Apple und Google arbeiten bei generativer KI enger zusammen. Ziel ist eine deutlich persönlichere Siri – ohne dass euer iPhone plötzlich „Gemini“ wird oder Google Zugriff auf eure Daten erhält.
Beide Unternehmen haben eine mehrjährige Zusammenarbeit angekündigt. Kern ist: Die nächste Generation von Apples Grundlagenmodellen baut auf Googles Gemini-Modellen und zugehöriger Cloud-Technik auf. Apple bezeichnet diese Technologie gegenüber CNBC als leistungsfähige Grundlage für die eigenen Modelle. Wichtig ist die Einordnung „Grundlage“. Apple ersetzt Siri nicht durch Gemini, sondern nutzt Gemini-Technologie, um die eigenen Modelle zu verbessern. Diese Modelle sollen künftige Apple‑Intelligence‑Funktionen und eine stärker personalisierte Siri ermöglichen.
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Apple arbeitet seit Jahren am Siri-Umbau. Mit generativer KI steigen die Erwartungen an Konversation, Kontext und semantisches Verständnis – zuverlässig, schnell und sicher. Ein größeres Siri‑Upgrade wurde bereits verschoben. Parallel ordnete Apple die KI‑Führung neu: Anfang Dezember 2025 kündigte Apple den Rücktritt von John Gianandrea an; er bleibt bis zum Ruhestand im Frühjahr 2026 als Berater.
Es kursieren Missverständnisse. Es gibt kein „Gemini‑iPhone“, und Google erhält nicht einfach Zugriff auf eure iPhone‑Daten. Gemini wird nicht in iOS eingebaut, sondern dient als technische Basis, um Apples Modelle weiterzuentwickeln. Apple betont, dass Apple Intelligence auf dem Gerät und über Apples Private Cloud Compute läuft – also auf von Apple kontrollierter Infrastruktur mit entsprechenden Datenschutzstandards. Google spricht von einer Technologiebasis für Apple‑Modelle.
Praktisch soll Siri Weltwissen aus dem Web einbeziehen und Antworten zusammenfassen – mehr als nur Links. Diese KI‑Antworten sollen in euren Kontext eingebettet sein: wer ihr seid, was ihr gerade macht, welche Apps ihr nutzt und welche Termine anstehen. Dazu setzt Apple auf App Intents. Siri soll nicht nur sprechen, sondern auch handeln: Aktionen in Apps auslösen, Abläufe verketten und das nachvollziehbar. Entscheidend bleibt, wie robust das System im Alltag funktioniert.
Finanziell geht es laut Berichten um rund 1 Milliarde US‑Dollar (rund 920 Millionen Euro) pro Jahr für die Gemini‑Nutzung. Das deutet auf strategische Infrastruktur. Reuters beschreibt die Vereinbarung als Gewinn für Alphabet, weil Gemini damit auf sehr vielen Apple‑Geräten indirekt eine Rolle spielt. Apple hatte bereits eine Integration mit ChatGPT für bestimmte Fälle. Nun wird Gemini zur Basislinie für Apples Grundlagenmodelle. Das bedeutet nicht das Ende der ChatGPT‑Integration und auch nicht, dass Apple die eigene KI aufgibt. Apple will eine Apple‑Erfahrung mit eigenen Modellen, eigenen Richtlinien und unter eigener Kontrolle liefern – mit externer Hilfe, um schneller das erwartete Niveau zu erreichen.
Offiziell soll eine stärker personalisierte Siri 2026 erscheinen. In der Gerüchteküche fällt häufig iOS 26.4, teils mit Erwartung für das Frühjahr, basierend auf Berichten und Hinweisen im Beta‑Code. Ihr würdet die Neuerungen daran merken, dass Siri komplexe Fragen sauber versteht, bei Unklarheiten nachfragt und Aufgaben in Apps zuverlässiger ausführt. Letzteres braucht Zeit, denn App Intents erfordern auch Mitarbeit der Entwickler:innen. Bei den Geräten gilt als wahrscheinlich: mindestens ein iPhone 15 Pro.
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Mehr InformationenEinige der Quellen:
https://www.theverge.com/news/860521/apple-siri-google-gemini-ai-personalization
https://www.theguardian.com/technology/2026/jan/12/google-gemini-alphabet-4-trillion-value
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