. Eine Touch-ID-Funktion würde das Erlebnis kaum grundlegend verändern, eine bessere Akkulaufzeit im Alltag aber schon. Längere Laufzeiten reduzieren Ladepausen und erhöhen die Chance, dass Gesundheitsdaten durchgehend aufgezeichnet werden.

Sportlich orientierte Nutzer:innen, die regelmäßig lange Läufe, Radtouren oder mehrtägige Aktivitäten planen, sollten hingegen genau prüfen, ob eine klassische Sportuhr besser passt. Viele Modelle von Garmin und anderen Anbietern halten deutlich länger durch und sind für Trainings- und Outdoor-Szenarien optimiert, verzichten dafür teilweise auf tiefe Smartphone-Integration.

Wer bereits eine Apple Watch nutzt, kann die Laufzeit über Einstellungen verlängern. Dazu gehören reduzierte Displayhelligkeit, angepasste Always-on-Anzeige, eingeschränkte Hintergrundaktualisierung und sparsame Nutzung von GPS-intensiven Funktionen. Auch das gezielte Deaktivieren seltener genutzter Benachrichtigungen hilft, den Akku zu schonen und die Uhr länger ohne Ladepause zu verwenden.

Unterm Strich deutet der aktuelle Leak darauf hin, dass Apple die knappen Platzreserven in der Apple Watch zugunsten von Akku und Sensorik priorisiert. Im Alltag dürften viele von Euch von längerer Laufzeit und stabileren Gesundheitsdaten stärker profitieren als von einer zusätzlichen Entsperr-Option am Handgelenk.

Via: www.techradar.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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