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Apple-Manager sprechen über MacBook Neo, Fehlschläge und Zukunftspläne

Seit rund einem Monat ist das MacBook Neo auf dem Markt, bisher wirkt der Start für Apple sehr erfolgreich. In einem neuen Interview äußern sich zwei führende Apple-Manager ausführlicher zu dem Gerät und zu früheren Fehlentscheidungen.

MacBook Neo: Abgrenzung zur Konkurrenz

In dem Gespräch mit dem Magazin Tom’s Guide erklären John Ternus und Greg Joswiak, warum Apple das MacBook Neo genau so positioniert hat. Ternus, Senior Vice President für Hardware-Entwicklung, beschreibt vor allem Unterschiede zu anderen Notebooks in dieser Preisklasse.

Viele konkurrierende Geräte in diesem Segment bestünden aus Kunststoff und ließen sich buchstäblich verbiegen, so Ternus. Hersteller würden hier an allen Ecken sparen, um jeden Cent bei den Kosten zu drücken. Apple verfolge mit dem MacBook Neo dagegen das Ziel, einen niedrigeren Preis mit hohem Gegenwert zu verbinden.

Damit das gelingt, wollte Apple nach Aussage von Ternus kein Produkt mit minderer Qualität ausliefern. Das MacBook Neo solle klar als Apple-Gerät erkennbar sein, mit der gewohnten Nutzererfahrung und Verarbeitungsqualität. Dafür sei ein kompletter Neustart nötig gewesen, bei dem sowohl eigens entwickelte Technologien wie Apple-Chips als auch die über Jahre gesammelte Erfahrung im Bau von Macs, iPhones und iPads eingeflossen seien.

Räumliches Computing und mögliche Apple-Brille

Im Interview ging es auch um das Thema Brillen von Apple und die Frage, ob eine solche Geräteklasse unvermeidlich ist. Joswiak betont die grundlegende Idee, digitale und physische Welt stärker zu verbinden.

Räumliches Computing sei genau dafür entwickelt worden, erklärt er. Einen Zeitplan, wann daraus andere Produktkategorien entstehen könnten, gibt er nicht. Für ihn steht aber fest, dass die Verschmelzung von digitaler und realer Umgebung langfristig unvermeidlich ist.

Apples größte Fehlschläge: MacBook Air und Karten-App

Anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums wurden Joswiak und Ternus auch nach den größten Fehlschlägen von Apple gefragt. Joswiak nennt als Beispiel das erste MacBook Air.

Apple sei nicht perfekt und mache auf dem Weg immer wieder Fehler, sagt er. Steve Jobs habe schon darauf hingewiesen, dass niemand ständig nur Treffer landet. Entscheidend sei, nach Rückschlägen weiterzumachen, die Situation zu analysieren und zu überlegen, was sich ändern müsse. Das ursprüngliche MacBook Air von 2008 sei zwar ikonisch gewesen, habe sich laut Joswiak aber nicht gut verkauft.

Ternus erinnert in diesem Zusammenhang an den problematischen Start der Karten-App von Apple. Das Projekt sei von Anfang an sehr ehrgeizig gewesen, der Start jedoch holprig. Über die Jahre habe das Team aber kontinuierlich daran gearbeitet und die Anwendung Schritt für Schritt verbessert.

Heute sei die Karten-App aus seiner Sicht ein sehr überzeugendes Produkt. Für Ternus zeigt dieses Beispiel, dass sich ein Angebot mit schwierigem Start mit klarer Vision, Ausdauer und kontinuierlicher Arbeit deutlich weiterentwickeln lässt.

Das vollständige Interview findet Ihr auf der Website von Tom’s Guide sowie in Videoform bei YouTube.

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Mehr Informationen

Via: https://9to5mac.com

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Michael Reimann

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