Apple hat seine Werberichtlinien aktualisiert und erstmals konkret festgelegt, welche Branchen in Apple Maps Anzeigen schalten dürfen – und welche vollständig ausgeschlossen sind. Dabei zeigt sich: Viele Kategorien, die etwa bei Google Maps erlaubt sind, werden in Apple Maps nicht zugelassen.
Apple hat am Dienstag seine Werberichtlinien überarbeitet und darin detailliert beschrieben, welche Vorgaben für Anzeigen in Apple Maps gelten. Die aktualisierten Regeln sehen vor, dass ganze Geschäftskategorien von Werbung ausgeschlossen werden. Gleichzeitig behält sich Apple ausdrücklich das Recht vor, jede einzelne Anzeige final zu genehmigen oder abzulehnen.
Zu den ausdrücklich verbotenen Kategorien gehören unter anderem Kautionsdienste und Geldautomaten für Kryptowährungen. Darüber hinaus untersagt Apple sämtliche Anzeigen für Home Services. Dazu zählen laut Richtlinie beispielsweise Installateur:innen, Elektriker:innen, Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HVAC), Dachdecker:innen und vergleichbare Dienste. Eine Begründung für den Ausschluss dieser Branchen liefert Apple in den Richtlinien nicht.
Google erlaubt Werbung aus diesen Bereichen grundsätzlich, solange sie den lokalen Gesetzen und den eigenen Werbepolitiken entsprechen. In diesem Punkt weichen die Richtlinien von Apple und Google also deutlich voneinander ab.
Im medizinischen Bereich verzichtet Apple auf ein generelles Verbot, setzt aber auf Einzelfallprüfungen. In den Richtlinien heißt es, dass medizinische Anzeigen „von Fall zu Fall“ bewertet werden. Ob und unter welchen Voraussetzungen medizinische Angebote tatsächlich in Apple Maps beworben werden dürfen, lässt Apple damit offen.
Deutlich klarer ist die Haltung bei politischer Werbung: Politische Anzeigen sind laut Apple vollständig untersagt. Dieses Verbot gilt nicht nur für Apple Maps, sondern generell für Apple-Werbung. Google geht hier einen anderen Weg und erlaubt politische Werbung sowohl in Google Maps als auch in anderen Diensten, solange die jeweiligen Vorgaben eingehalten werden.
Grundsätzlich müssen alle Anzeigen in Apple Maps der allgemeinen Apple-Werberichtlinie entsprechen. Dazu gehört, dass Werbung klar erkennbar sein muss, keine irreführenden Behauptungen enthalten darf und Nutzer:innen nicht auf inhaltlich unpassende oder themenfremde Seiten weiterleitet. Apple behält sich außerdem ein weitreichendes Ermessen vor, Anzeigen auch dann zurückzuweisen, wenn sie keine konkrete Regel verletzen. Google neigt dem Bericht zufolge eher dazu, Werbung zuzulassen, sofern sie keine gelisteten Kriterien verletzt.
Die Einführung von Werbung in Apple Maps erfolgt nach mehreren Jahren der Spekulation und Verzögerungen. Erste Hinweise, dass Apple integrierte Anzeigen in der Karten-App prüft, gab es bereits 2022. Späteren Berichten zufolge hätten die Anzeigen 2023 erscheinen sollen, was jedoch nicht eintraf. Auch 2024 und 2025 blieb Apple Maps weiterhin werbefrei.
Ende 2025 tauchten erneut Berichte auf, die auf einen Start im Jahr 2026 hindeuteten. Apple bestätigte diese Pläne schließlich im März 2026 mit der Einführung von Apple Business. In diesem Zuge kündigte das Unternehmen an, dass Werbung in Apple Maps ab Sommer 2026 schrittweise ausgerollt werden soll.
Mit den jetzt veröffentlichten Richtlinien ist klarer umrissen, unter welchen Bedingungen Unternehmen künftig in Apple Maps werben können – und welche Branchen grundsätzlich außen vor bleiben.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: appleinsider.com
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