Apple Newsroom, 2021-04-20
Wenn Eure Apple TV 4K nicht mehr so flüssig läuft wie früher, liegt das oft an den Voreinstellungen. Mit ein paar gezielten Anpassungen wirkt das System deutlich frischer.
Alle Tipps beziehen sich auf die Apple TV 4K (3. Generation), funktionieren aber größtenteils auch auf älteren Modellen mit aktueller tvOS-Version.
Standardmäßig versucht die Apple TV, überall Hochkontrast (HDR) auszugeben. Das kann beim Wechsel zwischen Menüs und Standarddynamik-Inhalten (SDR) zu Rucklern oder kurzen Schwarzblenden führen. Stellt Ihr die Ausgabe fest auf 4K SDR und lasst „Inhalt anpassen“ aktiviert, laufen Menüs und Apps ruhiger, während Filme und Serien weiterhin in echtem HDR wiedergegeben werden, wenn verfügbar.
Mit „Dynamikbereich anpassen“ und „Bildrate anpassen“ respektiert die Apple TV den Original-Look der Inhalte. Serien und Filme werden dann mit ihrer jeweils vorgesehenen Bildfrequenz und dem passenden Dynamikumfang abgespielt, was Effekte wie unnatürlich glatt wirkende Bewegungen („Seifenoper-Effekt“) oder ausgewaschene Farben bei SDR-Videos vermeiden kann.
Für ein schärferes, farbtreueres Bild könnt Ihr die Farbabtastung auf 4:4:4 stellen, sofern Fernseher und HDMI-Kabel das unterstützen. Texte, Menüs und Untertitel wirken dadurch oft klarer und farbintensiver. Treten Bildfehler wie Flackern oder Aussetzer auf, vor allem bei Projektoren oder langen HDMI-Strecken, solltet Ihr wieder auf 4:2:0 zurückschalten.
Wichtig ist auch das richtige HDMI-Farbsignal. Die Optionen „RGB Hoch“, „RGB Niedrig“ und „YCbCr“ beeinflussen die Farbdarstellung. In der Regel ist „YCbCr“ die beste Wahl, weil viele Fernseher und Receiver dieses Format nativ verarbeiten. So vermeidet Ihr Probleme wie abgesoffene Schwarztöne oder überzogene Farben.
Zusätzlich könnt Ihr die Farbgebung mit dem Farbbalance-Werkzeug der Apple TV individuell anpassen. Mit einem iPhone mit Gesichtserkennung (Face ID) misst Ihr Testbilder am Bildschirm, die Apple TV erstellt daraus ein eigenes Farbprofil. Das kann zu natürlicheren Hauttönen und insgesamt stimmigeren Farben führen.
Beim Klang lohnt sich ein Blick in die Audioeinstellungen. Wenn Dialoge zu leise sind oder Aktionseffekte zu laut wirken, hilft „Dialoge hervorheben“, um Sprachanteile besser verständlich zu machen. „Laute Töne reduzieren“ begrenzt Pegelspitzen und eignet sich vor allem für nächtliche Sessions. Lasst „Audioformat“ und „Audiomodus“ idealerweise auf „Automatisch“, damit die Apple TV selbst das beste verfügbare Format wie Dolby Atmos wählt. In diesem Bereich könnt Ihr auch die Navigationsklicks abschalten, falls Euch die Töne beim Durchblättern stören.
Unter den Datenschutzoptionen schränkt Ihr die Datenerfassung ein. Deaktiviert „Apple TV-Analyse teilen“, „Siri und Diktat verbessern“ und die Ortungsdienste, wenn Ihr weniger Informationen mit Apple teilen möchtet. Aktiviert außerdem „Apple erlauben, zu fragen, ob Apps verfolgen dürfen“, damit Drittanbieter-Apps Euch nicht ohne Eure ausdrückliche Zustimmung über Apps und Websites hinweg verfolgen.
Für eine klarere Navigation eignet sich die Fokusdarstellung mit hohem Kontrast. Diese Einstellung legt einen deutlich sichtbaren weißen Rahmen um das gerade ausgewählte Symbol auf dem Startbildschirm. Besonders bei vielen installierten Apps reduziert das Fehleingaben und erleichtert die Orientierung.
Praktisch ist zudem der Dunkelmodus. Die Benutzeroberfläche nutzt dann dunkle Hintergründe mit heller Schrift, was in abgedunkelten Räumen die Augen schont. Auf Wunsch stellt Ihr ein, dass der Modus automatisch mit Sonnenauf- und -untergang wechselt.
Mit Bild-in-Bild könnt Ihr mehrere Dinge gleichzeitig im Blick behalten. Unterstützte Videos – aus Apple-Apps oder per AirPlay – lasst Ihr in einem verkleinerten Fenster weiterlaufen, während Ihr andere Inhalte nutzt. So seht Ihr etwa ein Spiel in der Ecke, während Ihr durch Apps blättert oder eine andere Sendung startet.
Aufgeräumter wird es mit Ordnern auf dem Startbildschirm. Statt dutzende Streaming-Apps nebeneinander anzuordnen, gruppiert Ihr sie zum Beispiel nach „Kinder“, „Live-TV“ oder „Sport“. So findet Ihr die passenden Dienste schneller und die Oberfläche wirkt strukturierter.
Die Texteingabe könnt Ihr beschleunigen, indem Ihr das Tastaturlayout von der Standardzeile auf ein Raster umstellt. Im Gitter sind die Zeichen in einer Matrix angeordnet, wodurch Ihr mit weniger Wischgesten zu Suchbegriffen oder Passwörtern gelangt.
Zuletzt solltet Ihr den Speicher im Blick behalten. In den Einstellungen seht Ihr, wie viel Platz Apps und ihre Daten belegen. Nicht mehr benötigte Anwendungen löscht Ihr komplett oder lagert sie aus. Beim Auslagern bleibt die Datenbasis erhalten, nur die App selbst wird entfernt. Ihr könnt sie später bei Bedarf wieder herunterladen, ohne von vorne anfangen zu müssen.
Mit diesen zwölf Anpassungen holt Ihr mehr aus Eurer Apple TV heraus und sorgt dafür, dass System, Bild und Ton wieder deutlich frischer wirken.
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