Apple bereitet seine Ladengeschäfte im Herbst auf eine deutlich erweiterte Smart-Home-Palette vor. Im Fokus stehen aktualisierte Home-Produkte und ein lange erwarteter Home-Hub mit Display.
Umbau der Stores für neue Home-Produkte
In seinen aktuellen Berichten beschreibt Mark Gurman, dass Apple Teile der stationären Stores umorganisiert, um Platz für neue Geräte für den Einsatz zu Hause zu schaffen. Betroffen sind vor allem die sogenannten „Avenues“, also die Randwände in neueren Apple Stores, an denen bislang Zubehör wie HomePod, Apple TV, AirPods, Beats und Produkte von Drittanbietern präsentiert werden. Die verantwortlichen Teams planen, diese Bereiche umzustrukturieren und zusätzliche Zubehörflächen einzubauen, damit dort die neuen Geräte gezeigt werden können. Die Änderungen sollen pünktlich zu den Herbststarts umgesetzt werden und alle anstehenden Neuvorstellungen abbilden.
Gerüchtekreise gehen seit Längerem davon aus, dass Apple unter anderem eine überarbeitete Version der Set-Top-Box Apple TV sowie einen neuen HomePod mini vorbereitet. Beide Produkte sollen laut Gurman technisch aufgefrischt werden, etwa mit schnelleren Chips für die Siri-KI, ohne dass sich das grundlegende Design verändert. Für das neue Apple TV ist ein A17‑Pro‑Chip oder besser im Gespräch, während der HomePod mini angeblich einen Chip der S9‑Reihe, verbesserten Klang und eine rote Farbvariante erhalten soll. Das aktuelle Modell des HomePod mini ist inzwischen über 2.000 Tage alt, was ein Update plausibel erscheinen lässt.
Neuer Home-Hub mit Display im Mittelpunkt
Nach Einschätzung Gurman deutet der Umfang der geplanten Umbauten aber auf mehr als nur aktualisierte Versionen bestehender Produkte hin. Apple soll die Stores vor allem auf die Einführung eines neuen Home-Hubs mit Display vorbereiten, der bislang als HomePod mit Display oder „HomePad“ gehandelt wurde. Der Smart-Home-Hub soll zwischen Oktober und Anfang des kommenden Jahres erscheinen und eine neue Gerätekategorie im Apple-Portfolio markieren. Vorgesehen ist demnach ein quadratisches Display mit einer Diagonale von sieben Zoll, das wahlweise auf einem Tischständer oder mit einer Wandhalterung verkauft werden soll.
Technisch soll der Home-Hub auf einem komplett neuen Betriebssystem auf Basis von tvOS laufen und stark auf Siri-KI setzen. Hinweise in jüngst entdeckten Codezeilen von macOS Tahoe 26.7 deuten darauf hin, dass der Startbildschirm eine Widget-Galerie ähnlich der Sperrbildschirm-Anpassung des iPhone nutzen wird. Nutzer:innen könnten dort Icons, Widgets und Ziffernblätter in weiten Teilen wie beim iPhone konfigurieren, wobei Widgets eines gekoppelten iPhone automatisch vorgeschlagen werden sollen. Um Funktion und Einsatzzweck des Home-Hubs verständlich zu machen, plant Apple laut Gurman einen eigenen Bereich im Store, in dem das Gerät im Kontext eines vernetzten Zuhauses präsentiert wird.
Smart-Home-Neuausrichtung im Handel
Auch andere Berichte stützen die Einschätzung, dass Apple seine Smart-Home-Strategie im Handel deutlich sichtbarer machen will. Besucher:innen der Apple Stores sollen im Herbst spürbar mehr vernetzte Heimgeräte zu sehen bekommen, inklusive des neuen HomePod mini, des aktualisierten Apple TV und des Home-Hubs. Die Avenues werden nicht nur umsortiert, sondern teils erweitert, um diese Produkte gemeinsam und in einem klar erkennbaren Smart-Home-Kontext zu zeigen. Da der Home-Hub als zentrale Anlaufstelle für das vernetzte Zuhause gedacht ist, soll er eine eigene Avenue-Sektion erhalten, in der Apple die Benutzeroberfläche und die Einbindung in das heimische Ökosystem demonstriert. Insgesamt zielt die Store-Offensive darauf ab, die anstehenden Smart-Home-Neuheiten sichtbarer zu positionieren und Kund:innen den praktischen Nutzen der neuen Produktgeneration zu vermitteln.
