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Apple öffnet iOS in Brasilien für alternative App-Stores

Apple wird in Brasilien künftig andere App-Marktplätze auf iOS zulassen. Grundlage ist eine Einigung mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde in einem seit 2022 laufenden Verfahren.

Vereinbarung mit brasilianischer Wettbewerbsbehörde

Apple hat sich mit der brasilianischen Wettbewerbsbehörde CADE auf einen sogenannten Verpflichtungstermin zur Beendigung des Verfahrens geeinigt. Diese Vereinbarung verpflichtet das Unternehmen, auf iOS in Brasilien alternative App-Stores zu erlauben. Außerdem müssen Entwickler:innen externe Bezahlsysteme nutzen können.

Die Behörde hat die Vereinbarung laut einer maschinellen Übersetzung einer Pressemitteilung offiziell genehmigt. Apple darf weiterhin Gebühren erheben, die konkrete Gebührenstruktur wird in der Mitteilung jedoch nicht beschrieben. Vorgeschrieben ist zudem, dass Hinweise auf alternative App-Stores und externe Zahlungssysteme neutral formuliert sein müssen.

Hintergrund: Regulierungsdruck auf Apple wächst

Apple hatte sich in der Vergangenheit wiederholt gegen eine Öffnung von iOS ausgesprochen. Das Unternehmen argumentierte, ein freierer Zugang zu Apps und Bezahlsystemen könne die Sicherheit der Plattform gefährden. Regulierungsbehörden in anderen Ländern haben Apple dennoch bereits zu Anpassungen gezwungen.

In Europa und Japan können Nutzer:innen inzwischen alternative App-Stores auf ihren Geräten installieren. In den USA erlaubt Apple zumindest externe Zahlungslinks innerhalb von Apps. Die nun getroffene brasilianische Vereinbarung fügt sich damit in eine Reihe internationaler Maßnahmen ein, die Apple zu mehr Offenheit bei iOS bewegen.

Umsetzungspflicht, mögliche Strafen und Apples Stellungnahme

Apple hat 105 Tage Zeit, die vereinbarten Änderungen in Brasilien umzusetzen. Hält das Unternehmen diese Frist oder die zugesagten Verpflichtungen nicht ein, droht laut CADE eine Geldstrafe von bis zu 150 Millionen Brasilianischen Real, umgerechnet etwa 27 Millionen US-Dollar (rund 24,6 Millionen Euro).

Gegenüber dem Portal 9to5Mac erklärte Apple, man nehme Anpassungen an iOS-Apps in Brasilien vor, um den Anforderungen von CADE zu entsprechen. Das Unternehmen betont, die Änderungen würden neue Risiken für Datenschutz und Sicherheit der Nutzer:innen eröffnen. Gleichzeitig hebt Apple hervor, bestimmte Schutzmechanismen beizubehalten, insbesondere für jüngere Nutzer:innen.

Diese Vorkehrungen könnten zwar nicht alle Risiken ausschließen, sollen aber dazu beitragen, das Sicherheitsniveau der Plattform zu erhalten. Apple kündigt an, sich weiterhin für die Interessen von Nutzer:innen und Entwickler:innen einzusetzen. An der grundsätzlichen Einordnung von iOS als sicherer mobiler Plattform hält das Unternehmen fest, auch im brasilianischen Markt.

Via: https://www.theverge.com
Titelbild: Montage / Apfeltalk

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Michael Reimann

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