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Apple-Dienstesparte wächst langsamer: Gaming-Flaute und App-Store-Regeln bremsen

Apple meldet einen neuen Höchststand bei den Abos für seine Dienste, verfehlt aber die Erwartungen beim Umsatz. Vor allem der App Store gerät zunehmend unter Druck.

Dienstegeschäft verfehlt Erwartungen trotz Abo-Rekord

Apple gibt an, inzwischen mehr als 1,5 Milliarden Abonnent:innen für sein Dienstegeschäft zu haben, nach 1 Milliarde im Januar 2025. Zur Sparte gehören unter anderem der App Store, AppleCare, Musik-, Video- und Clouddienste.

Im dritten Geschäftsquartal erzielte Apple 30,74 Milliarden US-Dollar (rund 28,4 Milliarden Euro) Umsatz mit Diensten und blieb damit unter den 31,22 Milliarden US-Dollar (rund 28,8 Milliarden Euro), die Analyst:innen an der Wall Street erwartet hatten. Zusammen mit einer verfehlten Entwicklung in China führte das dazu, dass die Apple-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 4 Prozent nachgab.

Finanzchef Kevan Parekh nannte auf Nachfrage mehrere Gründe für das schwächere Wachstum im Dienstebereich. Im Mittelpunkt standen dabei die Entwicklungen rund um den App Store, der für Apple weiterhin eine zentrale Erlösquelle ist.

Gaming-Schwäche und neue Zahlungswege im App Store

Ein Faktor für die Entwicklung des App Store im Quartal war laut Apple eine Verlangsamung beim mobilen Gaming. Zusätzlich verwies das Unternehmen auf Änderungen am Geschäftsmodell des App Store in bestimmten Ländern, darunter die USA.

Damit meint Apple eine gerichtliche Anordnung, nach der App-Entwickler:innen Kundenzahlungen außerhalb des App Store abwickeln dürfen. Diese Umsätze unterliegen dann nicht mehr der Apple-Provision. Apple machte keine Angaben dazu, wie stark dieser Punkt die App-Store-Erlöse konkret belastet hat, erinnerte Investor:innen aber daran, dass der Fall noch abschließend vom Obersten Gerichtshof der USA entschieden wird.

Gleichzeitig wollte Apple die verfehlten Dienstumsätze nicht allein auf App-Store-Themen zurückführen. Weitere Faktoren waren demnach Währungseffekte, die laut Apple der wichtigste Treiber waren, sowie starke Vorjahresquartale, in denen das Unternehmen von den Einnahmen seines Formel-1-Kinofilms profitierte.

Trotz allem habe der App Store im Juni-Quartal einen neuen Umsatzrekord erzielt, betonte Apple. In dieser Summe stecken inzwischen aber auch Erlöse aus Apple-Werbung, die eine wichtigere Rolle im Konzern spielt und zuletzt auf Apple Karten ausgeweitet wurde.

Ausblick: Neue Dienste und Funktionen sollen Wachstum stützen

Trotz Gegenwind durch Wechselkurse und die genannten App-Store-Effekte sieht Apple weiteres Potenzial für seine Dienste. Das Segment erzielte nach Unternehmensangaben einen Allzeitrekord in entwickelten Märkten und einen Juni-Quartalsrekord in Schwellenländern.

In der „großen Mehrheit“ der von Apple beobachteten Märkte sei der Dienstebereich zweistellig gewachsen. „Unsere Dienste gewinnen weiterhin neue Kund:innen, und wir haben nun mehr als anderthalb Milliarden zahlende Abonnements überschritten“, sagte Parekh. Sowohl transaktionsbasierte als auch zahlende Accounts erreichten demnach neue Höchststände mit zweistelligem Wachstum in Schwellenländern.

Besonders gut liefen laut Apple einzelne Bereiche wie Apple-Werbung, App Store, AppleCare, Apple Musik und Apple TV, die allesamt neue Juni-Rekorde erzielten. Cloud- und Bezahldienste stellten sogar neue Allzeithochs auf. Apple TV verzeichnete zudem eine Rekordreichweite bei den Zuschauerzahlen im Quartal.

Apple erinnerte Investor:innen außerdem an mögliche neue Einnahmequellen im Diensteportfolio. Dazu gehören die noch relativ neuen Creator-Studio-Abos sowie kommende Funktionen zum Aufteilen von Rechnungen in Apple Cash, die die Nutzung des Zahlungsökosystems vertiefen könnten.

Auch das in dieser Woche gestartete Apple-Upgrade-Programm in Kooperation mit Klarna könnte zusätzliche Dienstumsätze bringen. Vor allem dann, wenn es mehr Menschen dazu bewegt, ein iPhone oder andere Apple-Geräte zu kaufen und dabei weitere Dienste mit auf die Rechnung zu setzen.

Via: https://techcrunch.com

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Michael Reimann

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