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Apple beendet offenbar die Entwicklung der Mikro-OLED-Panels für ein leichteres Vision-Pro-Modell. Samsung übernimmt die Displayforschung und könnte sie für eigene smarte Brillen nutzen.
Apple scheint sich zunehmend auf kommende, KI-fähige smarte Brillen zu konzentrieren und verabschiedet sich damit von den voluminösen Vision-Pro-Headsets. In diesem Zuge soll nun auch die gemeinsame, displaybezogene Forschungsarbeit für das Vision Pro Air eingestellt werden, das als leichtere Variante des bestehenden Vision Pro geplant war.
Bereits im November 2025 hieß es, dass Apple seine Pläne für ein Vision Pro Air auf Eis gelegt habe. Damals kursierten zudem Gerüchte, Apple habe Samsung gebeten, die Entwicklung kostengünstiger Mikro-OLED-Panels für dieses leichtere Headset komplett zu stoppen. Intern wurden diese Displays, die auf einem Glassubstrat basieren, als G‑VR-Panel bezeichnet.
Nun berichtet das südkoreanische Medium The Elec, dass Apple die Entwicklung dieser Mikro-OLED-Panels offiziell beendet hat. Demnach soll Apple Samsung angewiesen haben, die Arbeiten am G‑VR-Projekt spätestens im September einzustellen. Die Frist bis dahin könnte mit bestehenden vertraglichen Verpflichtungen zusammenhängen, die noch erfüllt werden müssen.
Die zugrunde liegende Displaytechnik trägt die Bezeichnung OLEDoS, häufig auch als Mikro-OLED-Technologie bezeichnet. Anders als herkömmliche OLED-Panels in Smartphones oder Fernsehern, die auf Glas- oder Kunststoffsubstraten aufbauen, werden bei Mikro-OLED organische Leuchtdioden direkt auf einem einkristallinen Siliziumwafer aufgebracht.
Diese Bauweise nutzt Fertigungsprozesse aus der Halbleiterproduktion, um eine starke Miniaturisierung und hohe Leistungsfähigkeit zu erreichen. Dadurch entsteht eine extrem hohe Pixeldichte, kombiniert mit einem vorteilhaften Energieverbrauch, weil die Ansteuerelektronik direkt im Silizium-Backplane mittels CMOS-Technologie integriert ist.
Gerade für AR-Brillen und Headsets ist diese Technik attraktiv. Sie ermöglicht kompakte Displays mit hoher Auflösung und effizientem Stromverbrauch, was für tragbare Systeme und lange Akkulaufzeiten wichtig ist.
Die Massenproduktion der betreffenden Mikro-OLED-Panels war ursprünglich erst für das Jahr 2028 vorgesehen. Trotz der nun von Apple veranlassten Einstellung des gemeinsamen Projekts plant Samsung laut Bericht jedoch, die Technologie für eigene Zwecke weiterzuentwickeln.
Demnach könnte Samsung die Forschungsergebnisse übernehmen und die kostengünstigen Mikro-OLED-Panels künftig für eigene smarte Brillen einsetzen. Das Unternehmen arbeitet bereits an KI-fähigen Smart Glasses, die in direkter Konkurrenz zu den geplanten Apple-Brillen stehen dürften.
Damit endet zwar die Kooperation mit Apple in diesem Bereich, die Displaytechnik selbst verschwindet aber nicht. Stattdessen dürfte sie in zukünftigen Samsung-Produkten wieder auftauchen, während Apple seine Strategie mit neuen, leichteren KI-Brillen weiterverfolgt und sich von einem Vision Pro Air als Zwischenstufe verabschiedet.
Via: https://wccftech.com
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