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Apple Vor Großer Herausforderung: Rennen Gegen US-Watch-Verbot

Die Situation bei Apple spitzt sich zu. Wenige Tage vor dem drohenden Verkaufsverbot ihrer Smartwatches in den USA, steht das Unternehmen vor einer schwierigen Mission: Die Rettung ihres 17 Milliarden Dollar schweren Geschäftszweiges durch Software-Änderungen und andere potenzielle Lösungsansätze. Das berichtet Bloomberg.

Technologische Neuerungen Unter Hochdruck

Die Ingenieure des Unternehmens arbeiten fieberhaft daran, die Algorithmen der Geräte, insbesondere die Messung des Blutsauerstoffgehalts, zu modifizieren. Diese Funktion steht im Zentrum der Patentstreitigkeiten mit Masimo Corp. Die Technologie zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung und deren Datenpräsentation wird laut Insidern neu gestaltet.

Ungewöhnliche Herausforderungen für Apple

Für Apple ist dies eine bisher einzigartige Herausforderung. Zwar wurden Produkte des iPhone-Herstellers bereits in anderen Ländern aufgrund rechtlicher Auseinandersetzungen verboten, doch trifft diese Beschränkung nun eines der lukrativsten Produkte in ihrem Heimatland – und das ausgerechnet an Weihnachten. Ohne ein Einschreiten des Weißen Hauses wird das von der Internationalen Handelskommission verhängte Verbot am 25. Dezember in Kraft treten.

Alternative Lösungswege im Fokus

Apple könnte sich theoretisch mit Masimo einigen, bevorzugt jedoch andere Wege. Derzeit konzentriert sich das Unternehmen auf technologische Anpassungen und bemüht sich um Zustimmung der Regulierungsbehörden.

Falls das Verbot bestehen bleibt, erwägt Apple rechtliche und technische Optionen. Bereits jetzt bereitet sich das Unternehmen auf Veränderungen vor. Neue Werbeschilder, die die Apple Watch bewerben, wurden an die Einzelhandelsgeschäfte versandt, ohne dabei die betroffenen Modelle Series 9 und Ultra 2 zu zeigen.

Börsenreaktionen und Unternehmensstrategien

Die Nachricht führte zu einem geringfügigen Rückgang der Apple-Aktien um weniger als 1%, während die Aktien von Masimo um 3,2% stiegen.

Apple plant, den Verkauf der betroffenen Uhren auf seiner Website am Donnerstag einzustellen und sie bis zum 24. Dezember aus seinen etwa 270 Ladengeschäften zu entfernen.

Softwareänderungen als mögliche Lösung

Im Unternehmen herrscht die Überzeugung, dass Softwareänderungen ausreichen könnten, um die Geräte wieder in die Regale zu bringen. Jedoch betreffen die strittigen Patente hauptsächlich Hardware-Komponenten, darunter die Art und Weise, wie Licht zur Messung des Blutsauerstoffgehalts in die Haut geleitet wird.

Die Rolle der US-Handelsbehörde

Eine Sprecherin von Apple gab bekannt, dass man an einer Lösung arbeite, um die Zustimmung der US-Zollbehörde zu erhalten, welche für die Wiederaufnahme des Verkaufs entscheidend ist.

Patentstreitigkeiten und Marktauswirkungen

Solche Dispute werden normalerweise gelöst, bevor sie einen solchen Punkt erreichen. Es könnte für Apple herausfordernd sein, die Auseinandersetzung nur mit Softwareanpassungen zu lösen, da Masimos Patente weitreichend sind. Sollte Apple gezwungen sein, Hardware-Komponenten zu entfernen, könnte die Produktion und Lieferung neuer Modelle mindestens drei Monate in Anspruch nehmen.

Gesundheitsfunktionen als Verkaufsargument

Apple nutzt zunehmend Gesundheits- und Sicherheitsfunktionen, um seine Smartwatches zu vermarkten. Analysten schätzen, dass sie im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz von 16,9 Milliarden Dollar erzielten, verglichen mit 9,1 Milliarden Dollar vor fünf Jahren.

Es bleibt abzuwarten, ob das Weiße Haus letztendlich ein Veto gegen die Entscheidung der ITC einlegt. Die Obama-Administration tat dies bereits 2013 bei einem iPhone-Verbot in den USA. Im aktuellen Fall würde die US-Regierung jedoch zwischen zwei amerikanischen Unternehmen entscheiden müssen.

Masimo Beharrt auf Patentrecht

Masimo betonte, dass die Entscheidung der ITC einen gründlichen rechtlichen Prozess durchlaufen habe und respektiert werden sollte.

Während Apple weiterhin an Lösungen arbeitet, bleibt die Situation angespannt. Es steht nicht nur viel auf dem Spiel für das Unternehmen, sondern auch für die Nutzer und Fans der Apple Watch.

Quelle: Bloomberg
Titelbild: KI (Dall-e)

Michael Reimann

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