Apple hat zum ersten Mal einen Börsenwert von mehr als fünf Billionen US-Dollar erreicht und die Marke auch zum Handelsschluss gehalten. Gleichzeitig steht der Konzern in einem Rechtsstreit mit OpenAI über mutmaßlich entwendete Geschäftsgeheimnisse.
Die Apple-Aktie schloss bei 342,96 US-Dollar (etwa 294 Euro). Damit lag die Marktkapitalisierung des Unternehmens zum Ende des Handelstags über fünf Billionen US-Dollar (rund 4,3 Billionen Euro). Apple ist das zweite Unternehmen, dem dieser Schlusskurs gelingt. Zuvor hatte Nvidia die Marke überschritten.
Während des Handels war Apples Börsenwert bereits sechsmal über fünf Billionen US-Dollar gestiegen. Bislang war das Unternehmen jedoch jeweils vor Handelsschluss wieder unter die Schwelle gefallen. Der aktuelle Schlusskurs markiert deshalb einen neuen Meilenstein.
Die Zahl beschreibt den Börsenwert und damit den Gesamtwert der ausgegebenen Aktien zum jeweiligen Kurs. Für sich genommen sagt sie jedoch nicht aus, wie sich Apples Geschäft entwickelt. Der Themenvorschlag stellt den hohen Börsenwert deshalb neben einen anderen Vorgang, der den Konzern beschäftigt: den Rechtsstreit mit OpenAI.
Apple wirft OpenAI vor, Geschäftsgeheimnisse genutzt zu haben, die frühere Beschäftigte des Unternehmens mitgenommen haben sollen. Die Vorwürfe sind Gegenstand eines Verfahrens vor einem Bundesgericht. Bislang handelt es sich um Anschuldigungen; der vorliegende Bericht belegt nicht, dass OpenAI tatsächlich gestohlene Informationen verwendet hat.
OpenAI hat nach einem Bericht von Bloomberg zugesagt, die Geschäftsgeheimnisse, deren Entwendung Apple behauptet, während des laufenden Rechtsstreits nicht zu verwenden. Die Vereinbarung kam bei einer Anhörung am Mittwoch zustande. Zuvor hatte der zuständige US-Bezirksrichter Edward Davila erklärt, er werde eine einstweilige Verfügung gegen OpenAI wahrscheinlich erlassen.
Die Zusage gilt, während die Unternehmen vor Gericht über die Vorwürfe streiten. Richter Davila kann sie durchsetzen. Über den Ausgang des Verfahrens ist damit noch nichts entschieden: Die Vereinbarung regelt den Umgang mit dem umstrittenen Material während des Rechtsstreits, sie bestätigt nicht die Vorwürfe gegen OpenAI.
Der Fall berührt den Schutz vertraulichen Wissens in einem Wettbewerb, in dem künstliche Intelligenz eine wichtige Rolle spielt. Für Apple geht es dabei nicht nur um die konkrete Auseinandersetzung, sondern auch darum, wie das Unternehmen seine Geschäftsgeheimnisse schützt. Welche Informationen betroffen sind und wie das Gericht die Vorwürfe bewertet, lässt sich aus den bislang vorliegenden Angaben nicht ableiten.
Auch für Anleger:innen bleiben damit zwei unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten: Apples Börsenwert hat erstmals oberhalb der Fünf-Billionen-Dollar-Marke geschlossen. Zugleich ist der Streit mit OpenAI weiterhin offen. Die Vereinbarung über die Nichtverwendung der mutmaßlich entwendeten Geheimnisse gilt während des Verfahrens; eine gerichtliche Entscheidung über die Anschuldigungen steht noch aus.
Via: www.iClarified.com · www.macrumors.com
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