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Technikbegeisterte konnten auf dem Vintage Computer Festival West in diesem Jahr eine besondere Premiere erleben. Ein Nachbau des legendären Apple I wurde dort mit Wi-Fi und ChatGPT ausgestattet – umgesetzt von Macintosh-Mitbegründer Daniel Kottke.
Die Vorführung auf dem Vintage Computer Festival West stand im Zeichen eines Brückenschlags zwischen der Technikgeschichte und moderner KI. Daniel Kottke, einer der ersten Apple-Mitarbeiter und bekannt als Ingenieur des Apple II, präsentierte eine funktionstüchtige Replik des Apple I. Ursprünglich erschien dieser Computer 1976 mit einem 1-MHz-Prozessor, 4 KB Arbeitsspeicher und 256 Byte Speicherplatz. Obwohl der Apple I damals rund 666,66 US-Dollar kostete – inflationsbereinigt etwa 3.700 Dollar –, verkaufte Apple nur etwa 200 Exemplare. Der Computer wurde nach drei Jahren bereits durch den Apple II ersetzt.
Kottke entschied sich wegen der geringen Verfügbarkeit für eine Replik. Das System basiert auf wenigen integrierten Schaltkreisen und wurde mit einem Wi-Fi-Modul aufgerüstet. So verbindet sich die fast 50 Jahre alte Hardware heute mit modernen Netzwerken und kann auf Technologien wie ChatGPT zugreifen.
Mit der neuen Wi-Fi-Verbindung kann der klassische Apple I jetzt sogar ChatGPT nutzen. Dazu werden Anfragen an die Cloud weitergeleitet, Antworten in Textform zurückgesendet und auf dem monochromen Bildschirm dargestellt. Das ist möglich, weil moderne KI wie ChatGPT auf Servern mit leistungsfähiger Hardware läuft und der lokale Computer nur den Zugang und die Anzeige sicherstellt.
Kottkes Demonstration verdeutlicht, wie auch Systeme mit beinahe nostalgischer Hardware durch Cloud-Anbindung Zugang zu modernen Technologien erhalten. Besucher:innen des Festivals zeigten sich beeindruckt, wie reibungslos die Kommunikation lief. Trotz des einfachen Prozessors wurde die Antwortzeit von ChatGPT als sehr niedrig empfunden.
Moderne KI-Anwendungen benötigen viel Rechenleistung und Speicher, die Endgeräten wie dem Apple I fehlen. Doch sobald ein solches System Zugang zum Internet hat, kann es auf KI-Technologien in der Cloud zugreifen. Damit können auch betagte Computer wie der Apple I mit wenigen Ressourcen als KI-Assistenten genutzt werden.
Manche Expert:innen weisen darauf hin, dass lokal betriebene KI-Lösungen möglicherweise bessere Privatsphäre bieten. Bei cloudbasierten Lösungen profitieren Geräte wie der Apple I jedoch von kurzen Reaktionszeiten und dem Zugang zum vollen Funktionsumfang modernster künstlicher Intelligenz. Aktuelle Trends zeigen, dass KI künftig auf fast allen Geräten nutzbar sein wird, sobald sie online sind.
Daniel Kottkes Projekt zeigt eindrucksvoll, wie sich Technikwelten verbinden lassen: Mit etwas Bastelarbeit lassen sich klassische Computer in moderne KI-Assistenten verwandeln.
Via: https://www.tomshardware.com
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