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Apple vs. Google: Wie viel KI im Alltag ist noch sinnvoll?

Apple und Google bauen ihre Smartphones, Watches und Betriebssysteme mit neuen KI-Funktionen aus. Gleichzeitig stellen sich viele von euch die Frage, wie sich diese Eingriffe begrenzen oder ganz abschalten lassen.

Mehr KI-Schichten in iOS 27 und auf Pixel-Geräten

Mit iOS 27 setzt Apple im Alltag stärker auf KI-Unterstützung. Besonders sichtbar ist der neue „Mit Siri schreiben“-Knopf, der über der Tastatur eingeblendet wird. Apple will damit dafür sorgen, dass ihr die erweiterten Siri-Funktionen direkt beim Tippen nutzen könnt. Der Button ist allgegenwärtig und verändert damit die gewohnte Bedienung der Tastatur deutlich.

Auf der Android-Seite bringt Google beim Pixel 11 und Pixel 11 Pro neue KI-Schichten ins System. In Tests wird vor allem Rambler hervorgehoben, eine KI-gestützte Diktierfunktion in der Tastatur. Rambler soll es ermöglichen, längere Texte freihändig zu verfassen, indem ihr einfach sprecht statt tippt. Dazu kommt KI-gestützte Spracherkennung generell, die Google als Sprach­eingabe und Sprach­tippen („Voice Typing“) in die Pixel-Tastatur integriert.

Auch bei der Kamera setzt Google stärker auf KI. Instant Nachtsicht soll Nachtaufnahmen beschleunigen und verbessern, indem die Software das Bild in Echtzeit optimiert. Parallel zieht Google KI-Funktionen in die Pixel Watch, etwa mit Google Gesundheitscoach und Google Health Premium. Die Uhr soll damit noch stärker zum Gesundheitsbegleiter im Alltag werden.

Vorteile im Alltag – und wachsender Kontrollverlust

Viele dieser Funktionen bringen auf dem Papier klare Vorteile. Rambler erleichtert das Diktieren, besonders wenn ihr unterwegs seid oder längere Nachrichten verfassen wollt. Instant Nachtsicht verbessert Fotos bei wenig Licht, ohne dass ihr euch mit Kameraeinstellungen beschäftigen müsst. Auf der Pixel Watch liefern Google Gesundheitscoach und die verknüpften Dienste zusätzliche Gesundheitsdaten und Auswertungen.

Unter iOS 27 will Apple mit „Mit Siri schreiben“ das Tippen beschleunigen und euch beim Formulieren unterstützen. Die neue Platzierung direkt über der Tastatur sorgt dafür, dass der Zugang zur Funktion kaum zu übersehen ist. Gleichzeitig berichten Testberichte zu Pixel 11 und Pixel 11 Pro, dass Google seine KI-Funktionen sehr präsent ins System integriert. Viele Assistenzfunktionen sind standardmäßig aktiv oder werden im Alltag immer wieder angeboten.

Damit wächst für Nutzer:innen beider Plattformen der Eindruck, einen Teil der Kontrolle zu verlieren. KI-Assistenten greifen häufiger in den Schreibfluss ein, Kamera-Apps treffen automatische Entscheidungen, und Gesundheitsfunktionen sammeln kontinuierlich Daten. Zusätzlich stellt sich die Frage, welche Informationen lokal auf dem Gerät verarbeitet werden und was in die Cloud wandert.

Wie ihr KI-Funktionen auf iPhone und Pixel zügeln könnt

Auf dem iPhone mit iOS 27 könnt ihr den „Mit Siri schreiben“-Knopf gezielt blockieren. Eine Anleitung dazu beschreibt, wie sich der Button und das Siri-Symbol oberhalb der Tastatur ausblenden lassen. Damit reduziert ihr die ständige Aufforderung, beim Schreiben KI-Unterstützung zu nutzen, und stellt das gewohnte Layout der Tastatur wieder her.

Auf Pixel 11 und Pixel 11 Pro lohnt sich ein Blick in die Tastatur- und Spracheinstellungen. Dort könnt ihr regulieren, wie Rambler und die Sprach­eingabe arbeiten. Ihr habt die Möglichkeit, Sprachfunktionen zu deaktivieren oder einzuschränken, wenn ihr sie nur in bestimmten Situationen nutzen wollt. In den Datenschutz-Einstellungen der Pixel-Geräte findet ihr zudem Optionen, die Verarbeitung von Audio und Sprache anzupassen.

Wichtig ist der Unterschied zwischen lokaler und Cloud-Verarbeitung. Viele KI-Funktionen können direkt auf dem Gerät laufen, andere benötigen eine Online-Verbindung. In den System- und Datenschutz-Menüs von Pixel und iOS 27 könnt ihr nachvollziehen, wann Daten an Server gesendet werden und welche Freigaben ihr erteilt habt. Dort entscheidet ihr, ob Audio aufgezeichnet, zur Verbesserung von Diensten verwendet oder komplett lokal verarbeitet werden soll.

Indem ihr diese Einstellungen prüft und anpasst, behaltet ihr die Kontrolle über Rambler, Sprach­tippen, „Mit Siri schreiben“ und weitere KI-Schichten. So könnt ihr jene Funktionen aktiv nutzen, die euch im Alltag wirklich helfen, und andere gezielt zurückfahren oder abschalten.

Via: www.idownloadblog.com · www.engadget.com · www.wired.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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