Apple hat erstmals iPhones im Gesamtwert von 50 Milliarden US-Dollar (etwa 45,8 Milliarden Euro) aus Indien exportiert. Das Unternehmen profitiert dabei stark vom indischen Förderprogramm für Produktion.
Seit Apple im Geschäftsjahr 2022 am staatlichen Förderprogramm für Produktion (Production Linked Incentive, PLI) teilnimmt, verzeichnet das Unternehmen ein beachtliches Exportwachstum aus Indien. Bis Dezember 2025 konnten iPhones im Wert von 50 Milliarden US-Dollar (45,8 Milliarden Euro) ausgeführt werden. Bereits in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres 2026 erreichten die iPhone-Exporte rund 16 Milliarden US-Dollar (14,6 Milliarden Euro). Zum Vergleich: Samsung schickte in den vergangenen fünf Jahren Geräte im Wert von etwa 17 Milliarden US-Dollar (15,6 Milliarden Euro) ins Ausland.
Aktuell betreibt Apple fünf iPhone-Montagewerke in Indien – drei davon werden von Tata Electronics geführt, die anderen zwei von Foxconn. Das Unternehmen hat zudem eine lokale Lieferkette aufgebaut, die inzwischen nahezu 45 Zulieferbetriebe umfasst. Diese produzieren Komponenten sowohl für den indischen Markt als auch für den weltweiten Export.
Der Anstieg der lokalen Endmontage sorgt dafür, dass Smartphones im Geschäftsjahr 2025 erstmals das wichtigste Exportgut Indiens darstellen. Haupttreiber dieses Wachstums ist das iPhone, das rund 75 Prozent aller von Indien ausgeführten Smartphones ausmacht. Apple dehnt die Lieferkette dabei kontinuierlich aus: Kürzlich wurde die Produktion von AirPods in Indien erhöht, außerdem laufen erste Gespräche für die Verpackung von Chips vor Ort.
Das aktuelle PLI-Programm läuft planmäßig bis März 2026. Indische Regierungsvertreter:innen signalisierten jedoch bereits, die Unterstützung für lokale Hersteller fortzusetzen, damit diese weiterhin mit Produktionsstandorten in China oder Vietnam konkurrieren können. In Vorbereitung auf weitere Produktionsanreize wurden zentrale Apple-Partner wie Foxconn, Tata und ATL für ein neues Förderprogramm ausgewählt, das gezielt die Fertigung von Komponenten adressiert.
Die Produktionsrekorde gehen mit starken Verkaufszahlen in Indien einher. Tim Cook, Vorstandschef von Apple, hob bei der jüngsten Bilanzkonferenz einen Umsatzrekord des Unternehmens in Indien hervor. Insbesondere das lokale Herbstfest steigerte die Verkäufe, sodass das iPhone 16 weiterhin zu den meistverkauften Geräten weltweit zählt.
Das Wachstum der Produktions- und Vertriebszahlen in Indien zeigt, welche zentrale Rolle der Standort inzwischen für Apples globale Lieferkette spielt.
Via: https://www.iclarified.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
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